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Svdaczow  an,  nahm  en  5.  Juni  den  Brückenkopf  von  Surawno
und  schlug  mit  den  Korps  Hoffmann  und  Gerck,  die  er  in  die
rechte  Klanke  entsandt  hatte,  die  rasch  herumgeworfenen  russischen
Abteilungen  in  der  Linie  Sawadka-—Holpn.  Schon  am  6.  und  7.  Juni
wurden  die  Russen  abermals  geschlagen,  am  8.  wurde  Stanislau
von  den  Deutschen  besetzt  und  Balitsch  bedroht.  Linsingen  stand  im
Rücken  des  rechten  Flügels  der  9.  russischen  Armee.  Da  brach  der
russische  Angriff  gegen  die  Armee  Pflanzer-Zaltins,  der  auf  Ungarn
gezielt  hatte,  jäh  zusammen,  und  die  Russen  gingen,  verfolgt  von
den  Ssterreichern,  hinter  den  Dnjestr,  während  Marschall  von  Czernowitz
  aus  den  Feind  nach  Osten  zurückwarf.

Während  so  die  Süd-Armee  in  östlicher  Richtung  glänzende  Erfolge
  erzielte,  geriet  sie  in  der  Kront  selbst  in  Bedrängnis.

Bothmer  hatte,  rücksichtslos  vorstürmend,  den  Dnjestrstrom  überschritten
  und  war  auf  dem  linken  Ufer  vorgegangen.  Die  Russen  aber
gaben  alle  Vorteile  auf,  die  die  0.  Armee  seit  dem  8.  erstritten  Ratte,
gingen  auf  den  Dnjestr  zurück,  den  die  Esterreicher  erreichten  und
sogar  überschritten,  und  griffen  Linsingens  weit  auseinandergezogene
kKräfte  mit  UÜberlegenheit  an.  Schon  am  7.  Juni  mußte  Szurmay,
von  stärkeren  Kräften  angegriffen,  auf  Drohobycz  weichen  und  befestigte
  sich  am  8.  in  der  Linie  Bielce—Medenice—Litynia.  Am
gleichen  Tage  aber  wurde  Bothmer  von  mächtigen  Feinden  über
den  Strom  zurückgeworfen.  Den  ll.  überschritten  ihn  die  Russen.
Demgegenüber  traf  Linsingen  in  aller  Ruhe  seine  Gegenmaßregeln.
Der  rechte  Flügel  setzte  den  artilleristischen  Angriff  auf  Halitsch  fort,
kämpfte  bei  Stanislau  und  besetzte  mit  schwachen  Kräften  die
Swicamündung  und  Surawno.  Die  Hauptmasse  Bothmers  aber  fiel
schon  am  IlI.  den  Angreifern  Szurmaps  ungestüm  in  die  linke  Flanke,
so  daß  es  gelang,  den  Angriff  der  übermächtigen  Russen  am  14.  Juni
in  der  Linie  Surawno—Taissarow—Litrnia  endgültig  zum  Stehen
zu  bringen.  »

LinsingenhattedenDnjesttpreisgebenmüssenundGefangene
und  Gerät  verloren,  es  war  aber  nicht  gelungen,  seinen  linken  Flügel
zu  umfassen  und  sein  Sentrum  einzudrücken.  Den  15.  wurde  er  noch
einmal  angegriffen,  behauptete  sich  aber  im  Dujestrtal.  Immerhin
mußte  ihm  eine  neue  Derstärkung  in  Gestalt  des  X.  Reservekorps  zuteil
  werden,  um  ihn  zu  befähigen,  über  den  Strom  zu  gehen  und  die
Südflanke  von  Lemberg  anzugreifen.

Pflanzer-Baltin  aber  pflückte  die  Erfolge,  die  sich  aus  allen
diesen  Siegen  ergaben.  Er  drang  —  wie  wir  sahen  —  überall  bis  an
den  Dnujestr  vor,  überschritt  ihn  sogar  bei  Saleszczpki,  wies  alle
russischen  Gegenangriffe  ab  und  erstürmte  am  15.  Juni  den  wichtigen
  Eisenbahnpunkt  Nizniow.  ·

Auch  an  der  übrigen  Ostfront  war,  während  Mackensen  sich
zum  entscheidenden  Angriff  auf  Lemberg  bereit  machte,  überall  ge-