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Den  12.  Juni  griff  das  zusammengesetzte  Korps  der  Armee
Mackensen  planmäßig  in  nördlicher  Richtung  an1)  und  überschritt
die  Lubaczowka.  Die  heftigen  Gegenangriffe  des  Feindes  zwangen
zur  Anlage  eines  Brückenkopfes.  Auch  der  22.  Division,  die  auf  dem
rechten  Klügel  der  4.  österreichischen  Armee  focht,  gelang  es  unter
diesem  Druck  über  den  San  zu  gehen.  Sieniawa  wurde  erstürmt.  Bis
Diskorowitze  gelang  es  den  Esterreichern  das  östliche  Sanufer  zu  erreichen,
  3500  Gefangene  wurden  gemacht.  Am  15.  früh  begann
dann  der  allgemeine  Sturm  auf  die  Stellung  der  Zussen.  Diese
wehrten  sich  über  Erwarten  gut,  auch  in  der  von  ihnen  gewählten
Swischenstellung.  Bis  zum  15.  setzten  sie  den  Angreifern  den  hartnäckigsten
  Widerstand  entgegen.  Es  war  vergeblich.  Schon  den  14.
wurde  die  zweite  Stellung  genommen.  Am  15.  entbrannte  eine  neue
Schlacht.  Dor  der  Mitte  der  Deutschen  häuften  die  Russen  ihre
Truppen  zum  Widerstande;  aber  gerade  hier  wurden  die  wichtigsten
Erfolge  erzielt.  Am  Abend  stand  das  Korps  Falkenhapn  und  die
Garde  in  der  Linie  Granica—Hruszow—Klonice—Drokhomysl—HBöhen
nördlich  Nahaczow.  Das  VI.  österreichische  Korps  erreichte  den  Westrand
  letzteren  Dorfes,  das  XLI.  Morance  und  Broszki.  Das  Zeskidenkorps
  gelangte  bis  westlich  Zonow,  der  Rest  der  k.  u.  k.
2.  Armee  drang  an  verschiedenen  Stellen  über  die  russische  Swischenstellung
  vor  und  nahm  die  Gora  Granica.  Auf  dem  linken  Flügel
erreichte  das  X.  Korps  den  Drzewa-Abschnitt  und  Oloszyce.  Zis
zu  diesem  Ort  drang  auch  die  zur  Derfügung  gestellte  8.  baverische
Reservedivision  vor;  das  zusammengesetzte  Korps  und  der  rechte
Klügel  der  4.  österreichischen  Armee  bis  in  die  Linie  Wola  Molodcs—Tieplice—Dornbach.
  Bisher  waren  von  der  II.  Armee  allein
34000  Gefangene  gemacht  und  etwa  70  Maschinengewehre  erbentet
worden.  Der  Widerstand  der  Russen  war  stärker,  als  man  gedacht
hoatte.  Trotzdem  war  ein  NWachlassen  im  Angriff  nicht  möglich,  denn
das  moralische  Siel  war  die  Befreiung  Lembergs,  das  strategische
aber  die  Trennung  der  russischen  Armee  und  ihr  Aufrollen,  teils
nach  der  rumänischen  Grenze  hin,  teils  in  der  Tanewstellung  bis
zur  Weichsel.  Ein  Nachlassen  im  Angriff  hätte  den  Russen  die  Freiheit
  der  Bewegung  zurückgegeben.  So  wurde  denn  auch  die  Fortsetzung
  des  Angriffs  beschlossen.

Die  2.  österreichische  Armee  sollte  mit  dem  verstärkten  linken
Flügel  auf  Dobrostanp  vorgeben  und  hier  den  rechten  Flügel  der
rüssischen  Aufstellung  umfassen;  die  II.  Armee  sollte  mit  dem  rechten
Flügel  etwa  auf  Majdan—Walddorf  marschieren,  mit  dem  linken
des  XXII.  Korps  auf  Manasterek,  zwei  Armeekorps  sollten  unter
einheitlichem  Kommando  links  gestaffelt  folgen  und  die  linke  Klanke
decken.  Ein  Armeekorps  sollte  hinter  der  Durchbruchsarmee  her-1)

  Siebe  Harte  35.