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der  Sieger.  Auch  zahlreiche  russische  Generale  wurden  gefangengenommen.
  Die  10.  russische  Armee  hatte  aufgehört  zu  bestehen.

Mittlerweile  hatte  Hindenburg,  der  sein  Bauptquartier  in  Insterburg
  aufgeschlagen  hatte,  um  den  Ereignissen  nahe  zu  sein,  schon  am
Le.  eine  Teuordnung  der  Armeen  vorgenommen.  Alle  Truppen,  die
am  Feinde  standen,  wurden  der  neuen  10.  Armee  zugewiesen.  Sie  sollte,
wie  sie  das  auck  wirklich  tat,  die  VDernichtung  der  10.  russischen  Armee
vollenden.  Die  übrigen  und  die  nach  der  rechten  Klanke  abgezweigten
Truppen  sollten  als  8.  Armee  den  Bobr  überschreiten  und  GOssowietz
belagern.  Bis  zum  Grschitz  sollte  der  Befehlsberich  der  8.  Armee
reichen.  Sehr  bald  aber  zeigte  sich,  daß  der  Sieg  an  den  Wasurischen
Seen,  so  gewaltig  er  war,  den  Russen  zwar  eine  Armee  gekostet  und  ihre
Widerstandskraft  entsprechend  geschwächt  hatte,  strategisch  aber  nicht
unmittelbar  ausgenutzt  werden  konnte.  Eine  weitere  Verfolgung  über
den  Njemen  war  unmöglich,  weil  sie  starke  Kräfte  in  exzentrischer
Richtung  zu  weit  von  ihrer  Grundstellung  fort  über  einen  bedeutenden
Strom  geführt  hätte  und  auf  die  befestigte  Linie  Kowno—Olita—
Grodno  gestoßen  wäre.  Eine  Wirkung  in  südlicher  Richtung  aber
konnte  sich  nur  ergeben,  wenn  zuvor  die  Festung  Ossowietz  gefallen
wäre.  Infolgedessen  ging  in  Ostpreußen,  Holen  und  Galizien  alles
zum  Stellungskrieg  über.

Die  Kämpfe  an  der  Westfront,  die  Schlacht  bei
Soissons  und  das  Creffen  bei  Ca  Creute.

Während  im  Osten  alle  Kräfte  sich  spannten,  um  die  Entscheidung
  gegen  Rußland  herbeizuführen,  fiel  den  Deutschen  im  Westen
eine  weniger  dankbare  Aufgabe  zu.  Hier  kam  es  darauf  an,  den
Krieg  mit  möglichst  schwachen  Kräften  hinzuhalten,  ohne  Gelände
zu  verlieren,  und  zugleich  den  Gegner  in  der  Täuschung  zu  erhalten,
daß  jeden  Augenblick  die  Offensive  von  neuem  losbrechen  könnte.
Es  war  das  eine  passive  Rolle,  die  aktiv  durchgeführt  werden  mußte.
Die  Aufgabe  der  Franzosen  und  Engländer  war  im  Gegensatz  hierzu
der  Natur  der  Sache  nach  durchaus  eine  offensive,  wie  das  schon
gesagt  worden  ist.  Sie  mußten  nicht  nur  bestrebt  sein,  deutsche  Kräfte
zu  binden,  um  ihre  Derschiebung  nach  dem  Osten  zu  verhindern,  sie
mußten  auch  selbständig  den  Sieg  zu  erringen  suchen,  um  Frankreich
und  Belgien  vom  Eindringling  zu  befreien.  Sie  fochten,  schlecht  gerechnet,
  zwei  gegen  einen,  hatten  die  Industrie  der  ganzen  Welt  zu
ihrer  Derfügung,  die  bestrebt  war,  ihre  Artillerie  zu  verstärken  und
ihnen  Munition  in  Masse  zuzuführen,  und  konnten  zahlreiche  Rilfsvölker
  aus  allen  Teilen  der  Erde  zu  ihrer  Unterstützung  heranziehen,
während  die  Deutschen  von  allem  Seeverkehr  abgeschlossen  waren.
Trotz  alledem  erwarteten  sie  den  Sieg  zunächst  von  Rußlands  gewaltiger
  UÜberlegenheit,  waren  zufrieden,  einen  Teil  der  deutschen