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dung,  der  für  den  Übergang  in  Aussicht  genommenen  Stelle  des
Stromes,  an.  Die  Pontons  waren,  um  den  Feind  zu  täuschen,
als  Heuwagen  ausgestattet  worden.  Noch  in  derselben  Vacht
begann  bei  unsichtigem  Wetter  der  Übergang,  der  die  Russen
vollständig  überraschte.  Sie  führten  zwar  später  erhebliche  Verstärkungen
  heran,  vermochten  aber  die  übergegangene  Truppe  nicht
mehr  über  den  Strom  zurückzuwerfen.  Den  Angreifern  gelang  es
dagegen,  mit  österreichischen  Hionieren,  die  von  allen  Seiten  herangezogen
  waren  und  auch  das  Hinüberrndern  der  ersten  Infanterie
besorgt  hatten,  eine  Brücke  über  den  Strom  zu  schlagen  und  so  auch
ihre  Artillerie  hinüberzuschaffen.

Beide  Teile  führten  nun  Derstärkungen  heran.  Der  Kampf  tobte
weiter.  Am  1.  August  schritten  die  Schlesier,  die  im  Artilleriekampf
überlegen  waren,  zum  Sturm  und  nahmen  Tomaschow,  worauf  die
Russen  über  die  Bahn  Jwangorod—Warschau  nach  Osten  wichen.
Am  Z.  war  die  Derbindung  mit  Warschau  endgültig  unterbrochen;
da  zugleich  Erzherzog  Joseph  Ferdinand  am  rechten  Ufer  vor  Nowoalexandria
  erschien,  räumten  die  Russen  am  4.  August  den  Brückenkopf,
  in  den  die  GEsterreicher  mit  der  blanken  Waffe  eingedrungen
waren,  und  am  5.  August  die  Kernfestung  in  der  Richtung  auf  Rilki,
während  die  Deutschen  die  Bahn  auf  Garwolin  und  Warschau  überschritten,
  um,  mit  dem  XII.  österreichischen  Korps  vereint,  auf  Selechow
  vorzugehen.  Auch  die  7.  österreichische  und  die  0.  deutsche  Kavalleriedivision,
  die  nunmehr  zur  Armeeabteilung  Woyrsch  stieß,
konnten  am  8.  August  die  Weichsel  auf  der  fertigen  Brücke  überschreiten,
  und  so  war  eine  der  glorreichsten  Taten  dieses  Krieges
glücklich  durchgeführt  worden:  das  Uberschreiten  eines  über  1000m
breiten  Stromes,  im  Angesicht  eines  überlegenen  Gegners.

Zur  selben  Seit  griff  auch  die  9.  Armee,  die  vom  27.  bis  290.
schwer  gekämpft  hatte,  Warschau  von  neuem  entscheidungsuchend  an
und  drang  am  S.  August  in  die  Südfront  ein.  Der  Derteidiger,
General  Smirnow,  hatte  nur  noch  Nachhuten  zurückgelassen  und
sich  mit  dem  Gros  seiner  Truppen  dem  Kampf  um  die  Stadt
entzogen.  Dagegen  verteidigte  er  die  Dorstadt  Hraga  auf  dem
rechten  Ufer  des  Stromes  auf  das  hartnäckigste,  und  erst  am
9.  August  konnten  das  XXV.  Reservekorps  und  das  Kavalleriekorp-s
Frommel  den  Strom  überschreiten.  Erst  am  10.  August  stieß  die
Spitze  des  XXV.  Reservekorps  wieder  auf  den  Feind,  nachdem  die
Derbindung  mit  Woyrsch  hergestellt  und  dieser  mit  seinen  sämtlichen
Truppen  dem  Hrinzen  Leopold  unterstellt  worden  war.  In  der
Nacht  zum  Ul.  räumten  die  Russen  freiwillig  ihre  Rückzugsstellung,
am  1.  wurde  die  Linie  Lukow—Siedlec  überschritten,  und  am  15.  Au-Lust
  vermischte  sich  vor  der  Front  der  Hrinz-Ceopoldschen  Truppen
der  Kanonendonner  mit  dem  der  Armee  von  Gallwitz  und  dem
der  Beeresgruppe  Mackensen,  die  bei  wlodawa  und  Parczew  in
schwerem  Ringen  begriffen  war.