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richtung  anschließen.  Mit  sechs  Infanterie-  und  einer  Kavalleriedivision
  wollte  der  Erzherzog  den  San  überschreiten.  Fünfeinhalb
Divisionen  sollten  im  San—Heichksel-Winkel  zurückbleiben.  Vach
rechts,  wo  die  Sicherung  der  II.  Armee  der  2.  österreichischen  übertragen
  war,  wollte  General  von  Boehm-Ermolli  zehn  Dioisionen
auf  dem  linken  Flügel  ballen  und  zugleich  Cemberg  mit  seinen
Befestigungen  nördlich  umgehen.  Auch  der  linke  Flügel  der  Russen
sollte  umgangen  werden.  Alle  drei  Armeen  waren  dem  Kommando
des  Generalobersten  von  Mackensen  unterstellt,  um  die  Einheitlichkeit
der  Bewegungen  zu  gewährleisten.

Gegenüber  standen  die  3.  und  8.  russische  Armee.  Dor  der
U.  Armee  wurden  festgestellt  das  VIII.,  XII.,  XVII.,  XXIII.,  XXVIII.
und  XIX.,  ferner  das  II.  und  V.  kankasische  Korps  und  das  4.  Kavalleriekorps.
  Rechts  traten  noch  das  XXI.  und  VII.  Korps,  links
das  III.  kaukasische  Korps  vor  den  inneren  Flügeln  der  Nachbararmeen
  in  die  Erscheinung.  Das  XXIII.  hatte  neben  zwei  Ciniendivisionen
  noch  die  3.  Gardedivision  in  seinem  Verbande;  das  VIII.
und  XII.  Korps  zählten  je  fünf  Dioisionen.

Für  den  15.  Juni  war  auf  deutsch-österreichischer  Seite  alles
zum  Angriff  bereit.  Die  verbündeten  Armeen  hatten  Ende  Mai—
Anfang  Juni  in  einer  Linie  gestanden,  die  von  der  rumänischen
Grenze  über  Kolomea,  Dolina,  Strvj,  Drohobpvcz  bis  östlich  Przemysl
verlief,  dann  in  einer  Entfernung  von  etwa  20  km  östlich  um  Jaroslau
  herum  zur  Lubaczowkamündung,  um  endlich  am  Westufer
des  San  über  Rudnik  die  Weichselstadt  Tarnobrzeg  zu  erreichen.

Am  26.  Mai  hatte  die  Süd--Armee,  auf  deren  linkem  Flügel  die
ihr  unterstellte  Abteilung  des  Generals  Szurmay  kämpfte,  die  LCinie
Dolina—Stryi—Drohobvycz  angegriffen  und  war  nach  wechselvollen
Kämpfen,  nachdem  der  Feind  noch  Unterstützungen  aus  dem  Bistritztal
erhalten  Ratte,  am  4.  Juni,  also  an  dem  Tage  der  endgültigen  Einnahme
  von  Przemysl,  im  Dujestrtale  erschienen,  nachdem  sie  12  000
Gefangene  gemacht  hatte.

Unterdessen  hatten  aber  die  Russen  —  es  war  die  9.  Armee  —
Dflanzer-Baltins  7.  Armee  von  neuem  angegriffen  und  waren  bei
Sadzawka  oberhalb  Kolomea  über  den  Hruth  gedrungen.  Sie  bedrohten
  Delatyn  und  den  Jablonitzapaß,  den  alten  Tartarenweg.
Ungarn  war  von  neuem  bedroht,  und  der  Einbruch  an  dieser  Stelle
fiel  derart  mit  dem  im  San—Jeichsel-Winkel  zeitlich  zusammen,  daß
man  versucht  sein  könnte,  an  einen  inneren  Susammenhang  zu
glauben.  Esterreichische  Reserven  waren  seit  dem  italienischen  Angriff
  nicht  mehr  vorhanden;  so  blieb  nichts  übrig,  als  die  deutsche
Süd-Armee  zu  Hilfe  zu  rufen.

Diese  ließ  sich  nicht  lange  bitten,  wenmgleich  sie  sich  selbst  in  der
Front  den  größten  Gefahren  aussetzte.  Linsingen  ließ  Szurmay  in  der
Linie  Kolodrubp—Rozwadow  stehen,  griff  mit  dem  Korps  Bothmer