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erst  am  8.  September  auf  Skidel  und  Hieski  zurückgegangen.  Erst
am  18.  hatten  beide  Armeen  die  Lebeda  und  Radunka  überschritten;
am  20.  September  standen  die  Verfolger  in  der  Böhe  von  Jwje  und
Subodnicki.  Auch  sie  hatten  fortwährend  fechten  müssen,  da  die
Russen  nur  gedrängt  zurückwichen  und  vom  12.  September  an  die
Kämpfe  zwischen  der  Straße  nach  Baranowitschi  und  dem  Hügellande
  östlich  Orany  den  Charakter  einer  fortdauernden  Schlacht  angenommen
  hatten.

So  waren  die  12.  und  die  8.  Armee  fortwährend  siegreich  vorgedrungen,
  die  10.  aber  focht  noch  immer  in  unentschiedener  Schlacht
westlich  Wilna  gegen  russische  Aberlegenheit.  Da  war  die  Kavallerie
berufen,  die  Entscheidung  zu  bringen.  Der  linke  Flügel  der  10.  Armee
war,  soviel  man  sehen  kann,  verstärkt  worden.  Auch  die  l.  und  4.  Kavalleriedivision
  waren  an  ihm  versammelt.  Die  Nijemen-Armee
ihrerseits  war  dagegen  frontal  gegen  die  russischen  Kräfte  bei  Dünaburg
  und  südlich  vorgegangen  und  hatte  —  unterstützt  durch  die  3.,
6.  und  9.  Kavalleriedivision  —  die  Russen  auf  Nowoalexandrowsk
zurückgeworfen.  Auch  hatte  die  genannte  Kavallerie  ein  russisches
Kavalleriekorps,  das  allem  Anschein  nach  von  Osten  herangekommen
war,  siegreich  zurückgeworfen  und  war  im  Begriff,  es  über  Taurogind
  und  Kukurzischki  in  östlicher  Richtung  zu  verfolgen,  als  sie  den
Befehl  bekam,  gegen  Wilna  einzuschwenken  und  im  Derein  mit  der
U.  und  4.  Kavalleriedivision  an  der  Entscheidung  teilzunehmen,  die
dort  heranreifte.  Ganz  klar  lassen  sich  die  GOperationen,  die  der
rechte  Klügel  der  RTjemen-Armee  und  die  Kavallerie  ausführten,  allerdings
  nicht  übersehen,  so  viel  scheint  aber  festzustehen,  daß  die  Infanterie
  der  Ajemen-Armee  mit  der  Front  nach  Osten  südlich  Dünaburg
  siegreich  vordrang,  den  17.  Widsy  nahm,  gegen  den  Ansturm
überlegener  Kräfte  hielt,  und  am  18.  in  der  Front  Nowoalexandrowsk—Widsv—Goduzischki—Gomai,
  Fwischen  dem  Driswiatv=  und
dem  Narotschsee  festgewurzelt  stand.  Unterdessen  ging  die  Kavallerie
gegen  das  Dreieck  Wileika—Smorgon—MWolodetschno  vor,  um  hier
am  Kreuzpunkt  der  Eisenbahnen  der  feindlichen  Armee  den  Rückzug
zu  verlegen,  nachdem  die  Bahn  Dünaburg—MWilna  bereits  am
15.  September,  sowie  Malmeschanp  und  Swenziany  besetzt  und  die
Kosaken  geworfen  worden  waren.  Eine  Abteilung  von  wenigen  Eskadronen
  mit  einigen  WMaschinengewehren  und  einem  Geschütz  zerstörte
  die  Zahn  Molodetschno—Holowzkine,  eine  andere,  noch  schwächere,
  von  wenigen  Reitern,  die  Zahn  Minsk—Smolensk  am  10.  September.
  Die  Kavallerie  selbst  aber  erstürmte  Wileika,  erschien  vor
Smorgon,  nahm  Solv,  riß  dort  die  Schienen  auf  und  setzte  sich  auf
dem  rechten  Ufer  der  Wilija  fest.  Bier  verteidigte  sie  sich  gegen  weit
überlegene  Angriffe,  die  von  Wilna  her  kamen.  Diese  Heereskavallerie
  mußte  unter  allen  Umständen  geschlagen  werden,  wenn
die  russische  Armee  bei  Wilna  und  südlich  einen  einigermaßen  gesicherten
  Rückzug  haben  und  nicht  in  die  Gewalt  des  siegreichen