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Golf  von  Saros  und  die  Halbinsel  Gallipoli.  Die  veralteten  Geschütze
  waren  teilweise  durch  neue  ersetzt,  die  ZBatterien  verstärkt
und  erweitert  worden.  Sahlreiche  Geschütze  schwersten  Kalibers
waren  in  den  Schluchten  der  Küste  versteckt  aufgestellt  worden.
Mittlerweile  war  den  Staaten  der  Entente,  wie  wir  sahen,  der
Krieg  seitens  der  Türkei  erklärt  worden.  Schon  am  28.  Oktober
  1014  versenkten  „Goeben“  und  „Breslau“  unter  dem  Namen
„Sultan  Uawus  Selim“  und  „Midilli“  russische  Minenleger  vor
dem  Zosporus,  und  am  20.  erschien  „Goeben“  vor  Sebastopol,  wo
Rußlands  gesamte  Schwarze-Meer-Klotte  lag,  und  schoß  das  Militärlager
  zusammen,  während  „Breslau“  vor  Noworossisk  die  Getreidespeicher,
  die  Detroleumtanks  und  die  im  Hafen  liegenden  Schiffe
beschoß.  Die  Engländer  ihrerseits  hatten  die  dem  Hellespont  vorgelagerten
  Inseln  Imbros,  Tenedos,  Samothrake  und  Lemnos  als
Angriffsbasis  mit  Beschlag  belegt  und  als  solche  ausgebaut,  obgleich
  sie  dem  neutralen  Griechenland  gehörten.  Auch  die  zur
Landung  bestimmten  25000  Mann  waren  hier  versammelt  worden.
Am  5.  Dezember  1914  beschossen  englische  Schiffe  überraschend  die
Dardanellenschlösser  auf  weite  Entfernung,  ohne  viel  Unbeil  anzurichten.
  Am  7.  Dezember  erschienen  sie  von  neuem  vor  der  Enge,
ohne  jedoch  zu  feuern,  bloß  um  ibren  vorstoßenden  Torpedo=  und
Tauchbooten  zum  ückhalt  zu  dienen,  und  am  15.  Dezember  versenkte
ein  englisches  Tauchboot  das  alte  türkische  Linienschiff  „Messudje“,
das  als  schwimmende  Batterie  vor  dem  Fort  Hamidie  lag.  Dann
trat  für  längere  Seit  Ruhe  ein,  so  daß  die  Türken  an  einen  gewaltsamen
  Angriff  überhbaupt  nicht  mehr  glaubten.  Sie  hatten  vier
Armeen  aufgestellt,  von  denen  die  1.  bei  Konstantinopel  und  Umgegend
  untergebracht  war,  die  andern  aber  in  HBocharmenien,  in
Mesopotamien,  in  der  Sinaiwüste  und  am  Suezkanal,  wo  sogar  El-Arisch
  besetzt  wurde,  gegen  Russen,  Briten  und  Araber  fochten  und
die  Aufmerksamkeit  der  türkischen  Regierung  in  hohem  Grade  in  Anspruch
  nahmen,  besonders  als  die  türkische  Armee,  wie  wir  sahen,  in
Armenien  eine  schwere  Niederlage  gegen  die  Russen  erlitten  hatte.
Hals  über  Kopf  wurden  von  Konstantinopel  aus  Derstärkungen
an  die  armenische  Front  geschickt  und  die  türkische  Sentralstellung
trotz  der  WMarnung  des  Führers  der  deutschen  Militärmission,  des
Marschalls  Liman  von  Sanders,  entblößt.  Diese  Umstände  benutzten
  die  Ententestaaten,  um  den  Angriff  auf  die  Dardanellen
zu  beginnen.  Sie  mochten  wohl  auch  mit  ihren  Dorbereitungen
enddlich  fertig  geworden  sein.

Am  10.  Februar  1015  erschienen  zwei  starke  Geschwader  vor
den  Dardanellenschlössern  und  schossen  sie  samt  den  in  der  Nähe
angelegten  Batterien  zusammen.  Am  25.  Febrnar  kehrten  sie  wieder
und  vollendeten  ihr  ZSerstörungswerk.  Damit  war  der  Eintritt  in
das  Becken  von  Erenköy  geöffnet,  und  der  letzte  Kampf  begann.
Am  26.  Februar,  am  2.  und  3.,  am  7.  und  8.  März  drangen  eng-