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Mackensen  hatte  die  Armee  auf  Sawin,  Cenczna  und  Cubartow
angesetzt  und  erreichte  am  7.  August  mit  der  Bug-Armee  den  ersteren
Ort,  mit  der  U.  Armee  Kresna  und  mit  der  Armee  des  Erzherzogs,
mit  der  die  Verbindung  durch  die  Gardekavallerie  unterhalten  wurde,
Lubartow  und  Barnow.  Gleich  darauf  aber  stieß  er  auf  eine  neue
russische  Kauptstellung,  die,  mit  aller  nur  erdenklichen  Kunst  ausgebaut,
  sich  mit  dem  linken  Flügel  bei  Siedliszeze  an  den  Bug  lehnte
und  sich  über  die  Sümpfe  von  Wytyczno  bis  gegen  Ostrow  erstreckte.
Demgegenüber  verlängerte  Mackensen  die  Cinie  der  Zug-Armee,
die  die  Abschnitte  des  VI.  österreichischen  und  des  Gardekorps  mit
zu  übernehmen  hatte;  Cinsingen  aber  zog  die  I.  Division  als  Beeresreserve
  nach  Sawin,  und  das  XII.  Korps,  das  gleichzeitig  den  Bug
nördlich  Dubienka  zu  sichern  hatte,  auf  seinen  rechten  Klügel.  Südlich
  Dubienka  sicherte  die  Armee  Huhallo.

Am  9.  August  begann  der  Angriff  auf  der  ganzen  Front.  Die
Bug-Armee  drang  siegreich  in  verschiedene  befestigte  Orte  ein,  vermochte
  aber  den  Widerstand  des  Feindes  nicht  ohne  weitere  Hilfe
zu  überwinden.  Die  II.  Armee  stellte  ihr  die  22.  Division  zur  Verfügung.
  Nun  konnte  sie  die  1.  Division,  die  bisher  Heeresreserve
gewesen  war,  in  die  Front  nehmen;  diese  durchbrach  die  feindlichen
Cinien  in  der  Nacht  vom  12.  August  und  zwang  dadurch  die  ganze
feindliche  Heeresfront  zum  Surückgehen.  Die  nächsten  Tage  aber
verfolgte  sie  den  weichenden  Gegner.  Auch  die  übrigen  Teile  der
Heeresgruppe  Mackensen  waren  siegreich  vorgeschritten.  Der  Gegner
war  am  8.  August  auf  die  Cinie  Kaznow—Leszkowice  zurückgewichen
und  deckte  in  einer  Stellung  von  Ostrow  und  Firley  den  großen
Straßenknotenpunkt  Harczew.  Auch  hier  wurde  er  zunächst  von
Artillerie  angegriffen.  Das  X.  Korps  und  die  Garde-Kavalleriedivision
  wurden  nunmehr,  da  sich  der  Raum  für  die  Armeen  immer
mehr  verengte,  an  den  Bug  abgesandt,  um  dort  bei  der  Beobachtung.
mitzuwirken.  Sie  wurden  durch  Esterreicher  ersetzt,  die  gemeinsam
mit  dem  XXII.  Reservekorps  den  Feind  vollends  warfen.

Es  scheint,  daß  schon  kurz  vorher  ein  erbeblicher  Teil  der
4.  Armee  vom  linken  auf  den  rechten  Flügel  der  Heeresgruppe  entsandt
  worden  ist.  Ganz  einwandfrei  lassen  sich  die  jetzt  vielfach
wechselnden  Operationen  nicht  übersehen;  nur  so  viel  ist  klar,  daß
sich  der  Raum  in  der  Richtung  auf  Brest-Litowsk  dauernd  verengerte,
  weil  die  Holjesje  größere  Beeresbewegungen  in  der  Richtung
  auf  Kowel  und  Hinsk  unmöglich  machte,  daß  daher  Truppen
aus  der  Front  gezogen  werden  mußten,  und  daß  trotzdem  die  Heeresgruppen
  Mackensens  und  des  Hrinzen  Leopold  von  Bapern  bis  zum
15.  August  siegreich  vorrückten  und  den  hartnäckigen  Widerstand
des  Gegners  erfolgreich  überwanden.

Dasselbe  gilt  von  der  12.  und  8.  Armee.

Wir  hatten  die  Beeresgruppe  Gallwitz  verlassen,  als  sie  am
23.  Juli  1015  Hultusk  und  Rozan  erobert  hatte.  In  den  nächsten