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englischen  Küste  gelegt.  Derluste  vor  dem  Feinde  waren  überhaupt
nicht  eingetreten.  Nur  war  bei  der  RZückkehr  von  der  Beschießung
von  Uarmouth  der  Kreuzer  „Vorck“,  eines  der  neueren  Schiffe,  auf
eine  deutsche  Mine  gelaufen  und  in  die  Luft  geflogen.  Dieser
Derlust  war  allerdings  schmerzlich.  Schlimmer  aber  noch  war  es,
daß  bei  dieser  Gelegenheit  versäumt  wurde,  die  englische  Schlachtflotte
  erheblich  zu  schwächen,  wozu  die  Möglichkeit  gegeben  war.
Den  deutschen  Schlachtkreuzern  war  die  gesamte  deutsche  Flotte
gefolgt,  hatte  aber  nach  einiger  Zeit  wieder  kehrtgemacht.  Wäre  sie
nur  noch  kurze  Seit  geradeaus  geblieben,  so  hätte  sie  den  Kurs  des
II.  englischen  Schlachtgeschwaders,  das  mit  dem  l.  Schlachtkreuzergeschwader
  unterwegs  war,  gekreuzt,  und  dann  wäre  es  zweifellos  zu
dem  lange  ersehnten  Susammenstoß  zwischen  englischen  Teilkräften
und  der  deutschen  Schlachtflotte  gekommen.  Der  Erfolg  wäre  nicht
zweifelhaft  gewesen.  So  hatten  die  Deutschen  nur  eine  versäumte
Gelegenheit  mehr  zu  buchen.  Die  Engländer  aber  abnten  nicht,
welcher  Gefahr  sie  entronnen  waren.  Dagegen  rief  man  in  ganz
England  ungeduldig  um  Dergeltung,  da  die  deutsche  Artillerie  bei
den  Unternehmungen  der  Flotte,  abgesehen  von  bedeutendem  WMaterialschaden,
  auch  unter  der  Sivilbevölkerung  nicht  unerbebliche  Opfer
gefordert  hatte.

Wenn  auch  diese  Unternehmungen  ohne  nachweisbaren  strategischen
  Erfolg  blieben,  so  bedeuteten  sie  doch  an  und  für  sich  eine
nicht  unbedeutende  Schädigung  Englands.  Die  englische  Flotte  freilich
  vermochten  sie  nicht  aus  ihren  Schlupfwinkeln  zu  locken.

Eine  nachhaltigere  Wirkung  vermochte  auch  die  Tätigkeit  des
deutschen  Kreuzergeschwaders  unter  dem  Admiral  Grafen  Spee
und  der  deutschen  Kreuzer  nicht  auszuüben,  obgleich  sie  die  deutsche
Unternehmungslust  und  den  deutschen  Hampfgeist  hell  erstrahlen
ließen  und  Taten  zuwege  brachten,  wie  sie  kein  anderes  Dolk  zu
leisten  imstande  war  oder  wenigstens  geleistet  hat.

Graf  Spee,  der  sich,  als  der  Krieg  ausbrach,  auf  der  ostasiatischen
  Station  befand,  verlieh  am  15.  August  das  Atoll  Hagan  mit
den  beiden  Großen  Kreuzern  „Scharnhorst“  und  „Gneisenau“  und
den  Kleinen  Kreuzern  „Nürnberg“  und  „SEmden“,  von  denen  der
letztere  unter  Korvettenkapitän  von  Müller  unterwegs  bereits  den
russischen  Dampfer  „Rezan“  aufgebracht  hatte.  Es  folgten  ihm
neun  Troßdampfer  unter  dem  Hilfskreuzer  „Hrinz  Eitel  Friedrich“.
Sein  Plan  war,  sich  um  das  Kap  Horn  Berum  nach  Europa  durchzuschlagen
  und  unterwegs  dem  Feinde  nach  Möglichkeit  Abbruch  zu
tun.  Mur  den  Kreuzer  „Emden“  entließ  er  am  l#  August  aus  seinem
Derbande,  um  in  Ostasien  dem  Kreuzerkrieg  obzuliegen.  Dessen  Laufbahn
  war  verhältnismäßig  kurz,  aber  ruhmvoller  als  die  irgendeines
anderen  Schiffes.  Seiner  Taten  sei  deshalb  hier  kurz  Erwähnung
getan.