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Kopf  innehatten  und  die  Cinie  des  Wesserlingtales,  Thann  und
das  Land  von  da  bis  zur  schweizerischen  Grenze  hielten.

Im  Spätherbst  1014  bestand  die  Armeeabteilung  Gaede,  die  hier
die  Derteidigung  führte,  aus  vier  Landwehrbrigaden  mit  zusammen
neunundzwanzig  Bataillonen,  dreieinhalb  Eskadrons,  sechszehn  Batterien
  und  einer  Reserve  von  vier  ZBataillonen,  einer  Eskadron  und
fünf  Batterien,  die  in  Mülhausen  stand,  während  die  Brigaden  selbst
die  vordere  Cinie  besetzt  hatten.  Trotz  dieser  Schwäche,  die  nur  zu
einer  äußerst  dünnen  Aufstellung  ausreichte,  waren  auf  dem  rechten
Flügel  der  französischen  Stellung  die  Deutschen  schon  am  25.  Oktober
lold  erfolglos  angegriffen  worden,  und  es  hatten  sich  diesen  Kämpfen
größere  französische  Angriffe  auf  der  ganzen  Front  von  der  Thur  bis
zur  Larg  angeschlossen,  die  am  l.  und  2.  Dezember  hauptsächlich  in
der  Linie  Hirzbach—Balschweiler  ausgefochten  wurden.

Wittlerweile  hatten  sich  die  Kranzosen  der  Armeeabteilung  Gaede
gegenüber  auf  vier  Divisionen  und  fünf  Alpenjägerbataillone  verstärkt,
  so  daß  auch  dieser  eine  gemischte  Division  nach  Mülhausen  zugeführt
  werden  mußte,  die  später  noch  um  zwei  Bataillone  und  eine
Kavalleriedivision  verstärkt  wurden.  Als  daher  am  15.  Dezember
die  Kranzosen  sich  zum  entscheidenden  Angriff  erhoben,  konnten  sie
entscheidende  Dorteile  nicht  erringen,  obgleich  sie  später  noch  wesentlich,
  besonders  durch  Artillerie  verstärkt  wurden.

Ihr  Angriff  richtete  sich  zunächst  vom  Molkenrain  bis  an  den
Kanal  bei  Balschweiler.  Im  Wesserlingtal,  im  Maasmünstertal  und
bei  Dammerkirch  waren  Reserven  bereitgehalten.  Kriegsbedarf  wurde
in  Menge  herangeschafft.  Joffres  Angriffsbefehl  blieb  hier  ohne  jede
Wirkung,  weil  sowieso  schon  alles  in  Bewegung  war  und  entscheidungsuchend
  kämpfte.  Dieser  Kampf  aber  führte  zu  den  hartnäckigsten
  Gefechten,  die  sich  hier  dadurch  auszeichneten,  daß  nicht  nur  der
Feind  wie  wohl  überall  in  starker  übermacht  war,  so  daß  man  einem
feindlichen  Bataillon  etwa  eine  Kompanie  entgegenzusetzen  hatte,  sondern
  auch  daß  der  Hauptsache  nach  auf  deutscher  Seite  nur  Landwehrtruppen
  die  Derteidigung  führten  und  auch  die  Gegenstöße  machten.
Das  Dorf  Steinbach  wechselte  mehrmals  den  Besitzer  und  blieb  schließlich
  in  der  Band  der  Franzosen,  nachdem  die  schwache  Besatzung  tagelang
  die  Trümmer  des  Ortes  sowie  den  Kirchhof  verteidigt  hatte.
Mit  gleicher  Hartnäckigkeit  wurde  auch  um  die  beherrschende  Bergnase
—  425  —  dicht  beim  Dorfe  gekämpft,  nur  mit  dem  Unterschiede,  daß
ein  energischer  deutscher  Gegenstoß,  der  am  v.  Jannar  einsetzte,  diese,
die  schon  genommen  war,  wieder  in  den  Besitz  der  Deutschen  brachte
und  diesen  damit  die  Möglichkeit  schuf,  einerseits  Sennheim  und  das
Straßenstück  Uffholz—Sennheim  zu  behaupten,  andererseits  aber  auch
Thann  und  die  Steinbacher  Böhe  unter  Aufsicht  zu  halten.  Abgesehen
von  dem  Derlust  des  einen  Dorfes  konnten  die  Deutschen  trotz  ihrer
numerischen  Schwäche  ihre  Linien  gegen  alle  Angriffsversuche  des
überlegenen  Gegners  behaupten.  Ja  es  winkte  ihnen  schließlick  so-