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Mittlerweile  hatte  auch  die  Armee  Gallwitz  schwere  Kämpfe  zu
bestehen.  Sunächst  suchte  sie  die  Russen  bei  Hraschuvsch  doppelseitig
  zu  umfassen,  deckte  sich  gegen  den  Orzyc  durch  schwache  Abteilungen
  und  nahm  die  Stadt  durch  rasches  Sufassen  schon  am
24.  Februar  1015,  nachdem  schon  vorher  die  Cinie  plozk—Dobrin—
Radzienen  besetzt  worden  war.  Doch  schon  am  22.  mußte  die  Stadt
vor  sehr  überlegenen  Kräften  wieder  geräumt  werden,  und  Gallwitz
  mußte  auf  die  Linie  Mlawa—Chorzele  zurückgehen,  nachdem
er  bei  Hraschuysch  zwar  reiche  Beute  gemacht  und  etwa  10000
Mann  gefangengenommen,  dann  aber  bei  der  Räumung  der  Stadt
und  dem  nachfolgenden  Zückzuge  ziemlich  erhebliche  Verluste  gehabt
hatte.  Jetzt  wurde  er  bei  Mlawa  und  Chorzele  am  7.  März  vergeblich
  angegriffen  und  ging  siegreich  aus  dem  schwierigen  Feldzuge
  hervor.  «

Während  so  an  der  ganzen  Südgrenze  Hreußens  erbittert  gefochten
  wurde,  ohne  daß  die  Russen  ihren  Sweck  auch  nur  annähernd
erreichten,  hatte  auch  die  10.  russische  Armee  ihre  Teuaufstellung
vollendet  und  brach  zu  neuer  Offensive  mit  vier  Armeekorps  vor.
Sie  marschierte  zunächst  über  Kopciowo,  Sopokinie,  Cipsk  und
Schtabin  auf  Augustow  und  Suwalki.  Die  Russen  hatten  die  Absicht,
Eichhorns  linken  Flügel  zu  umfassen,  waren  daher  mit  dem  rechten
Slügelkorps  vor  Glita  aufmarschiert,  und  gingen  von  dort  gegen  die
offene  Slanke  der  10.  Armee  vor.  Eichhorn  aber  wußte  sich  ihnen
zu  entziehen.  Während  er  mit  dem  rechten  Flügel  zunächst  auswich,
schob  er  seinen  linken  unbemerkt  nach  Kalwarja  und  Mariampol
und  ging  am  9.  März  von  Norden  her  überraschend  zur  Gegenoffensive
  vor.  Sein  Stoß  traf  das  III.  russische  Korps,  das  am
rechten  Klügel  marschierte,  in  der  vollen  rechten  Flanke  und  warf
es  über  den  Raufen.  Es  eilte  in  überstürzter  Weise  auf  Glita  zurück
und  gab  dadurch  auch  die  Flanke  des  daneben  marschierenden
II.  Korps  preis,  das  demnächst  auch  das  Feld  räumen  mußte.  Sugleich
  war  auch  die  Mitte  der  Deutschen  zum  Angriff  übergegangen.
Die  russische  Armee  lief  Gefahr,  durch  diese  Kämpfe  in  der  Front
gefesselt  und  dann  vom  rechten  Flügel  aus  vernichtet  zu  werden.
Dagegen  half  nur  schleunigste  Klucht.  Am  10.  März  brachen  daher
die  Russen  den  Kampf  ab  und  gingen  fluchtartig  gegen  den  Rjemen
zurück.  Eichhorn  drängte  nach,  stürmte  in  der  Nacht  vom  UI.  zum
12.  Kopciowo,  wo  die  russische  Nachhut  die  Waffen  streckte,  warf
den  linken  russischen  Klügel  in  die  Bobrfümpfe  und  bezog  eine  vorbereitete
  Derteidigungsstellung  in  der  Cinie  Augustow—ilwiszki—
Jaki.  Da  zugleich  am  15.  und  16.  März  russische  Vorstöße  bei
Praschnysch  sowie  zwischen  Schkwa  und  Orzyc  scheiterten,  verloren
die  russischen  Kämpfe  Susammenhang  und  srrategische  Bedeutung.
Sie  dauerten  zwar  noch  in  den  letzten  Märztagen  und  im  April  an,
hatten  aber  überall  nur  ein  örtliches  Interesse.  Die  Russen  be-Raupteten
  sich  zwar  vorwärts  des  Marew  und  des  Mijemen,  anderer-