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stark  war.  Von  ihnen  rechts  trat  die  aus  Schwaben  gebildete  6.  Candwehrdivision,
  links  die  8.  bayerische  Reservedivision  an.  Der  rechte
Slũgel  sollte  vom  Hörnleskopf  bis  Haslach  gegen  die  Nordflanke  der
Franzosen  vorgehen,  der  stärkere  linke  Klügel,  der  durch  das  Cauchtal
vormarschierte,  gegen  den  Reichsackerkopf.  Es  war  auf  eine  Umfassung
des  feindlichen  rechten  Klügels  abgesehen.  Beide  Angriffe  kamen
zunächst  zum  Stehen.  Als  aber  die  deutsche  Artillerie  die  Oberhand
gewann,  gelang  es  in  tagelangem  Ringen  die  Kuppe  des  Reichsackerkopfes
  zu  nehmen.  Die  Franzosen  behaupteten  zwar  die  Riegelstellungen
  bei  Sulzeren  und  Ampfersbach,  die  den  Deutschen  den
Aufstieg  an  den  Flanken  des  waldigen  Schluchtmassivs  verwehrten,
diese  aber  hatten  die  Linie  Barrenkopf—Stoßweier—Reichsackerkopf
sowie  die  Südhänge  des  Sattelkopfes  und  das  Große  Fecht-Tal  genommen.
  Die  fortwährende  Bedrohung  von  Münster  war  gebrochen.
Am  24.  Februar  hörten  die  Kämpfe  allmählich  auf.  Am  5.  März
begann  die  Ablösung  der  Sturmtruppen,  und  am  6.  März  rückte  die
bavperische  Reservedivision  nach  Kolmar  ab.  Landsturmtruppen  besetzten
  die  eroberten  Böhen.  Diesen  Augenblick  aber  benutzten  die
Franzosen  zum  Gegenstoß.  Die  Landstürmer  leisteten  zwar  verzweifelten
  Widerstand;  dennoch  aber  drangen  die  Franzosen  durch,
am  Abend  pflanzten  die  Alpenjäger  ihre  Fahne  als  Sieger  auf  der
wiedereroberten  Kuppe  auf.

Der  erneute  Gefechtslärm  rief  die  Bapern  zurück;  ein  Sturm,
den  sie  am  v.  März  versuchten,  führte  nicht  zum  Siel.  Im  methodischen
  Angriff  rückten  sie  nun  gegen  die  Kuppe  vor,  und  am
10.  März  gelang  es  ihnen  endlich  —  dank  der  vorbildlichen  Tapferkeit
  des  Infanteristen  Lutz,  der  im  entscheidenden  Augenblick  seine
Kameraden  zum  Sturm  mitriß  —  die  Böhe  zu  nehmen  und  zahlreiche
Gefangene  zu  machen.  Die  Franzosen  fanden  nicht  mehr  die  Kraft
zum  Gegenstoß.  Sie  waren  zufrieden,  die  Linie  Sattelkopf—Ampfersbach—Sulzeren
  und  den  Schluchtpaß  zu  behaupten.  Die  Deutschen
aber  blieben  fortan  im  Besitz  des  Reichsackerkopfes.

Richt  weniger  blutig  und  noch  erfolgreicher  waren  die  Kämpfe
bei  der  Armeeabteilung  Falkenhausen.  Sie  hielt  mit  der  I.  baverischen
Landwehrdivision,  hinter  deren  rechtem  Flügel  die  7.  Kavalleriedivision,
  gestaffelt  war,  den  Rhein-Marne-Kanal  in  der  Gegend
von  Lagarde;  die  Saarburger  TLücke  war  durch  die  10.  Ersatzdivision
verschlossen.  Es  folgte  dann  die  84.  Landwehrbrigade,  die  den
Donon  besetzt  hielt  und  mit  Hosten  bis  zur  Plaine  herabgestiegen
war,  in  der  Mitte  focht  das  XV.  Reservekorps,  und  den  äußersten
linken  Klügel  bildete  die  LCandwehrbrigade  Ferling  am  Col  du  Bonhomme.
  Die  Franzosen  ihrerseits  hatten  ihre  Hauptstellung  zwischen
dem  Rhein-Marne-Kanal  und  der  Hlaine  auf  dem  Bochlande  von
Monden  und  Harroy,  und  ein  weit  verzweigtes  Grabennetz  bis  gegen
Tirey  vorgeschoben,  so  daß  sie  den  Susammenhang  zwischen  der
10.  Ersatzdivision  und  der  84.  Landwehrbrigade  gefährdeten.  Gene-