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um  seine  offene  linke  FKlanke  zu  decken.  Doch  bald  änderte  sich  die
Lage.  Mackensen  griff  am  28.  Juli  auf  der  ganzen  Cinie  mit  seinen
drei  Armeen  an  und  warf  die  Russen  in  mehrtägigen  erbitterten
Kämpfen  zurück.  Er  hatte  die  Bug-Armee  auf  Dubienka—Tholm,
die  U.  Armee  auf  Cholm—Lenczna  und  die  4.  österreichische  Armee
auf  Lublin—Kasimierz  angesetzt,  und  drängte  in  diesen  Richtungen
unaufkaltsam  vorwärts,  trotz  der  Übermacht  der  Russen,  die  immer
neue  Derstärkungen  aus  ihren  unerschöpflichen  Menschenreserven
heranführten.  Am  l.  wurde  Cholm  genommen,  schon  am  30.  Juli
Lublin.  Die  Bahn  Jwangorod—Lublin—Tholm  nach  Kowel  und
damit  eine  der  wichtigsten  rückwärtigen  Derbindungen  der  Russen
war  in  deutscher  Hand;  heftige  Derfolgungsgefechte  fanden  auf  der
ganzen  Cinie  statt:  die  Russen  aber  setzten  sich  von  neuem  in  der
Cinie  Opalin  am  Bug,  Sawin,  Siedliszcze,  Lenczna,  Kurow  und
Nowoalexandria  an  der  Weichsel  fest.  Hier  mußte  zu  neuer  Schlacht
aufgeschlossen  werden.  Deutsche  Hioniere  aber  warfen  eine  Schiffbrücke
  über  die  Weichsel  und  stellten  die  Verbindung  mit  der  Armeegruppe
  Woyrsch  her,  die  mittlerweile  auf  Jwangorod  herant
  war.

Auf  dem  rechten  Flügel  der  Zug-Armee  socht  gleichzeitig  die
I.  österreichische  Armee,  um  deren  Flanke  zu  decken,  in  defensiver
Absicht  zwar,  aber  ihren  Weisungen  gemäß  in  durchaus  offensiver
Weise.  Junächst  zwar  erschöpften  sich  die  Russen  in  nutzlosen  Angriffen
  auf  Sokal,  dann  aber  gingen  sie  nach  Norden  und  Csten
zurück  und  begnügten  sich  damit,  Kowel  zu  decken.  Am  4.  August
konnte  die  5.  Kavalleriedivision  Wladimir  Wolhynstk  besetzen.

Die  Beeresgruppe  Mackensen  hatte  indessen  Gewaltiges  geleistet.
  Sie  hatte  nicht  nur  einen  überlegenen  Feind  überall  frontal
geschlagen,  sondern  sie  hatte  auch  die  größten  Schwierigkeiten  in
der  Aufrechterhaltung  der  rückwärtigen  Derbindungen  ohne  die  Hilfe
irgendeiner  Eisenbahn  zu  überwinden  gewußt.  Die  Russen  zerstörten
beim  Rückzuge  alle  Wege,  verbrannten  die  Grtschaften  und  die  Ernte,
schleppten  die  Einwohner  weg  und  töteten  das  Dieh,  das  sie  nicht
mitführen  konnten.  Durch  eine  völlige  Wüste  mußte  sich  daher
Mackensens  Armee  vorwärts  wälzen  und  alle  ihre  Derpflegung  und
Munition  mit  Öferdezug  hinter  sich  herziehen.  Die  damit  vollbrachte
Leistung  war  eine  riesige;  die  Gesamtleistung  in  ihrer  ganzen  Größe
gar  nicht  zu  überschätzen.  Die  Ergebnisse  dieser  Anstrengungen
sollten  allerdings  den  Erwartungen  nicht  entsprechen.

B.  Der  Übergang  über  die  Weichsel,  die  Einnahme  von
Jwangorod  und  Warschau,  das  weitere  Dorgehen  von
Gallwitz  und  der  heeresgruppe  Mackensen  bis  zum

14.  August.  .
Während  in  der  geschilderten  Weise  die  deutschen  Armeen  von
allen  Seiten  vorwärts  drängten  und  trotz  der  immer  noch  großen