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fochten  worden.  In  Kurland  warf  Cauenstein  bei  Rossieni  einen
feindlichen  Angriff  zurück  und  focht  vom  8.  bis  15.  Juni  am  Windauer
  Kanal.  Bubie,  Kuze  und  Dauksze  blieben  in  deutscher  Hand.
Auch  bei  der  Kjemen-Armee  kam  es  zum  Gefecht;  bei  Szaki  und
später  bei  Dembova-Buda  warf  General  Litzmann  die  Russen  über
den  RKaufen.  Als  diese  dann  von  Olita  aus  zum  Gegenstoß  vorgingen,
wurden  sie  am  14.  Juni  an  der  Straße  Mariampol—Kowno  angegriffen
  und  geschlagen.  Am  15.  setzten  sich  die  Deutschen  in  den
gewonnenen  Cinien  fest  und  schlossen  den  Ring  enger  um  die  große
Rjemenfestung.  Ossowietz  trotzte  in  seinen  Sümpfen  noch  immer
allen  Angriffen.  Hier  wie  bei  Lomscha  und  Opstrolenka  hielten  sich
die  Gegner  im  Schach.  Im  BZefehlsbereich  des  Generals  von  Gallwitz
  hingegen  wollten  die  Kämpfe  nicht  zur  Ruhe  kommen  Die
76.  Reservedivision  war  durch  die  26.  württembergische  Division  abgelöst
  worden.  Sie  war  mit  der  5.  Division  zu  einem  Korps  Watter
zusammengeworfen  worden  und  nahm  nach  starker  Artillerievorbereitung
  am  12.  Juni  die  Kügelstellung  von  Holenka  unweit  Orzaschnysch,
  einen  bedeutsamen  Aussichtspunkt;  bald  darauf  eroberte  die
S.  Division  —  am  lk  Juni  —  die  Stellungen  bei  Jednerecec  und
der  Tzernowa  Gora  mit  der  Grzvcbrücke:  Gallwitz  schuf  sich  Ausgangsstellungen
  für  einen  etwaigen  weiteren  Sturm.  Die  Armee  des
Drinzen  Leopold,  die  um  die  26.  Division  und  das  XVII.  Korps  geschwächt
  worden  war,  verhielt  sich  verhältnismäßig  defensiv.  Am
U.  Juni  drang  ein  Teilangriff  nördlich  Bolimow  in  die  feindlichen
Linien  ein  und  konnte  trotz  aller  Gegenangriffe  nicht  zurückgeworfen
werden.  Die  Abteilung  HKöveß,  die  rechts  anschloß,  war  zwar  einige
Kilometer  bis  hart  an  Radom  heran  vorgerückt,  kam  aber  nicht  zum
Angriff.  Woyrsch  dagegen  griff  am  14.  Zuni  die  russischen  Stellungen
an  der  Opatowka  erfolgreich  an,  um  Mackensens  Armeen  zu  entlasten
  und  den  Feind  zu  fesseln.  Die  Moskauer  Grenadiere  kamen
zwar  von  Jwangorod  zur  Unterstützung  heran  und  brachten  den  Angreifer
  zum  Stehen;  weitere  Erfolge  erstrebten  sie  jedoch  nicht,  und
den  Deutschen  blieb  es  dank  ihrer  Flieger  nicht  verborgen,  daß  der
FKeind  sich  zum  Rückzuge  hinter  die  Weichsel  vorbereitete.  Der  Großfürst
  war  überall  auf  die  verteidigung  zurückgeworfen.  Diesen  TCharakter
  der  ganzen  Kriegführung  vermochte  es  auch  nicht  zu  ändern,
als  die  Russen  am  16.  Juni  im  äußersten  Süden  des  Kriegsschauplatzes
  noch  einmal  zur  Offensive  schritten.  Sie  warfen  den  äußersten
rechten  Klügel  der  Esterreicher  auf  Czernowitz  zurück.  Doch  gelang
es  diesen,  die  Stadt  zu  halten.  Gleichzeitig  griffen  die  Russen  die
Brückenköpfe  am  Dnjestr  an  und  drängten  den  Gegner  gegen  den
Strom.  Binüber  aber  warfen  sie  ihn  nicht.  Die  Esterreicher  kämpften
  hier  zwar  in  der  Verteidigung;  das  vermochte  aber  den  Tharakter
  des  Krieges  im  ganzen  nicht  zu  ändern,  und  es  war  das  um  so
weniger  der  Fall,  als  die  Deutschen  im  Zentrum  der  galizischen
Kampflinie  zum  Angriff  schritten.