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Zunãächst  wandte  sich  Müller  gegen  Indien  und  den  Dampferweg
Kalkutta—Teplon  versenkte  sechs  Dampfer  und  sandte  deren  Besatzungen
  mit  dem  siebenten  nach  Kalkutta;  dann  schoß  er  die  Hetroleumtürme
  der  Birmanischen  Glkompanie  auf  der  Reede  von  Madras
in  Brand  und  versenkte  vor  Cevlon  vier  wertvolle  Dampfer,  deren
Besatzungen  er  mit  dem  fünften  nach  Colombo  sandte.  Als  daraufbin
die  britische  Admiralität  alle  Kriegsschiffe  zwischen  Aden  und  Singapore
zur  Jagd  auf  das  gefährliche  Kaperschiff  aufrief,  war  „Emden"“  plötzlich
verschwunden.  Das  Schiff  war  bei  der  weltabgelegenen  englischen
Koralleninsel  Diego  Garcia  zu  Anker  gegangen.  Der  Kapitän  hatte  den
Einwohnern,  die  von  dem  Kriege  noch  nichts  wußten,  weisgemacht,
er  manövriere  gemeinsam  mit  der  englischen  Flotte,  und  war,  nachdem
  er  Kiel  und  Kessel  gereinigt  und  Kohlen  eingenommen  hatte,
wieder  in  See  gegangen.  Er  wandte  sich  nach  der  Westküste  Indiens.
und  lähmte  den  indischen  Handel  durch  die  Vernichtung  von  fünf
weiteren  Dampfern.  Englischerseits  wurde  der  durch  dies  eine  Schiff
verursachte  Schaden  auf  2211000  Pfund  Sterling  berechnet.  Tun
setzte  „Emden“  einen  vierten  künstlichen  Schornstein  auf  und  drang,
derart  unkenntlich  gemacht,  unbeanstandet  in  den  Hafen  von  Henang
ein,  wo  sie  den  russischen  Kreuzer  „Jemtschuck“  vernichtete,  bei  der
Ausfahrt  aber  das  gerade  von  einer  Kreuzertour  heimkehrende  französische
  Kanonenboot  „Mousquet“  versenkte.  Dann  fuhr  Müller  an
der  Südwestküste  Sumatras  entlang,  um  auf  den  Kokos=  und  Keelinginseln
  die  Kabel  zu  zerschneiden  und  die  Funkwarte  zu  zerstören.
  Bei  dieser  Arbeit  wurde  er  am  0.  Rovember  von  dem  anstralischen
  Kreuzer  „Sidnev“,  der  telegraphisch  zur  Hilfe  Berbeigerufen
worden  war,  überrascht  und  musßte  sich  nach  tapferer  Gegenwehr
gefangengeben.  Das  Landungskorps  der  „Emden“  aber  entkam  auf
dem  alten  Schoner  „Ayesha“,  der  abgetakelt  im  Hafen  lag.  Die
Reimkehr  dieser  Leute  unter  dem  Kapitänleutnant  von  Mücke  ist
eine  wahre  Odyssee,  die  hier  zu  lang  zu  erzählen  wäre,  aber  an
Reldenmut  ihresgleichen  sucht.  Genug,  daß  alle  Leute  mit  der
letzten  Klagge  der  „Emden“  über  Konstantinopel  heimkehrten.
Unterdessen  hatte  Graf  Spee  den  in  „Kormoran“  verwandelten
und  als  Kreuzer  ausgestatteten  Russen  „Rezan“  an  sich  gezogen  undhatte
  ihn  sowie  den  Hilfskreuzer  „Eitel  Friedrich“  zu  Kreuzfahrten
in  der  Südsee  bestimmt.  Er  hatte  dann  die  Eroberung  Samoas  durch
die  Australier  erfahren,  hatte  vergebens  versucht,  feindliche  Schiffe
im  Hafen  von  Apia  zu  überraschen,  und  war  dann  vor  Hapeete  erschienen,
  dem  Zafen  der  französischen  Znsel  Tahiti.  Hier  hatte  er
das  französische  Kanonenboot  „Selée“  in  den  Grund  gebohrt  und
die  Stadt  zum  Teil  in  Brand  geschossen.  Dann  war  er  mehrere
Tage  in  Nukahiwa,  einer  der  französischen  Marquesasinseln,  verblieben,
  hatte  dort  den  Troß  wieder  an  sich  gezogen  und  war  schließlich
  nach  der  Gsterinsel  gesteuert,  wo  er  sich  mit  den  Kleinen  Kreuzern
„Ceipzig“  und  „Dresden“  vereinigte.  So  hatte  er  jetzt  sein  ganzes-