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Deutschen  unterlegen“,  fährt  der  Engländer  fort,  infolge  des  Fehlens
der  Zentralfeuerleitung  auf  den  einzelnen  Schiffen,  aller  Schutzvorrichtungen
  gegen  Minen  und  Unterseeboote,  dem  Mangel  jeglicher
  Luftaufklärung,  der  furchtbaren  Wirkung  der  deutschen  Hanzersprenggranaten
  und  der  besseren  Schulung  der  Mannschaften.  „England
  wäre  jetzt“,  wenn  die  Deutschen  angegriffen  hätten,  „eine
deutsche  Kolonie“,  so  schloß  Admiral  Sir  Dercy  Scott  seinen  Bericht.
Die  Deutschen  aber  schreckten  vor  dem  Einsatz  der  Flotte  trotz  der
gegenteiligen  Ansicht  des  Großadmirals  Tirpitz  zurück.  Der  Admiralstabschef
  Hohl  und  der  Marinekabinettschef  von  Müller  bewogen
  den  Kaiser  zu  einem  Befehl  an  den  Flottenchef  Ingenohl,
daß  nur  mit  seiner  ausdrücklichen  Genehmigung  eine  Schlacht  herbeigeführt
  werden  dürfe.  So  blieb  die  Flotte  während  der  entscheidenden
  ersten  Wochen  des  Krieges  völlig  untätig  und  ließ  den  Engländern
  Zeit,  ihre  Mängel  nach  Mmöglichkeit  auszugleichen;  während
  andererseits  in  der  Zeitperiode,  die  zunächst  besprochen  werden
soll  —  d.  h.  vom  Anfang  des  Krieges  bis  etwa  Mitte  Februar
1015  —,  man  deutscherseits  noch  nicht  erkannt  hatte,  daß  die  U-Zoot-Waffe
  geeignet  sei,  durch  ihre  selbständige  Tätigkeit  die  Vormachtstellung
  Englands  zur  See  zu  brechen.  Andererseits  konnte  man  sich
auch  nicht  dazu  entschließen,  die  Flotte  einzusetzen  und  die  U-Zoote
in  Gemeinschaft  mit  ihr  arbeiten  zu  lassen.  So  konnte  es  sich  in
diesem  ganzen  Zeitabschnitte  nur  um  Einzelunternehmungen  von
U-Booten  und  Kreuzern  handeln,  die  wohl  dem  Feinde  einigen
Abbruch  tun,  aber  niemals  auf  den  Krieg  von  Einfluß  sein
oder  gar  ihn  entscheiden  konnten.  Immerhin  waren  sie  derart,
daß  sie  alle  Herzen  mit  stolzer  Begeisterung  erfüllten  und  dem
Namen  der  Helden,  die  sich  dabei  besonders  betätigten,  unsterblichen
  Glanz  verliehen  haben.

Als  wir  den  Krieg  begannen,  hatten  wir  nur  wenige  U-Boote.
Sur  alsbaldigen  Kriegsverwendung  kamen  nur  die  Boote  „U  5“
bis  „U  25“  in  Srage.  Die  Boote  „U  5“  bis  „U  18“  hatten  nur  Körtingsche
  Hetroleummotoren,  die  sehr  zu  wünschen  übrig  ließen;  „U23“
und  „U  25“  khatten  bisher  nur  Hrobefahrten  erledigt.  Sämtliche
taktischen  Anordnungen  aber  waren  unter  der  Annahme  getroffen,
daß  die  Engländer  gleich  zu  Anfang  des  Kampfes  versuchen  würden,
in  die  deutsche  Zucht  einzudringen.  Ceider  aber  taten  sie  das  nicht,
sondern  hielten  ihre  Flotte  wohlweislich  zurück,  in  der  richtigen
Überzeugung,  daß  jeder  Vorstoß  der  Deutschen,  ob  nach  Westen  oder
nach  Norden,  deren  Rückzugsstraße  bedrohen  mußte,  daß  aber  ein
Surückhalten  der  englischen  Klotte  im  Norden  Schottlands  die  Sperrung
  der  Nord-  und  Cstsee  ebensogut  gewährleisten  konnte,  wie
eine  unmittelbare  Zlockade,  wenn  leichte  Streitkräfte  dauernd  den
Feind  beobachteten  und  ebensolche  mit  Unterstützung  stärkerer  Schiffe
den  Kanal  von  Dover  sperrten,  der  für  die  Engländer  notwendig
war,  um  die  Derbindung  mit  ihrer  Armee  zu  unterhalten.  Der