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ist  es,  daß  bei  vielen  Gelegenheiten  die  Schlachtflotte  mit  Vorteil  eingesetzt
  werden  konnte  und  ihr  Stärkeverhkältnis  zur  englischen  allmählich
  hätte  verbessert  werden  können.  Auf  ein  Kriegsmittel,  wie
es  die  Klotte  war,  ganz  zu  verzichten,  war  um  so  weniger  gerechtfertigt,
  als  die  englische  Schlachtflotte  mit  ihren  modernsten  Schiffen
als  Fleet  in  beeing  bei  den  Orknevinseln  im  Norden  Schottlands  verblieb
  und  es  sich  so  selbst  unmöglich  machte,  überraschend  in  der
Nordsee  oder  gar  im  Kanal  zu  erscheinen,  während  die  deutsche  ver-Bältnismäßig
  kurze  Wege  zurückzulegen  hatte,  wenn  sie  gegen  die
Engländer  vorstoßen  wollte,  sobald  diese  in  dem  südlichen  Teile  der
Nordsee  erschienen.  Wenn  man  die  U-Bocte  gleichzeitig  auf  den
Klanken  verwendete,  um  gegen  das  plötzliche  Erscheinen  feindlicher
Schiffe  gesichert  zu  sein,  so  konnten  erhebliche  Ergebnisse  erzielt
werden.  Sudem  wissen  wir  jetzt,  daß  die  englische  Klotte  am  Anfang
noch  nicht  so  schlagfertig  war  wie  später,  und  daß  daher  in  dieser
Heriode  die  Deutschen  sehr  große  Erfolgsaussichten  gehabt  hätten.
Anstatt  aber  diese  Gunst  der  Derhältnisse,  die  damals  freilich  noch
nicht  allgemein  so  erkannt  war  wie  heute,  auszunutzen,  ließ  man  die
Flotte  ruhig  liegen,  ohne  sich  ihrer  zu  bedienen;  ein  neuer  Beweis
dafür,  daß  im  Kriege  nur  dem  das  Glück  lächelt,  der  im  richtigen
lünsend  zu  wagen  versteht,  ohne  die  nötige  Dorsicht  außer  acht  zu
assen.

Im  Gegensatz  aber  zu  dieser  durch  nichts  berechtigten  Vorsicht,
die  den  Deutschen  den  Verlust  zahlreicher  Schiffe  ohne  irgendeinen
Dorteil  einbrachte,  entschloß  man  sich  andererseits,  den  englischen
Handel  mit  allen  zur  Derfügung  stehenden  Mitteln,  d.  h.  mit  allen
vorhandenen  U-Bocten  energisch  zu  bekämpfen,  ohne  für  einen  entsprechenden
  Ausbau  der  U-Boot-Klottille  zu  sorgen.

Als  man  den  uneingeschränkten  Handelskrieg  im  Februar  1015
begann,  hatte  sich  die  Zahl  der  verwendbaren  Boote  nur  um  4  vermehrt;
  in  der  Nordsee  befanden  sich  demnach  nur  23  Boote,  von
denen  ein  Teil  noch  Hetroleummotoren  führte,  in  der  Ostsee  7.  Im
Bau  waren,  einschließlich  der  für  Klandern  bestellten,  42  große  und
ler  kleine  Boote.  Die  meisten  von  ihnen  waren  aber  erst  Anfang  1015
in  Auftrag  gegeben.  Da  aber  die  Banzeit  der  großen  Boote  18  Monate
  dauerte,  war  an  einen  rechtzeitigen  Ersatz  etwa  verlorener
Boote  nicht  zu  denken.  Auch  die  nötige  Einrichtung  von  Reparaturwerkstätten
  sowie  die  Bereitstellung  der  Besatzungen  und  des  technischen
  Baupersonals  wurden  nicht  in  großzügiger  Weise  in  Angriff
genommen.  Der  Grund  ist  wohl  darin  zu  suchen,  daß  Großadmiral
von  Tirpitz  damals  immer  noch  hoffte,  den  Einsatz  der  Gesamtflotte
in  Susammenarbeit  mit  den  U-Booten  erreichen  zu  können,  und  daher
  die  Einstellung  aller  Betriebe  auf  den  reinen  U--Boot-Krieg  und
die  Bergabe  großer  Sahlen  an  Offizieren  und  Mannschaften  seitens
der  Flotte  zur  Bemannung  der  vermehrten  U-Boote  noch  nicht  ins
Auge  faßte.  Eins  aber  steht  fest:  Durch  das  lange  Sögern  mit  dem