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fanterie  nicht  halten.  Zuerst  wurde  das  Fort  XV  genommen;  noch  im
Sterben  schrieb  Hauptmann  Anders,  der  die  Sturmtruppe  führte:
„Melde,  daß  ich  Fort  XV  genommen  habe.“  Zald  darauf  folgten
die  andern  Forts,  und  am  20.  August  war  die  Festung  in  der  Hand
der  Sieger,  nachdem  ein  Teil  der  russischen  Truppen  plündernd  in
die  Magazine  gebrochen  war,  ein  anderer  aber  die  Festung  hartnäckig
  verteidigt  hatte.  Etwa  85.0000  Mann  gerieten  in  Gefangenschaft;
  etwa  1600  Geschütze  wurden  erobert.  Die  Masse  der  Einschließungstruppen
  —  drei  Divisionen  —  wurde  dem  General  von
H  indenburg  für  seine  weiteren  Operationen  zur  Derfügung  gestellt.
Sie  kamen  zu  spät,  um  Großes  zu  erreichen.  «

Die  Eroberung  von  Brest-Citowst  und  der
Vormarsch  auf  Pinst.

Wir  hatten  die  Heeresabteilung  Mackensen  verlassen,  als  sie  am
15.  August  links  des  Bug  im  siegreichen  Vorgehen  gegen  Brest  begriffen
  war  und  sich  durch  einzelne  Truppenteile  der  eigenen  wie
der  I.  österreichischen  Armee  gegen  die  Sumpfgegenden  östlich  des
Klusses  sicherte,  während  sie  nach  links  den  Susammenhang  mit  dem
General  von  Woyrsch  aufrecht  erhielt.  Wlodawa  wurde  genommen.
Das  Beskidenkorps  wies  bei  Danze  einen  nochmaligen  Offensiostoß
der  Russen  zurück,  der  gegen  den  rechten  Flügel  der  II.  Armee  gerichtet
  war,  während  Fliegermeldungen  den  eiligen  Rückzug  des
Feindes  auf  die  Festung  bestätigten.

Demgegenüber  war  General  von  Cinsingen  schon  lange  der  Ansicht,
  daß  man  auf  das  östliche  Zugufer  vorgehen  und  der  russischen
Armee  den  Rückzug  auf  Hinsk  bei  Kobryn  verlegen  müsse.  Jetzt
endlich  bei  Wlodawa  konnte  er  seinen  Hlan  verwirklichen;  dem  Beskidenkorps
  und  dem  V.I.  österreichischen  Korps,  das  zu  diesem  Sweck
zur  Bug-Armee  übertrat,  gab  er,  einem  Befehle  Mackensens  entsprechend,
  den  Auftrag,  Brest  im  Süden  und  Westen  einzuschließen
und  wenn  nötig  zu  belagern;  mit  dem  Rest  der  Armee  ging  er  bei
Wlodawa  und  nördlich  nach  hartem  Gefecht  über  den  Bug  und
warf  den  Feind  in  fortgesetzten  Kämpfen  gegen  Kobryn  zurück,
während  die  II.  Armee  weiter  nördlich  vorging  und  die  4.  österreichische
  Armee  allmählich  herausgezogen  wurde,  um  weiter  südlich
eingesetzt  zu  werden.  Die  Derengerung  des  Raumes  machte  —  je
mehr  man  sich  Brest  Citowst  näherte  —  ein  Susammenrücken  der
Fronten  nötig,  während  andererseits  weiter  südlich  Truppen  gebraucht
  wurden.

Die  Russen  ihrerseits  hatten  nicht  die  Absicht  Brest  ernstlich  zu
verteidigen.  Die  Werke  waren  noch  nicht  völlig  ausgebaut,  die  Armeen
  im  freien  Felde  nicht  widerstandsfähig  genug,  um  den  Feind
aufzuhalten,  und  angesichts  der  gewaltigen  Wirkungen  der  deutschen