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Warschau  und  Jwangorod  zurückgehenden  Truppen  und  der  russischen
  Süd-Armee,  die  sich  in  der  Linie  Slawatrcze—Biala—Drogitschin
  und  Briansk  von  neuem  gesetzt  hatten.

Mittlerweile  waren  auch  Serock  und  Segrze  genommen,  und
Rowogeorgiewsk  von  allen  Seiten  —  am  Südufer  der  Weichsel  von
Truppen  der  9.  Armee  —  eingeschlossen  worden.  Der  Zusse  war
naturgemäß  auch  dort  zurückgegangen,  um  nicht  völlig  abgeschnitten
zu  werden.  Dieses  Cos  aber  traf  alle  die  Truppen,  die  sich  nach
Mowogeorgiewsk  hineingeworfen  hatten  und  jetzt  auf  sich  selbst  und
die  Widerstandsfähigkeit  der  Festung  angewiesen  waren.

Großes  war  in  der  Tat  geleistet  worden.  Abgesehen  von  dem
Raumgewinn  waren  vom  15.  Juli  bis  zum  3.  August  182  Cffiziere,
annähernd  50000  Mann,  14  Geschütze  und  155  Maschinengewehre
von  der  Narew-Armee  erbeutet  worden,  am  4.  bis  0.  August  allein
86  Offiziere,  24  Zic  Mann,  82  Waschinengewehre  und  etliche  Geschütze.
  In  Mowogeorgiewsk  war  eine  Armee  von  etwa  00  000  Mann
eingeschlossen.  Die  Hauptsache  war  aber  nicht  erreicht  worden.  Nirgends
  war  es  gelungen,  die  russische  Armee  zu  umfassen  und  auch
nur  teilweise  zu  vernichten.  Uberall  hatte  sie  sich  der  Umklammerung
zu  entziehen  vermocht  und  ihren  inneren  Halt  gewahrt.  Eine  angemessene
  Seit  der  Ruhe  mußte  sie  wieder  —  fast  in  alter  Kraft  —
in  die  Erscheinung  treten  lassen.  Im  Augenblick  zwar  konnte  sie  dem
Vorgehen  der  Deutschen  wenig  Widerstand  entgegensetzen,  für  die
Sukunft  aber  stand  ein  neuer  Feldzug  in  Aussicht.  Die  Möglichkeit,
den  Krieg  gegen  Rußland  zu  einem  siegreichen  Ende  zu  führen,  war
aus  der  RKand  gegeben,  und  auch  die  Möglichkeit,  durch  einen  Frieden
den  Krieg  auf  dieser  Seite  unter  dem  Druck  der  kriegerischen  Derhältnisse
  überhaupt  rasch  zu  beenden,  lag  leider  nicht  vor.  Dazu
bot  die  Lage  den  Russen  noch  viel  zu  viele  Möglichkeiten.  Die  in
dieser  Richtung  gemachten  Dersuche  scheiterten.  Ganz  anders  wäre
es  gewesen,  wenn  die  Armee  wirklich  vernichtet  gewesen  wäre.  So
sielen  nur  die  in  Nowogeorgiewsk  eingeschlossenen  Truppen  dem
Sieger  als  reife  Frucht  in  die  Hände.

C.  Die  Eroberung  von  Nowogeorgiewsk.

Mit  der  Wegnahme  dieser  Festung  war  General  von  Beseler,
der  Sieger  von  Antwerpen,  beauftragt  worden.  Er  baute  zunächst
die  Bahn  von  Mlawa  bis  Nasielsk  aus,  um  auf  ihr  die  schwere
Artillerie  und  die  nötige  Munition  heranzuschaffen,  durchbrach  am
6.  August  die  vordere  feindliche  Linie  zwischen  Wkra  und  Narew,
nahm  am  7.  Dembe,  am  8.  Serock  und  Segrze,  am  10.  das  Sperrwerk
  Zenjaminow  und  hatte  den  Platz  am  II.  von  allen  Seiten  eingeschlossen.
  Der  Angriff  erfolgte  von  der  Seite  von  Nasielst.  Lange
konnten  die  noch  nicht  ganz  ausgebauten  Werke  sich  gegen  die
schwere  deutsche  Artillerie  und  die  rücksichtslos  vorstürmende  In-