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vallerie  zur  Verfügung  gestellt,  um  eine  Unternehmung  gegen  die
feindlichen  Derbindungen  auszuführen.  Sie  war  damals  des  ungünstigen
  Winterwetters  wegen  nicht  zur  Ausführung  gekommen.
Jetzt  brachen  die  Deutschen  mit  je  drei  Infanterie-  und  Kavalleriedivisionen
  ganz  überraschend  in  Kurland  ein,  zogen  nicht  unbedeutende
Kräfte  auf  sich,  eroberten  mit  Hilfe  der  Flotte  Libau,  das  eine  nicht
ganz  schwache  Festung  war,  und  behaupteten  sich,  nachdem  sie  verschiedene
  Gegenstöße  von  Mitau  und  Riga  aus  abgewiesen  hatten,
an  der  Windau  und  an  der  Dubissa,  Schaulen  vor  der  Front.
Mittlerweile  aber  marschierten  die  für  den  Angriff  bestimmten
Truppen  auf.

Alle  Mittel  waren  in  Bewegung  gesetzt  worden,  um  die  ganze
Operation  geheimzuhalten.  Dennoch  erfuhren  die  Russen  die
neuerliche  Ankunft  deutscher  Truppen  in  Galizien.  Sie  waren  aber
weit  entfernt  davon,  den  Angriff  einer  ganzen  Armee  zu  ahnen,
und  verstärkten  nicht  einmal  ihre  5.  Armee,  die  14  Divisionen  stark
war,  und  die  ein  ehemaliger  Bulgare,  Radko  Dimitrieff,  führte.  Ihre
Aufmerksamkeit  war  eben  durch  den  Einfall  in  Kurland,  dessen  Folgen
noch  gar  nicht  abzusehen  waren,  und  durch  die  Scheinangriffe  in
Dolen  voll  in  Anspruch  genommen.  Auch  griffen  sie  gerade  in  diesen
Tagen  die  Süd-Armee  an  und  legten  damit  starke  Kräfte  fest.

Die  eigentliche  Stoßtruppe  der  Deutschen  bildeten  zehn  Divisionen,
  von  denen  acht  dem  deutschen  Westheer  entnommen  und
zwei  österreichische  waren.  Susammen  sollten  sie  die  UI.  Armee
bilden.  Tur  die  unbedingteste  Suversicht  auf  die  Widerstandsfähigkeit
  der  Truppe  in  der  Derteidigung  konnte  eine  solche
Schwächung  der  Kräfte  im  Westen  rechtfertigen,  denn  damit  wuchs
die  feindliche  Überlegenheit  —  ganz  abgesehen  von  der  artilleristischen
  —  auf  etwa  600  Bataillone.

Aufgabe  der  Stoßarmee  war  es,  rechts  aus  der  Gegend  südlich
  Gorlice  etwa  auf  Smigrod—Dukla,  und  links  von  südlich
Gromnik  aus  vorstoßend,  die  feindliche  Cinie  zu  durchbrechen,
im  weiteren  Derlaufe  die  Karpathenfront  westlich  des  Lupkowpasses
  unhaltbar  zu  machen  und  den  Feind  so  weit  als  möglich
aus  Galizien  zu  vertreiben.  Führen  sollte  sie  Generaloberst
von  Mackensen.  Ihm  war  zugleich  die  4.  österreichische  Armee  unter
Erzherzog  Joseph  Ferdinand  unterstellt;  sie  sollte  mit  ihm  zusammen
  den  Durchstoß  ausführen  und  seine  linke  Flanke  decken.
Seine  rechte  Flanke  sollte  durch  die  S.  österreichische  Armee  gesichert
  werden,  die  mit  verstärktem  linken  Flügel  ebenfalls  vorzugehen
  hatte.  Die  4.  Armee  sollte  mit  dem  linken  FKlügel  auf  Sandomierz,
  die  U.  auf  Jaroslau,  die  3.  österreichische  gegen  die  Westund
  Südfront  der  Festung  Hrzemisl  vorgehen;  die  2.  österreichische,
die  Armeeabteilung  Szurmay  und  die  Süd-Armee  sollten  durch  Vorgehen
  auf  dem  rechten  Dujestrufer  die  Offensive  der  Russen  in  der
Bukowina  zum  Stehen  bringen.  Mit  der  Erreichung  der  San—