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Franzosen  also  von  gleicher  Wichtigkeit.  Die  letzteren  bereiteten  demnach
  seine  Wiedereroberung  vor,  indem  sie  zahlreiche  Batterien  gegen
den  Berg  in  Stellung  brachten  und  bedeutende  Kräfte  gegen  ihn
ansammelten.  Wochenlang  tobte  der  Kampf.  Die  ersten  Sturmversuche,
  die  am  26.  Februar  1015  und  am  5.  März  erfolgten,  brachten
  den  Franzosen  nur  geringen  Erfolg.  Bis  zum  17.  März  aber
umspannten  sie  von  drei  Seiten  die  beiden  Landwehrbataillone,  die
den  Gipfel  verteidigten,  und  am  24.  gelang  es  ihnen  endlich  nach
blutigem  Ringen  sich  der  entscheidenden  Höhe  zu  bemächtigen,  während
  die  Deutschen  an  dem  Hange  dicht  unter  dem  verlorenen  Gipfel
liegen  blieben;  die  Franzosen  aber  konnten  wieder  in  die  Rheinebene
hinabspähen.

Während  der  Kämpfe  um  den  Hartmannsweiler  Kopf  hatten
diese,  um  ihre  linke  Klanke  und  ihre  Artillerie  zu  sichern,  zugleich  am
Sudelkopf  angegriffen.  Hier  aber  behaupteten  die  Deutschen  —  es
war  das  württembergische  Landwehrregiment  123  —  ihre  Stellungen
in  hartnäckigen  Gefechten,  die  sich  vom  1l.  bis  25.  Februar  hinzogen.
  Su  gleicher  Seit  eroberten  sie,  indem  sie  hier  angriffsweise
vorgingen,  die  Dörfer  Sengern  und  Hilsen  und  verlegten  den  Gegnern
  damit  den  Abstieg  in  das  Lauchtal.  Dieser  Angriff  aber  stand  in
Verbindung  mit  dem  Angriff  um  den  Reichsackerkopf,  einen  der  bedentendsten
  Gebirgskämpfe  in  den  Vogesen.

Schon  Anfang  August  1914  war  General  Zataille  mit  starken
Kräften  über  Münster  auf  Kolmar  vorgegangen,  hatte  aber  noch  vor
dieser  Stadt  kehrtgemacht  und  war  zurückgegangen,  als  Castelnau

und  Dubail  am  20.  August  in  LCothringen  glhlagen  worden  waren
und  sowohl  den  Donon  wie  den  Col  du  Bonhomme  geräumt  hatten.
Uur  die  Alpenjäger  waren  zurückgeblieben  und  allmählich  auf
40  Bataillone  verstärkt  worden.  Sie  lagen  Mitte  Februar  1015  rings
um  Münster,  das  von  den  Deutschen  besetzt  war,  und  bedrohten
dauernd  die  deutschen  Talstellungen.  Die  Mitte  ihrer  Aufstellung
bildete  der  Reichsackerkopf,  der  den  Schluchtpaß  deckte.  Rechts  und
links  war  sie  auf  den  Bergen  abgestützt.  Es  kam  für  die  Deutschen
darauf  an,  sich  des  beherrschenden  Berges  im  Sentrum  zu  bemächtigen.
  Da  aber  zu  dieser  Seit  nicht  nur  am  Sudelkopf  und  am  Bilsenfirst,
  sondern  auch  bei  Lusse  westlich  des  Col  du  Bonhomme  gefochten
wurde,  wo  die  Deutschen  am  19.  Februar  eine  Höhe  auf  dem  Westhange
  des  Gebirges  bei  Lusse  stürmten,  wurde  ihnen  der  Hauptangriff
  im  Münstertal  nicht  unwesentlich  erleichtert,  da  die  erwähnten
Kämpfe  feindliche  Kräfte  banden.  Nichtsdestoweniger  war  das  Unternehmen
  gewagt.  Am  gleichen  Tage  wie  der  Angriff  bei  Lusse
sollte  der  Sturm  stattfinden.  Truppen  dazu  waren  vorhanden,  denn
mittlerweile  war  die  Armeeabteilung  Gaede  um  eineinhalb  Divisionen
verstärkt  worden,  um  ein  Festsetzen  der  Franzosen  auf  dem  östlichen
Gebirgshange  und  ein  Vordringen  nach  Mülhausen  zu  verhindern,  so
daß  sie  jetzt  nach  Teugliederung  der  Landwehrverbände  fünf  Divisionen