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es,  Divisionen  aus  der  Front  zu  ziehen  und  sie  anderweitig  zu  verwenden.
  Auf  der  einen  Seite  war  es  dringend  erforderlich,  die  westliche
  Kront  zu  stützen,  die  an  der  Grenze  ihrer  Leistungsfähigkeit  angekommen
  war,  und  wir  haben  gesehen,  daß  wiederholt  Truppen
vom  Osten  nach  dem  Westen  gingen;  auf  der  anderen  Seite  mußte
unter  allen  Umständen  der  Türkei  mit  Munition  ausgeholfen  werden,
wenn  sie  ihren  Widerstand  an  den  Dardanellen  überhaupt  fortsetzen
sollte.  Das  aber  war  dringend  nötig,  wenn  sie  überhaupt  noch  als
Bundesgenosse  von  Wert  sein  sollte.  Wenn  es  den  Ententemächten
gelang,  den  Seeweg  nach  Rußland  zu  eröffnen,  war  der  Widerstand
der  Türkei  überhaupt  gebrochen.  Dann  wurden  alle  Kräfte  frei,  die
jetzt  durch  die  Türken  gebunden  waren,  und  die  Widerstandsfähigkeit
Rußlands  wurde  unermeßlich  gesteigert.  Dieses  hatte  zwar  150000
Mann  am  Schwarzen  Meer  bereitgestellt,  um  seinerseits  den  Bosporus
  anzugreifen.  Diese  Kräfte  aber  hatten  zum  großen  Ceil  in
Galizien  und  an  der  russischen  Westfront  verwendet  werden  müssen,
um  die  VDerbündeten  womöglich  aufzuhalten.  Sie  wurden  überflüssig,
wenn  es  den  vereinigten  Franzosen  und  Engländern  gelang,  ohne
ihre  Unterstützung  die  Durchfahrt  ins  Schwarze  Meer  zu  erkämpfen,
sie  brauchten  dann  überhaupt  nicht  ersetzt  zu  werden.  Es  galt  ferner
für  die  Mittelmächte,  Gsterreich  im  Rücken  zu  schützen,  damit  es  sich
im  Torden  und  Westen  desto  freier  bewegen  könne;  auch  mußte  mit
einer  Landung  der  Westmächte  in  Saloniki  gerechnet  werden.  Don
dort  aus  konnte  Serbien  unterstützt  werden,  wie  es  die  Franzosen
und  Engländer  versprochen  hatten,  und  dieses  mußte  offenbar  vor-Rer
  niedergeschlagen  werden.  Die  Stellung  bei  Saloniki  wirkte  außerdem
  als  eine  fortdauernde  Flankenbedrohung  für  den  Donauweg
nach  der  Türkei,  für  den  Fall,  daß  dieser  geöffnet  wurde.  Ein  großer
Schlag  im  Osten  war  außerdem  erforderlich,  wenn  man  für  den
Westen  die  Rände  frei  haben  wollte.

Solche  Erwägungen  waren  es,  die  für  die  Derhandlungen  mit
Bulgarien  bestimmend  waren.  Im  Sommer  19015  kamen  sie  in  Fluß.
Die  Ententestaaten  waren  nicht  geneigt,  die  nationalen  Wünsche  Zulgariens
  auf  Kosten  Serbiens  zu  befriedigen;  die  Türkei  dagegen  war
bereit,  den  Wünschen  dieses  Staates  bezüglich  einer  Grenzregulierung
an  der  Maritza  entgegenzukommen.  Da  außerdem  die  Bulgaren  an
einen  Sieg  der  Mittelmächte  glaubten,  kam  es  im  Sommer  10|5  zu
einem  Abkommen  mit  Zulgarien,  das  entschlossen  auf  die  Seite  der
Wittelmächte  trat.  Am  6.  September  1015  wurde  es  im  deutschen
Bauptquartier  zu  Hleß  zwischen  den  Deutschen,  Osterreichern  und
Bulgaren  abgeschlossen  und  den  Türken  der  Beitritt  offengehalten.
Deanack  sollten  die  Deutschen  und  Esterreicher  mit  je  sechs  Divisionen
  binnen  50,  die  Bulgaren  in  35  Tagen  mit  vier  Divisionen,
die  übrigens-an  Infanterie  doppelt  so  stark  waren  wie  die  deutschen,
operationsbereit  an  der  serbischen  Grenze  stehen.  Diese  Abteilungen
sollten  dem  Generalfeldmarschall  von  Mackensen  unterstehen.  Außer-