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rungenen  Siegespreis  zu  entreißen;  jetzt  rächte  sich  der  gekränkte
Staat,  indem  er  für  unsere  Feinde  Hartei  nahm.  Am  11.  August
sandte  er  eine  befristete  Aufforderung  zur  Übergabe  von  Usingtau
und  zur  Entfernung  aller  deutschen  Schiffe  aus  den  japanischen
und  chinesischen  Gewässern  an  den  Gouverneur  des  deutschen
Dlatzes,  und  als  keine  Antwort  erfolgte,  schritt  er  zum  Angriff.

Eine  EKlotte,  die  von  Dizeadmiral  Kato  geführt  wurde  und  aus
den  japanischen  Hanzerschiffen  „Suwo“  und  „Tango“,  dem  englischen
  Hanzerschiff  „Criumph“,  den  japanischen  Kreuzern  „Ccchitose"
und  „Takatschio“  und  Fwei  Herstörerflottillen  bestand,  erschien  vor
dem  DHlatze,  und  drei  auserwählte  Divisionen,  denen  1500  Engländer
  beigegeben  waren,  landeten  unter  dem  Befehl  des  Generals
Kamio  in  Schantung  auf  chinesischem  Gebiet,  um  erst  von  dort  aus
gegen  die  Stadt  Csingtau  vorzurücken  und  sie  vom  Festlande  abzuschneiden.
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Der  Gouverneur,  Kapitän  zur  See.  Meyer-Waldeck,  hatte  die
Garnison  durch  Zuzug  von  ostasiatischen  Wehrpflichtigen  bis  auf
5000  Mann  verstärkt.  Doch  war  er  noch  immer  viel  zu  schwach  und
viel  zu  wenig  mit  Schießbedarf  versehen,  um  den  Hlatz  ernstlich  verteidigen
  zu  können.  Auch  war  die  Befestigung  nicht  derart,  daß  sie
den  Hafen  geschützt  und  die  Festung  zu  längerem  Widerstande  befähigt
  hätte.  Ein  einziges  Klugzeug  war  vorhanden,  und  im  Hafen
lagen  nur  der  geflüchtete  österreichische  Kreuzer  „Kaiserin  Elisabeth“
  sowie  das  alte  Stationsschiff  „Jaguar“  und  das  Torpedoboot
  „S  00“  Die  noch  vorhandenen  Flußkanonenboote  wurden
gleich  entwaffnet,  und  ihre  Artillerie  verwendete  man  in  den  Landforts.
  Trotz  dieser  höchst  mangelhaften  Rüstung  beschloß  der  Gouverneur
  dennoch,  den  Hlatz  bis  zum  Außersten  zu  halten  und  hat
ihn  auch  wirklich  bis  zur  letzten  lKartusche  verteidigt.  Ruhmvoll  ist
die  deutsche  Flagge  über  Tsingtau  niedergegangen.

Der  erste  gewaltsame  Angriff,  der  Anfang  Oktober  erfolgte,
wurde  abgeschlagen,  und  am  le.  Oktober  gelang  es  dem  einzigen
deutschen  Torpedoboot,  den  japanischen  Kreuzer  „Cakatschio“  zu
vernichten  und  sich  dann  nach  Säüden  längs  der  chinesischen
Küste  zu  retten.  Auch  das  englische  Hanzerschiff  „Criumph“  wurde
durch  einen  schweren  Crefter  kampfunfähig  gemacht  und  mußte  sich
schwerbeschädigt  nach  Jokohama  zurückschleppen.  Indessen  rückten
die  Angreifer  immer  näher  an  den  platz  heran  und  unternahmen
endlich  einen  allgemeinen  Sturm.  6000  Samurais,  d.  h.  Ceute,
die  zur  alten  Kriegerkaste  Japans  gehörten,  hatten  geschworen,  den
Dlatz  am  31.  Oktober,  dem  Geburtstage  des  Mikado,  diesem  als
Geschenk  zu  Küßen  zu  legen.  Dementsprechend  begann  am  30.  eine
furchtbare  Beschießung  aus  allen  Geschützen,  die  zu  Wasser  und
zu  Lande  zur  Derfügung  standen,  und  in  der  Nacht  zum  31.  erfolgte
der  Sturm,  der  ebenso  wie  der  erste  im  Blut  ertrank  und  scheiterte.
Demnoch  war  der  Hlatz  am  Ende  seiner  Widerstandsfähigkeit.  Die