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langen,  was  er  wollte.  Sie  leistete  dementsprechend  Ungeheures.  Es
wurden  trotz  Eis  und  Schnee  Märsche  bis  40  km  zurückgelegt.  An
eine  geregelte  Derpflegung  war  nicht  zu  denken.  Man  lebte  großenteils
  von  den  Dorräten  des  Feindes,  die  man  erbeutete.  Die  Schlittenkufen,
  die  von  der  Heeresleitung  zur  Derfügung  gestellt  waren,  erwiesen
  sich  als  unbrauchbar,  da  auf  weiten  Wegestrecken  der  Schnee
vom  Sturm  weggefegt  war,  während  er  an  anderen  Stellen  meterhoch
lag.  Die  schwere  Artillerie  mußte  auf  die  wenigen  festen  Straßen
verwiesen  werden,  weil  sie  sonst  überhaupt  nicht  mitkam.  Auch  die
Feldartillerie  war  häufig  zu  den  Gefechten  noch  nicht  heran.  Dann
mußte  die  Infanterie  ohne  Artillerieunterstützung  fechten.  In  anderen
Fällen  mußten  die  Kanonen  bis  in  die  Schützenlinien  vorgezogen
werden,  um  den  Widerstand  des  Feindes  zu  brechen.  Die  Russen
wehrten  sich  wie  die  Derzweifelten,  weil  sie  den  eisernen  Ring  spürten,
der  sich  um  ihre  Rückzugslinie  legte;  kurz,  es  waren  alle  Schwierig-=keiten
  zu  überwinden,  die  ein  besonders  furchtbarer  russischer  Winter
und  ein  hartnäckiger  Gegner  bieten  konnten.  Kichtsdestoweniger
blieben  Führung  und  Truppe  stets  auf  der  Höhe  ihrer  Aufgabe  und
versagten  niemals.  Es  ist  unsagbar,  was  sie  geleistet  haben.

Der  Südflügel  trat  einen  Tag  früher  an,  als  die  Truppen  im
Morden.  Hier  gestaltete  sich  der  Angriff  zunächst  zu  einem  Durchbruch,
  der  aus  der  Johannisburger  Heide  heraus  erfolgte  und  es
in  der  Folge  nötig  machte,  den  äußeren  Flügel  durch  eine  besondere
Abteilung  zu  sichern.  Dennoch  war  die  Überraschung  der  Russen  vollständig
  gelungen.  Als  am  7.  Februar  1015  die  8.,  und  gleich  darauf
am  8.  die  10.  Armee  den  Vormarsch  begannen,  fanden  sie  die  Zussen
besonders  an  ihrem  rechten  Flügel  durchaus  nicht  in  der  Derfassung,
dem  Angriff  ernsten  Widerstand  entgegenzusetzen;  nur  an  einzelnen
Stellen  kam  es  zu  hartnäckigen  Gefechten.  So  besonders  bei  Cyck.
Hier  gelang  es  dem  Illl.  sibirischen  Korps  den  Südflügel  der  8.  Armee
bis  zum  14.  aufzuhalten.  Als  während  dieser  Seit  russische  Truppen
von  Ossowietz  herangeführt  und  bei  Grajewo  ausgeladen  wurden,
um  den  äußeren  Flügel  der  8.  Armee  zu  bedrohen,  trat  ihnen  die
Flügelstaffel  entgegen,  und  es  gelang  sowohl  die  neu  Berangekommenen
  Truppen  zu  schlagen,  als  endlich  auch  den  Widerstand  bei
Cyck  zu  brechen  und  auf  Augustow  nachzudrängen.  Als  sich  beim
weiteren  Vorgehen  der  Kaum  verengerte,  wurden  Truppen  aus
der  Front  gezogen  und  zur  Sicherung  der  Flanken  verwendet.  So
nahm  die  10.  Armee  schon  am  10.  die  Landwehrdivision  Königsberg
heraus,  die  mit  der  l.  Kavalleriedivision  und  der  5.  Gardebrigade,
abgesehen  von  den  Abteilungen,  die  die  Divisionen  selbst  zum  gleichen
Zweck  abzweigten,  fortan  zum  Flankenschutz  verwendet  wurden.  So
wurden  von  der  8.  Armee  eine  halbe  1.  Landwehrdivision,  die  ganze
U.  und  eine  gemischte  Brigade  der  3.  Reservedivision  herausgezogen
und  nach  Süden  geschoben.  Im  übrigen  aber  ging  der  Vormarsch
unentwegt  vorwärts.  Die  russische  Armee  wurde  immer  mehr  und