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seite  auf  dem  Wasser.  Admiral  Beatty  hatte  sein  Flaggschiff  „Cion“
mit  der  „Orinceß  Roval“  vertauscht  und  drehte  jetzt  nach  Torden  ab,
da  „Lion“  und  „Tiger“  aus  dem  Gefechte  ausscheiden  mußten  und
letzterer  sich  nur  mühsam  der  deutschen  Torpedos  erwehrte.  So
wurde  das  Gefecht  abgebrochen  und  endete  eigentlich  unentschieden;
man  gewinnt  aber  den  Eindruck,  daß  die  Deutschen  des  Gegners  Berr
geworden  wären,  wenn  sie,  die  Wirkung  der  eigenen  Artillerie  erkennend,
  den  Kampf  fortgesetzt  hätten.  Der  Derlust  des  „Blücher“
hatfe  ihre  Kampfkraft  keineswegs  gebrochen.  Nur  der  „Sevdlitz“,
gegen  den  zeitweilig  „LCion“  und  „Tiger“  zusammengewirkt  hatten,
war  einigermaßen  schwer  getroffen.  Das  Material  widerstand  aber
der  englischen  Artillerie  so  vorzüglich,  daß  er  trotzdem  mit  eigener
Maschinenkraft  bei  dem  Geschwader  bleiben  konnte.  Die  anderen
Schiffe  waren  kaum  verletzt;  aber  einer  der  Kleinen  Kreuzer  hatte
gelitten.

Unterdes  hatten  die  Unterseeboote  ihre  Streifzüge  fortgesetzt.
Außer  den  bereits  genannten  Schiffen  waren  ihnen  an  Kriegsschiffen
der  Kleine  Kreuzer  „Hathfinder“,  das  englische  U-Boot  „E3“,  das
Kanonenboot  „Niger“  und  endlich  sogar  das  Linienschiff  „Kormidable“
zum  GOpfer  gefallen.  Als  dann  die  flandrische  Küste  erobert  worden
war,  Ratte  man  besonders  kleine  U-Boote  in  Bestellung  gegeben,
die  leicht  mit  der  Bahn  dorthin  gebracht  werden,  aber  nicht  vor  Juni
1015  zum  Tragen  kommen  konnten,  und  hatte  Seebrügge  zum  U-Zoot-Hafen
  ausersehen.  „Formidable“  war  von  dort  aus  versenkt  worden.

Allmählich  aber  hatte  man  deutscherseits  ein  Doppeltes  erkannt.
Erstens,  daß  man  mit  den  U-Booten  viel  mehr  erreichen  und  den
Krieg  viel  unmittelbarer  beeinflussen  könne,  wenn  man,  statt  auf
Kriegsschiffe  zu  fahnden,  sich  hauptsächlich  gegen  den  englischen
Handel  wendete  und  dadurch  die  Volksernährung  Englands  zu  erschweren
  suchte;  zweitens  aber,  daß  die  U-Boote  nicht  in  der  Lage
seien,  den  Kaperkrieg  nach  den  Regeln  zu  führen,  die  international
festgesetzt  seien  und  nach  denen  das  versenkende  Schiff  die  Pflicht
hatte,  die  Besatzung  des  versenkten  zu  retten.  Die  U-Boote  hatten
selten  die  Möglichkeit,  diese  aufzunehmen.  Andererseits  lag  die
Gefahr  nahe,  selbst  zerstört  zu  werden,  wenn  die  ZRandelsschiffe  bewaffnet
  würden  und  sich  gegen  das  auftauchende  U-Boot  wenden
konnten.  Sndlich  war  ein  wirklich  genügendes  Ergebnis  nur  zu
erreichen,  wenn  man  die  feindlichen  Schiffe  vernichten  konnte,  ohne
sich  selbst  sehen  zu  lassen  und  die  damit  verbundenen  Gefahren  herauszufordern.
  So  war  in  der  U-Boot-Klotte  vielfach  die  Ansicht
vertreten,  daß  man  zum  HZandelskriege  übergehen  müsse,  ohne  an  die
Grundsätze  des  Krenzerkrieges  gebunden  zu  sein,  um  so  mehr,  da
die  U-Boote  eine  neue  Kampfmethode  geschaffen  hatten,  die  bei  den
für  den  Kreuzerkrieg  gegebenen  Regeln  noch  nicht  berücksichtigt  worden
  war.  Man  konnte  darüber  um  so  sachverständiger  urteilen,  da
bereits  eine  Menge  Schiffe  nach  den  Regeln  des  Kreuzerkrieges  von