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der  Wilija  und  dem  Vjemen  östlich  der  Festung  nur  anderthalb  Divisionen
  Reichswehr,  einige  Dragonerregimenter  und  Ersatzbataillone,
dahinter  bei  Koschedarv  Teile  der  56.  Infanteriedivision.  Die  Rauptmasse
  der  10.  russischen  Armee  —  8  Infanterie=  und  eine  Reichswehrdivision
  —  stand  westlich  des  mittleren  Rjemen.  Demgegenüber
ging  die  8.  Armee  nördlich,  die  12.  —  nachdem  sie  den  hartnäckigen
Widerstand  am  Narew  und  an  der  Orlanka  gebrochen  hatte  —  südlich
  Bielostok  vor.  Am  28.  August  lag  diese  Stadt  bereits  hinter
den  vorrückenden  deutschen  Linien.  Die  Armee  Scholtz  focht  vom
28.  bis  30.  August  um  den  Brückenkopf  von  Lipsk,  nahm  am  Sl.
Kusnica  und  Towi-Dwor  und  erschien  am  1.  September  vor  den
Werken  von  Grodno.  Gleichzeitig  ging  die  Armee  Gallwitz  in  steter
Berührung  mit  dem  Feinde  mit  dem  linken  Flügel  gegen  Odelfk  südlich
  Grodno,  mit  dem  rechten  gegen  den  Unterlauf  der  Selwianka
vor,  und  die  Armee  des  Hrinzen  Leopold  drang  in  die  Bielowiezer
Wildnis  ein,  um  durch  diese  hindurch  Baranowitschi  und  den  Anschluß
  an  das  Hinsker  Korps  zu  erreichen.  Den  24.  August  hatte  sie
Wierchowitz  genommen;  auch  Kleszezele  und  TCzeremcha  waren  in
ihren  Besitz  gefallen.  Dann  hatten  sich  die  Divisionen  des  Gegners
eilig  zurückgezogen,  um  den  Deutschen  erst  wieder  den  Austritt  aus
dem  Walde  zu  verwehren.  Diese  hatten  am  28.  August  das  kaiserliche
  Jagdschloß  Stotzeck,  Suchopol  und  Sereschowo  erreicht  und
suchten  am  folgenden  Tage  den  Ausgang  aus  dem  Walde  zu  erfechten.
  Dabei  kam  es  zu  heftigen  Kämpfen.  Die  40.  Division  stieß
bei  und  nördlich  Tichowodla,  die  84.  bei  Nowi-Dwor  und  Ludwinowa
auf  heftigen  Widerstand,  ebenso  das  Korps  Wovrsch  bei  Suchopol
und  weiter  südlich.  Die  Division  Bredow  mußte  noch  gegen  Mowi-Dwor
  eingesetzt  werden;  das  Dorf  konnte  erst  am  d.  September  genommen
  werden;  erst  am  6.  September  war  der  Ausgang  aus  dem
walde  erstritten  und  die  VDerbindung  mit  der  Armee  Gallwitz  an  der
Selwianka  hergestellt,  während  rechts  die  Bug-Armee  den  Brückenkopf
  von  Selez  und  Kartuskaja  Beresa  erstürmte.

Mittlerweile  war  der  linke  Flügel  der  10.  Armee  Eichhorn,  die
durch  drei  Korps  der  8.  und  12.  Armee  sowie  durch  eine  aus  dem
Westen  Berangezogene  Division  verstärkt  worden  war,  östlich  Kowno
auf  starken  Widerstand  gestoßen.  Derstärkungen,  die  aus  der  Richtung
  von  Wilna  heraneilten,  unter  ihnen  das  III.  sibirische  Korps,
hatten  sie  zu  beiden  Seiten  der  Wilija  zum  Stehen  gebracht,  und

indenburg  suchte  dadurch  zu  helfen,  daß  er  nicht  nur  die  Kjemenrmee

  anwies,  von  neuem  anzugreifen,  sondern  auch  die  10.  und
8.  Armee  aufforderte,  den  Feind  in  jeder  Weise  zu  drängen.  Diesen
Weisungen  entsprechend  ging  denn  auch  der  rechte  Flügel  der
10.  Armee  energisch  vor  und  warf  die  Russen,  die  sich  östlich  Suwalki
in  den  Hierzackasümpfen  ernstlich  wehrten,  über  den  Njemen  zurück,
dessen  Brücken  die  Russen  im  Rückzuge  verbrannten,  nahm  schon  am
26.  August  Olita,  das  vom  Feinde  kampflos  preisgegeben  wurde,