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inseln  zusteuerten,  trafen  sie  auf  weit  überlegene  Streitkräfte,  denen  sie
nicht  entrinnen  konnten,  da  sie  an  Schnelligkeit  weit  unterlegen  waren.
So  nahmen  sie  den  Kampf  an  und  wurden  vernichtet.  Mit  wehender
  Slagge  gingen  die  deutschen  Schiffe  auf  den  Grund  des  Meeres.
Auch  „Ceipzig“  und  „Nürnberg“  wurden  versenkt,  erstere  nachdem
sie  früher  drei  englische  Dampfer  vernichtet  hatte.  Mur  „Dresden“
  gelang  es  zu  entkommen,  um  später  —  am  14.  Wärz  1015  —
in  einem  neutralen  Hafen  der  Juan-Fernandez-Gruppe  von  überlegenen
  englischen  Streitkräften  angegriffen,  von  der  eigenen  Besatzung
  in  die  Luft  gesprengt  zu  werden.  Auch  „Karlsruhe“  war
am  4.  Movember  1014  infolge  einer  Explosion  der  Hulver=  und
Torpedokammern  auf  offener  See  zugrunde  gegangen,  nachdem  sie
dem  Feinde  durch  Dersenkung  von  le  Schiffen  erkeblichen  Schaden
getan  hatte  und  „Königsberg“  wurde  schon  vom  30.  GEktober  ab
in  der  Mündung  des  Rufidji  blockiert,  wohin  sich  der  Kreuzer,  um
ruhig  Kohlen  nehmen  zu  können,  begeben  hatte.  So  war  das  Weer
am  Ende  des  ersten  Kriegsjahres  —  nachdem  auch  das  Kanonenboot
„Geier“  sich  in  Konolulu  den  Amerikanern  ergeben  hatte  —  von
deutschen  Kreuzern  frei.  Sie  hatten  sich  gegen  erdrückende  UÜbermacht,
trotz  heldenhafter  Gegenwehr,  nicht  zu  halten  vermocht:  dem  Feinde
aber  hatten  sie  unberechenbaren  Schaden  zugefügt.  Der  Hilfskrenzer
„Kronprinz  Wilhelm“  hatte  14  feindliche  Schiffe  unschädlich  gemacht,
der  „HOrinz  Eitel  Friedrich“  I1.

Mittlerweile  war  der  Kleinkampf  in  den  deutschen  Meeren
weitergegangen;  ein  größeres  Treffen  aber  hatte  nicht  stattgefunden.
In  der  Cstsee  beschränkten  sich  die  Russen  darauf,  die  Küsten  Kurlands,
  Livlands  und  Finnlands  zu  decken  und  ab  und  zu  Ausfälle
zu  machen.  Bei  einem  solchen  ging  der  Kreuzer  „Hallada“  durch
einen  Torpedoschuß  am  lI.  Oktober  zugrunde.  Die  Deutschen  selbst
hoatten  den  Kleinen  Kreuzer  „Magdeburg“  in  der  Nähe  von  Baltischport
  schon  am  26.  August  dadurch  verloren,  daß  das  Schiff  auf
Felsen  festgekommen  und  die  Besatzung  infolgedessen  gezwungen  war,
es  selbst  zu  sprengen.  Im  übrigen  arbeiteten  die  Russen  eifrig  an
der  Derstärkung  ihres  Ostseegeschwaders,  um  im  kommenden  Frübjahr
mit  6  Cinienschiffen,  6  Hanzerkreuzern,  80  Serstörern  und  12  Tauchbooten,
  die  zum  Teil  englisch  waren,  den  Kampf  eröffnen  zu  können.
Die  Deutschen  andererseits  vermochten  den  Cstseehandel  so  gut
wie  ganz  aufrechtzuerhalten.  Diel  blutiger  ging  es  in  der  Nordsee  her.

Schon  am  25.  Dezember  1014  suchten  die  Engländer  die  deutsche
Weihnachtsfreude  dadurch  zu  stören,  daß  sie  die  deutsche  Küste  von  der
Cuft  aus  angriffen.  Sie  durchbrachen  die  Belgoländer  Sperre  und
setzten  Wasserflugzeuge  aus,  die  den  Auftrag  hatten,  die  Küstenbatterien
  und  die  Anlagen  von  Kuxhaven  zu  zerstören.  Sie  erreichten  aber
nicht  ihr  Siel,  sondern  verflogen  sich  im  Nebel.  Sechs  Flugzeuge
gingen  verloren.  Am  15.  Jannar  19015  erschienen  darauf  zum  erstenmal
  deutsche  Klugzeuge  über  England  und  verbreiteten  unter  der