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Tagen  überschritt  sie  den  Marewstrom.  Etwa  zehn  Divisionen  faßten
auf  dem  rechten  Flügel  festen  Fuß,  um  demnächst  den  Angriff  weiter
fortzuführen.  Nur  das  l.  Korps,  das  Ostrolenka  gegenüber  stand,
war  wenig  vorwärts  gekommen  und  hatte  erst  am  24.  einen  Brückenkopf
  am  linken  Narewufer  besetzt,  den  es  unter  gewaltigen  Derlusten
  mit  Mühe  behauptete.  Da  wurden  die  zwischen  Rozan  und
Pultust  übergegangenen  Truppen  am  26.  Juli  mit  äußerster  Energie
angegriffen,  in  der  offenbaren  Absicht,  sie  wieder  in  den  Strom
zurückzuwerfen.  Die  Russen  hatten  unbemerkt  bedeutende  Derstärkungen
  herangeführt.  Beinahe  zehn  Armeekorps  und  drei  kavalleriedivisionen
  wurden  am  Abend  des  26.  festgestellt,  wobei  zu
bemerken  ist,  daß  die  russischen  Regimenter  vier  Zataillone,  die
deutschen  deren  nur  drei  stark  waren.  Die  UÜbermacht  war  also  eine
gewaltige.  Trotzdem  blieben  die  Deutschen  Sieger,  denn  wenn  auch
am  28.  und  29.  noch  einzelne  Angriffe  stattfanden,  hatte  der  Stoß
gegen  den  rechten  Flügel  der  Deutschen  doch  seine  Kraft  im  wesentlichen
  erschöpft,  und  der  Schwerpunkt  des  Kampfes  ging  jetzt  auf
deren  linken  Flügel  über,  wo  das  l.  Korps  nicht  weiter  kam.

Es  stellte  sich  immer  mehr  Beraus,  daß  es  unmöglich  sei,  frontal
aus  dem  eroberten  Brückenkopf  Raum  zu  gewinnen.  Bei  Sielun
weiter  stromabwärts  ging  daher  auf  eigene  Derantwortung  hin  die
83.  Division,  die  dem  Korps  zur  Derfügung  gestellt  war,  über  den
Fluß  und  griff  von  Süden  her  an.  Nun  war  der  Brückenkopf  des
I.  Korps  nördlich  Kamionka  gerettet  und  der  weitere  Kampf  von
Erfolg  gekrönt:  der  Heldenkampf  in  dem  Brückenkopf,  denn  ein
solcher  war  es  gewesen,  hatte  glänzende  Früchte  getragen.  Die  nicht.
unmittelbar  verwendeten  Kräfte  des  I.  Korps  und  ebenso  —  nach
vergeblichen  Dersuchen,  bei  Cstrolenka  selbst  überzugehen  —  die
54.  Division,  die  ebenfalls  dem  lI.  Korps  unterstellt  wurde,  gingen
bei  Kolaki,  wo  eine  Brücke  geschlagen  wurde,  über  den  Fluß,  am
2.  August  abends  wurde  die  Cinie  Gierwarp—Borawe—Korczaki
erreicht,  und  trotz  eines  Gegenschlages,  der  am  31.  Juli  die  85.  Division
  ereilt  hatte,  siel  Ostrolenka  mit  dem  Strom  bis  zur  Rozogamündung
  am  5.  August  abends  in  die  Hand  der  Deutschen.  Der  weitere
  Angriff  ging  vom  linken  Flügel  aus  vor,  während  der  rechte
defensinv  verblieb.  Er  begann  am  4.  August  und  führte  täglich  zu
erbitterten  Kämpfen,  die  sich  im  einzelnen  nicht  verfolgen  lassen,  in
denen  aber  schon  am  6.  August  die  Entscheidung  zugunsten  der
Deutschen  fiel.  Am  8.  August  wurde  die  große  Straße  Wyskow  —
Ostrow  zum  Teil  überschritten,  am  10.  fiel  LComza  in  die  Gewalt  der
8.  Armee;  auch  Wisna  an  der  Bobrmündung  wurde  von  ihr  belsetzt.
  Die  vorgehende  8.  und  12.  Armee  hatten  vorläufig,  soweit  die
mir  zugänglichen  Quellen  es  erkennen  lassen,  nur  noch  Tachhuten
zu  bekämpfen,  bis  am  15.  August  die  Russen  am  Nurzec  neuen  Widerstand
  leisteten,  einerseits  im  Anschluß  an  die  rechts  vor  der  8.  Armee
zurückgehenden  Kräfte;  andererseits  in  Derbindung  mit  den  aus

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