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Russen  griffen  auf  Huhallos  rechtem  Flügel  die  Truppen  des  Erzherzogs
  Joseph  Ferdinand  ein,  die  mittlerweile  —  wohl  über  Kowel  —
vorgegangen  zu  sein  scheinen,  warfen  die  Kosaken  —  wohl  in  der
Richtung  auf  Rafalowka  —  zurück,  nahmen  Rosczvze  und  Luzk  und
standen  am  1.  September  in  der  Nordflanke  des  Festungsdreiecks  an
den  Straßen  Luzk—BRowno  und  Cuzk  —  Dubno,  obgleich  die  Russen
Derstärkungen  nach  Luzk  geworfen  hatten  und  mehrere  Dinisionen
von  Rowno  her  im  Anmarsch  waren.  Die  Russen  räumten  nun
auch  Brody  und  setzten  sich  in  Radziwillow  fest,  während  ihr  rechter
Flügel  bei  Kuman  und  Olyka  hinter  den  Korminsümpfen  sichere  Anlehnung
  fand.  Gegen  sie  gingen  nun  die  Ssterreicher  unter  unsäglichen,
  durch  Regen  und  Schlamm  verursachten  Schwierigkeiten  vor
und  nahmen  am  6.  September  Dubno  und  am  8.  Klewan,  während
am  linken  Flügel  die  Reeresreiterei  an  der  Bahn  Kowel—  Sarny
gegen  Kosaken  focht,  um  den  ESsterreichern  beim  Dorgehen  auf
Rowno  den  Rücken  zu  decken,  und  die  2.  Armee  die  feindliche  Front
auf  einer  Breite  von  40  km  durchbrach  und  erst  vor  NMowoalexiniez
und  Kremenez  nach  siegreicher  Offensive  zum  Stehen  kam.

Indessen  gaben  die  Russen  den  Feldzug  damit  keineswegs  verloren.
  Sie  suchten  vielmehr  durch  einen  heftigen  Angriff  gegen  den
rechten  Klügel  der  Derbündeten  diese  über  ihre  wahren  Absichten  zu
täuschen  und  feindliche  Derstärkungen  nach  Süden  zu  zieben,  was
ihnen  auch  gelang,  dann  aber  mit  verdoppelter  Kraft  von  Rowno
und  ihrem  rechten  Flügel  aus  vorzustoßen,  so  den  Feind  zu  schlagen
und  ihn  von  Kowel  abzudrängen;  die  Mitte  der  Derbündeten  konnte
dann  durchbrochen  werden.  Der  Zar  hatte  zu  diesem  Sweck  erhebliche
  Derstärkungen  aus  Kiew  und  Sarny  zur  Derfügung  gestellt.

Die  Derbündeten  waren  trotz  der  russischen  Gegenanstalten  auf
ihrem  rechten  Slügel  bis  in  das  Tal  des  Sereth  vorgedrungen  und
hatten  weiter  nördlich  die  Höhen  von  Darachow  und  Koslow  genommen.
  Da  traf  sie  am  7.  September  der  neue  Gegenstoß  der
Russen,  der,  wie  wir  sahen,  nicht  als  entscheidende  Operation  gedacht
  war.  Die  Angreifer  gingen  mit  wilder  Tapferkeit  vor  und
trieben  die  Derbündeten  am  14.  September  hinter  die  Strypa,  die
am  15.  überschritten  wurde.  Da  gebot  ihnen  Graf  Bothmer  durch
umfassenden  Gegenangriff  von  Salocze  und  Butschatsch  aus  Halt
und  zwang  sie  zum  Zückzug.  Der  Russe  blieb  zunächst  noch  zwei
Tage  vor  der  Front  der  Verbündeten  liegen  und  ging  dann,  vom
unaufbörlichen  Geschützfeuer  zermürbt,  auf  den  Sereth  zurück.  Der
Zweck  des  Angriffs  aber  war  offenbar  erreicht.  Die  Aufmerksamkeit
  des  Feindes  war  von  der  eigentlichen  Durchbruchsstelle  abgelenkt.
Den  12.  September  brach  dann  der  eigentliche  Angriff  gegen  den
rechten  Klügel  der  Derbündeten  auf  Derazno  und  Klewan  los,  während
  gleichzeitig  gegen  Dubno—Kremenez  und  Mowoalexiniez  Sturm
gelaufen  wurde  und  starke  Kräfte  gegen  den  Styr  bei  Holonne  an
der  Bahn  Sarny—Kowel  vorgingen.