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Puhallo  geführt,  da  General  Boroevic  das  Kommando  in  Italien  bekommen
  hatte.  Sie  ging,  soweit  sie  nicht  nach  Italien  gefahren  wurde,
später  in  der  2.  Armee  auf.  Ihren  linken  Flügel  bildete  das  X.  Korps,
den  rechten  das  Beskidenkorps.  Sie  war  bei  Olszany  und  mit  dem
Korps  Marwitz  bei  Mvszrniec  auf  Widerstand  gestoßen,  der  am
15.  Mai  gebrochen  wurde.  Boehm--Ermolli  stieß  bei  seinem  Vorgehen
auf  eine  befestigte  Linie,  die  Jwanow  zwischen  Drzem'sl  und  den
Dujestrsümpfen  hatte  aufwerfen  lassen,  und  kam  gleich  der  5.  Armee
am  16.  Mai  zum  Stehen.  Ebenso  erging  es  der  Süd-Armee  Linsingen,
die  bei  Drohobycz  und  Stryj  auf  Befestigungen  und  starke  Kräfte  stieß
und  zunächst  nicht  weiter  konnte.  Auch  in  Holen  zeigten  sich  die  Russen
standfest.  Schon  am  16.  brachen  sie  im  Gegenstoß  zwischen  der  Armee
Dankls  und  den  Truppen  des  Generals  von  Woyrsch  ein,  der  sie
durch  ein  kühnes  Manöver  zum  Halten  brachte;  auch  General  von
Köveß,  der  an  Woyrsch'  linker  Schulter  kämpfte,  wurde  am  16.  und
18.  Mai  in  schwere  Gefechte  verwickelt;  kurz  die  ganze  Dorbewegung
der  deutschen  Armee  in  Holen  wurde,  noch  ehe  sie  Radom  besetzen
konnte,  zum  Stehen  gebracht  und  schloß  nach  wie  vor  an  der  Dilitza
an  die  Truppen  des  Oberbefehlshabers  Ost  an.  Su  der  gleichen  Seit
aber  griffen  die  Russen  vom  San=  und  Weichselwinkel  aus,  Flüsse,
die  durch  eine  Schanzenreihe  verbunden  waren,  den  rechten  Flügel
der  4.  österreichischen  Armee  und  die  Teile  der  Deutschen,  die  bei
Jaroslau  über  den  San  gegangen  waren,  an  und  kämpften  erbittert
  um  den  Sieg.  Vicht  weniger  als  14  Diovisionen  setzten  sie
bei  Jaroslau  gegen  7  der  II.  Armee  ein,  konnten  es  aber  nicht
verhindern,  daß  Emmich  Siniawa  erstürmte  und  die  übrigen  Deutschen
  und  Esterreicher  sich  siegreich  behaupteten.  Auch  am  20.  und
21.  Mai  waren  ihre  wütenden  Angriffe  vergebens.  Trotzdem  aber
drohte  der  Erzberzog,  der  täglich  angegriffen  wurde,  zu  erliegen.
Da  entschloß  sich  Mackensen,  ihn  durch  einen  Angriff  auf  Radymno
indirekt  zu  unterstützen.  Der  rechte  Klügel  der  Stellung  bei  Jaroslau
  wurde  ausgedehnt  und  die  Stadt  Radymno  auf  beiden  Ufern
angegriffen.  Sugleich  sollten  Huhallo  und  Boehm-Ermolli  den
5  unterstützen,  indem  sie  feindliche  Kräfte  durch  Angriffe
ßesselten.

Der  Angriff  gelang  in  der  geplanten  Weise.  Radymno  und  das
vorgelagerte  rechte  Sanufer  wurden  genommen.  Die  Armee  Huhallo
war  allerdings  nach  heftigem  Anlauf  zum  Stehen  gekommen,  und
Boehm-Ermolli  war  durch  einen  Angriff  der  Russen  selbst  schwer
in  Anspruch  genommen;  das  Beskidenkorps  aber  und  die  2.  österreichische
  Division  erstürmten  am  26.  die  Böhen  von  Russakow.
Trotzdem  war  die  Lage  dadurch  gefährlich  geworden,  daß  das  österreichische
  Armeeoberkommando  immer  mehr  Truppen  gegen  die
Italiener  absenden  mußte.  Don  der  1.  und  5.  Armee  eilten  die  meisten,
von  der  4.  ansehnliche  Teile  an  die  neubedrohte  Grenze.  Die  Schwächung
  der  letzteren  war  besonders  bedenklich,  weil  ein  Sieg  der  Russen