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seits  aber  verteidigten  die  Deutschen  erfolgreich  die  ostpreußische
Grenze.  Nur  im  äußersten  Nordosten  betraten  die  Russen  nochmals
vorübergehend  preußisches  Gebiet.

Hier  hatte  General  Apuchtin,  der  wahrscheinlich  mit  der  10.  Armee
  gleichzeitig  in  Hreußen  einbrechen  sollte,  aber  ein  einigermaßen
starkes  Kotps  aus  Truppen  zweiter  Linie  —  Reichswehr,  Ersatztruppen
  und  ähnlichem  —  erst  sehr  allmählich  zusammengebracht
hatte,  am  15.  März  in  zwei  Kolonnen,  deren  jede  acht  bis  zehn  Bataillone,
  einige  Geschütze  und  irreguläre  Kavallerie  stark  war,  den
Dormarsch  gegen  Memel  und  Tilsit  angetreten.  Memel  wurde  am
18.  März  genommen  und  geplündert,  bei  Lausargen  aber,  an  der
Straße  nach  Tilsit,  trat  der  Landsturm  opfermutig  den  aus  Tauroggen
  vorbrechenden  Russen  entgegen.  In  Rönigsberg  hatte  der
Kommandant,  General  von  Happritz,  auf  diese  Nachrichten  hin  einige
Ersatzbataillone  in  Bewegung  gesetzt  und  traf  noch  rechtzeitig  ein,
um  wenigstens  Tilsit  zu  retten.  Memel  wurde  vor  seinen  angreifenden
  Truppen  schon  am  22.  März  wieder  geräumt,  und  die
dortigen  russischen  Streitkräfte  erlitten  auf  dem  Rückzuge  schwere
Derluste,  auch  durch  das  Feuer  deutscher  Kriegsschiffe,  die  nabe
an  das  Ufer  herangekommen  waren  und  die  Uferstraße  beherrschten;
in  Tilsit  aber  vermochten  die  Russen  überhaupt  nicht  einzudringen,
sie  wurden  schon  bei  Lausargen  von  den  Ersatztruppen  und  dem
Candsturm  geschlagen  und  lösten  sich  zum  Teil  auf.

Fortan  wurde  die  6.  Kavalleriedivision  zum  Schutz  jener  Gegenden
  verwendet.  Ostpreußen  war  endgültig  vom  Feinde  befreit.

Während  aber  um  diese  Hrovinz  in  zahlreichen  Schlachten  gerungen
  wurde,  und  sich  im  mittleren  Holen  entscheidungslose  Mämpfe
abspielten,  wurde  in  Galizien  um  Sein  oder  Kichtsein  gefochten.
Der  Großfürst  wollte  jetzt  endlich  in  Ungarn  einrücken  und  den
Widerstand  der  österreichischen  Monarchie  brechen,  während  gleichzeitig
  an  den  Dardanellen  die  Verbündeten  zum  entscheidenden
Flottenangriff  rüsteten  und  in  Frankreich  Joffre  in  der  Champagneschlacht
  und  die  Engländer  bei  Cille  die  deutsche  Kront  zu  durchbrechen
  suchten.  Sobald  es  das  Wetter  irgend  erlaubte  und  seine
Dorbereitungen  fertig  waren,  ging  der  russische  Feldherr  aus  der
defensiven  Raltung,  die  er  bisher  notgedrungen  eingenommen  hatte,
zur  Offensive  über.  Er  wollte  die  Hässe  von  Wyszkow,  Uszok  und
LCupkow  dem  Feinde  entreißen,  am  Dunajec  standhalten  und  in  der
Duklasenke  den  entscheidenden  Angriffsstoß  führen.

Dem  General  Oflanzer-Baltin  gelang  es  bis  Ende  Februar  mit
Rilfe  Marschalls,  der  zeitweise  auch  österreichische  Cruppen  unter
seinem  Wommando  vereinigte,  und  seiner  5.  deutschen  Kavallerie-=division,
  die  Oruthlinie  zu  behaupten  und  den  Feind  von  den  südlichen
  Karpathenpässen  und  der  Flanke  der  verbündeten  Armeen
fernzuhalten.  Die  russische  Karpathenfront  durch  Umfassung  irgend
zu  erschüttern,  hatte  er  jedoch  nicht  vermocht.  Die  deutsche  Süd-