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gar  noch  ein  bedeutender  Erfolg.  Es  gelang  ihnen  nämlich,  sich  des
Rartmannsweiler  Kopfes  zu  bemächtigen  und  damit  dem  Gegner
die  Möglichkeit  zu  nehmen,  die  rheinische  Ebene  und  deren  wichtige
Eisenbahnen  direkt  zu  beobachten.  Der  Angriff  war  so  eingerichtet,
daß  die  französischen  Unterstützungen,  mit  deren  Herankommen  mangerechnet
  hatte,  überall  auf  vorher  eingerichtete  deutsche  Abwehrstellungen
stießen,  die  sie  blutig  zurückwiesen,  so  daß  der  Angriff  ohne  Störung
erfolgen  konnte,  und  am  21.  Januar  1015  der  Rest  der  Besatzung,
nachdem  die  meisten  Offiziere  gefallen  waren,  die  Waffen  strecken
mußte.  Der  Hirzenstein  war  am  gleichen  Tage  einem  überraschenden
Angriff  zum  Opfer  gefallen.  Der  ganze  linke  Flügel  der  Deutschen
spürte  die  Erleichterung  seiner  Lage  sofort,  und  daran  wurde  auch
nichts  geändert,  als  am  27.  Januar  1015  die  Franzosen  durch  überraschenden
  Angriff  im  Raume  von  Altkirch  die  Kanalstellung  bei
Ammerzweiler  aufzureißen  versuchten.  Der  Angriff  mißlang  in  allen
Teilen.  Mit  ihm  aber  konnte  die  ganze  Angriffsbewegung,  die  Joffre
am  17.  Dezember  angeordnet  hatte,  um  so  mehr  als  gescheitert  betrachtet
  werden,  als  auch  in  den  NWordvogesen  das  Ergebnis  ein
gleiches  war.  «

Hier  machte  der  Armeeabteilung  des  Generalobersten  von  Falkenhausen
  der  französische  Angriff  zwischen  Seille  und  Fecht  allerdings
  schwer  zu  schaffen.  General  Dubail  hatte  etwa  dreißig  Alpenjägerbataillone
  in  diesem  Abschnitt  versammelt,  deren  bessere  Ceistungen
  im  Gebirgskriege  sehr  bald  von  den  Deutschen  wettgemacht
wurden.  Dom  7.  bis  le.  Dezember  1914  fanden  heftige  Teilkämpfeim
  Dorgelände  von  St.  Dié  statt.  Am  Il.  machten  die  Franzosen  einen
vergeblichen  Angriff  auf  die  Haßhöhe  des  Lebertales,  wo  die  deutsche
Wehrstellung  auf  elsässischen  Boden  übertrat.  Am  5.  Dezember  jedoch
gelang  es  ihnen,  die  Kuppe  des  Faulxkopfes  in  Besitz  zu  nehmen,
von  dem  aus  die  Deutschen  in  das  Meurthetal  hatten  hinabspähen
können.  Seitdem  fanden  größere  Gefechte  in  diesem  Abschnitt  der
Front  nicht  mehr  statt.  Das  ganze  hohe  Gebirge  aber  zwischen  dem
Molkenrain  und  dem  Reißberg  wurde  vom  Kampf  ergriffen,  und
vom  Faulxkopf  zum  Reichsackerkopf  bis  ins  kleine  Fecht-Tal  bildete
sich  eine  zusammenhängende  Feuerlinie,  die  zuweilen  in  einzelnen
Gefechten  aufflammte.

Um  so  blutiger  gestalteten  sich  die  Kämpfe,  die  zur  Wiedereroberung
  des  Römerlagers  bei  St.  Mihiel  durch  die  Franzosen
führen  sollten,  niemals  ganz  eingeschlafen  waren  und  aus  zwei  Waldstücken,
  dem  Bois  brülé  bei  Apremont  und  dem  Hriesterwalde  bei  Pont
à  Mousson,  ein  Ceichenfeld  geschaffen  hatten,  wie  es  die  entsetzlichste
Phantasie  sich  nicht  schlimmer  auszudenken  vermöchte.  Seit  dem
25.  September  Llt  war  hier  dauernd  gefochten  worden.  Am  22.  und
25.  Oktober  hatte  dann  die  französische  Infanterie  energisch  angegriffen
  und  war  unter  furchtbaren  blutigen  Opfern  zurückgewiesen
worden.  Bis  Toul  waren  damals  die  überlebenden  Trümmer  zu-