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auszuführen  und  bedeutende  Reserven  rasch  auf  das  rechte  Aisneufer
hinüberwerfen  zu  können,  Maunour?  mit  dem  Bau  einer  Kolonnenbrücke
  begann,  schossen  die  Deutschen  sie  am  15.  Dezember  in  den
Grund  und  verhinderten  damit  den  französischen  General,  schon  am
17.  den  Befehl  Joffres  zu  einer  allgemeinen  Offensive  durchzuführen.
Aber  aufgeschoben  war  nicht  aufgehoben.  Maunourr  arbeitete  vielmehr
  mit  spystematischer  Ausdauer  darauf  hin,  zunächst  den  Sugang
zum  Josiennegrunde  zu  eröffnen,  durch  den  der  Weg  ins  Ailettetal
fũhrte,  und  dann  erst  den  allgemeinen  Angriff  anzusetzen.  Dieser  Zugang
  war  durch  die  Böhe  152  gesperrt,  die  nicht  nur  das  Tal  unmittelbar
  verschloß,  sondern  auch  alle  Dersuche  der  Franzosen,  von
Crouy  und  Cuffies  aus  vorzudringen,  empfindlich  in  der  Klanke  faßte.
Auch  die  Talhänge  der  beiden  HPochflächen  von  Vregny  und  Tuffies
und  diese  selbst  wurden  von  den  Deutschen  gehalten,  die  sich  vielfach
in  Steinbrüchen  festgesetzt  hatten.  Gegen  diese  Stellungen  nun  gingen
die  Kranzosen  im  Sappenangriff  vor  und  näherten  sich  ihnen  in  bedenklicher
  Weise.  Am  8.  Januar  früh  schritten  sie  zum  Sturm,  den
sie  mit  der  Sprengung  von  Minen  am  Fuß  der  Bäöhen  begannen.  Der
rechte  Klügel  der  deutschen  5.  Division,  die  hier  die  Derteidigung
führte,  wehrte  sich  verzweifelt,  aber  er  konnte  den  Eingang  in  das
Josiennetal  nicht  auf  die  Dauer  verschlossen  halten.  Am  U.  Januar
1015,  nach  dreitägigen  heldenmütigen  Kämpfen,  wurde  die  Besatzung
der  Sperre  überwältigt  und  zum  Weichen  gezwungen.  Damit  war  der
Josiennegrund  geöffnet,  die  Linien  der  Deutschen  auf  der  Hochfläche
von  Vregny  und  der  von  Cuffies  auseinandergerissen  und  der  Durchbruch
  begonnen.  Der  Kampf,  der  bisber  den  TCharakter  eines  mehr
oder  weniger  örtlich  beschränkten  Gefechts  getragen  hatte,  wuchs  zur
Schlacht  heran,  denn  das  Schicksal  des  ganzen  Heeres  hing  von  seinem
Ausgange  ab.  ·  ,

Die  Deutschen  erkannten,  daß  nur  ein  groß  angelegter  Gegenangriff
  die  Lage  wiederherstellen  könne.  Während  aber  die  Franzosen
  glauben  mochten,  daß  der  Gegenstoß  hauptsächlich  örtlich  angestrebt
  werden  würde,  dachten  die  Deutschen  ganz  anders.  Sie
setzten  den  Gegenangriff  in  großer  Breite  an.  Rechts  reichte  er  bis
Tuffies;  links  fand  er  an  dem  seit  dem  30.  Oktober  1914  besetzten
Fort  Condé  eine  geeignete  Anlehnung,  und  verfolgte  den  Sweck,  von
beiden  Seiten  her  den  Feind  zu  umfassen  und  seinen  Reserven  den
Rückweg  abzuschneiden,  während  die  Franzosen  von  Crouy  aus  die
früchte  des  begonnenen  frontalen  Durchbruches  pflücken  wollten.
Das  wurde  ihnen  zunächst  verwehrt.  Mehrere  Gegenstöße  der  Deutschen,
  die  noch  am  Abend  des  U.  und  am  12.  erfolgten,  gewannen
die.  verlorenen  Stellungen  am  Eingange  des  Josiennegrundes  zum
Teil  zurück  und  hielten  die  Entscheidung  auf.  Mittlerweile  war  die
Aisne  vom  vielen  Regen  angeschwollen,  hatte  die  Brücken  von  Miss
und  Denizel  weggerissen  und  führte  ein  Rochwasser,  das  die  Verbindungen
  der  Franzosen  auf  das  ernstlichste  gefährdete.  Diese  glaubten