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zuführen  und  die  russische  Armee  im  Norden  auf  Brest-Litowsk,  im
Süden  etwa  bis  an  den  Sevetkh  zurückzuwerfen.

Der  Gegner  aber  hatte  sich  in  der  Linie  vom  Dujestr  bis  zur  Glinka
erneut  zur  Schlacht  gestellt  und  machte  wütende  Gegenangriffe.  Dennoch
  gelang  es  der  2.  Armee,  mit  ihrem  rechten  Flügel  unterhalb
Cesniovice  über  den  Szczerzek  zu  gehen,  während  das  Zeskidenkorps
die  Höhe  280  bei  Saszkow  nahm  und  dadurch  die  nördlich  Lemberg
gelegene  Anschlußstellung  unhaltbar  machte.  Am  22.  früh  wurde
infolgedessen  Solkiew  genommen,  die  Röhe  344  vom  Beskidenkorps
erstürmt  und  Kulikow  besetzt.  Mittlerweile  war  am  22.  schon  um
4  Uhr  früh  das  Artilleriefeuer  gegen  die  West=  und  Nordwestfront
der  Festung  Lemberg  eröffnet  worden,  und  nun  fiel  ein  Werk  nach
dem  andern;  auch  die  efestigungen  von  Sknilow  wurden  genommen,
die  starke  Lysa  Gora  wurde  vom  Regiment  „König  Wilkelm  I.“  gestürmt,
  alle  feindlichen  Gegenangriffe  wurden  zurückgeschlagen,  und
um  4  Uhr  konnte  General  von  Boehm-Ermolli  in  die  befreite  Stadt
einziehen.  Mackensen  wurde  zum  Generalfeldmarschall,  sein  Generalstabschef
  vom  Obersten  zum  Generalmajor  befördert.  Die  Wasse
der  Armee  Boehm--Ermolli  lagerte  am  22.  abends  östlich  Lemberg
mit  Vortruppen  in  der  Linie  Saputow—Dawidow.

Die  Russen  waren  strahlenförmig  zurückgewichen.  Ein  Teil
ihrer  Truppen  war  nach  orden,  andere  waren  nach  Osten  zurückgegangen.
  Mehrere  Korps  waren  aber  auch  in  nordöstlicher  Richtung
  ausgewichen.

Mittlerweile  hatte  die  Süd-Armee  den  Dujestr  am  21.  und  22.
überschritten,  verstärkt  durch  das  X.  Reservekorps.  Bei  Martinow
wurde  der  Angreifer  zwar  am  25.  wieder  über  den  Strom  geworfen.
Weiter  stromauf  aber  drang  er  durch.  Bei  Surawno  und  Svdaczowwurde
  der  Strom  siegreich  überschritten.  Thodorow  wurde  gestürmt,
während  zu  gleicher  Seit  Szurmay  im  engen  Anschluß  an  den  rechten
Flügel  von  Boehm-Ermollis  2.  Armee  links  von  der  Süd-Armee  von
Mikolajow  aus  nach  Osten  vordrang.  Am  28.  Juni  hatte  die  Masse
der  Angriffsarmee  die  Stromschranke  überwunden  und  ging  nach
Osten  schwenkend  weiter  vor.  An  jedem  Guertal  leisteten  die  Russen
Widerstand  —  zuerst  am  Swierz.  Am  27°.  wurde  hier  die  Gegenwehr
  überwunden,  am  gleichen  Tage  Halitsch  genommen.  Die  Russen
gingen  auf  die  Gnila-Cipa  zurück  und  besetzten  die  Linie  Kolszowce  —
Rohatn—Hrzempslany.  Die  Derbindung  mit  der  russischen  Hauptarmee
  bildeten  die  von  Lemberg  nach  Osten  zurückgehenden  Korps,
indem  sie  die  Höhen  von  Miclasow—Jarvczow—Soltance  besetzten.
Cinsingen  aber  griff  die  Russen  bei  Rohatyn  an  und  warf  sie  zurück.
In  zahlreichen  Gefechten  bei  Janzzin,  Tarajow  und  Firlejow  vermochten
  sie  nicht  standzuhalten,  an  der  Marajowka  sich  nicht  zu  setzen,
und  gingen  am  4.  Juli  hinter  die  Slota  Lipa  zurück.  Hier  grub  sich
die  Südarmee  ein,  während  die  2.  österreichische  Armee  bis  in  die
Linie  Kamionka  Strumilowa—Busk  vorgerückt  war,  sich  etwa  bei