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dem  sollten  die  Bulgaren  mit  mindestens  einer  Division  in  Mazedonien
  einrücken  und  die  Deutschen  sie  mit  Kriegsmaterial  nach
Möglichkeit  unterstützen.  Das  waren  die  Hauptbestimmungen  des
Dertrages.  Der  6.  Oktober  wurde  für  die  Deutschen,  der  U.  für  die
ulgaren  für  den  Beginn  der  Operationen  festgelegt.  Von  den  BZulgaren
  wurde  dieser  Termin  um  einige  Tage  überschritten,  ohne  daß
dadurch  Schaden  entstanden  wäre.  Dagegen  erklärten  die  Ssterreicher,
  daß  sie  die  versprochene  Streiterzahl  nicht  stellen  könnten.
Die  Deutschen  sprangen  opferwillig  für  sie  ein  und  stellten  außerdem
im  LCauf  der  Kriegshandlung  das  Alpenkorps,  um  den  Ssterreichern
vorwärts  zu  helfen.  Es  kam  aus  Frankreich  und  war  dort  nicht  verwendet
  worden,  weil  es  auch  ohnedem  gelungen  war,  der  feindlichen
Durchbruchsabsichten  Herr  zu  werden.  Die  Österreicher  dagegen
sammelten  einige  Landsturmbrigaden  bei  Belina  und  gingen  später
mit  einer  Division  von  Disegrad  aus  vor,  während  die  Bulgaren
sehr  bald  aus  der  einen  Division,  die  im  Süden  vorgehen  sollte,  und
mazedonischen  Freiwilligen  eine  2.  Armee  formierten,  die  unter  die
Befehle  des  Generals  Teodorow  trat.

Diesen  Abmachungen  entsprechend  und  sie,  was  die  Stärken  anbetrifft,
  noch  überschreitend,  marschierten  die  Deutschen,  sieben  Dinisionen
  stark,  unter  General  von  Gallwitz  als  II.  Armee  bei  Semendria
und  Weißkirchen  auf,  um  bei  Ram,  Kostolac  und  Semendria  über  die
Donau  zu  gehen.  Eine  Seitenabteilung  sollte  bei  Orsova  zum  übergang
  bereitstehen.  Ceider  habe  ich  nicht  ermitteln  können,  wo  die  einzelnen
  Divisionen  herkamen;  jedenfalls  aber  ist  die  Kriegsführung
im  Westen  durch  ihre  Abgabe  nicht  wesentlich  beeinflußt  worden,
denn  nur  eine  Division  ist  in  ihrem  Abtransport  vom  Westen  angehalten
  und  durch  eine  Ostdivision  ersetzt  worden.  Die  Esterreicher
ihrerseits  sammelten  sich  an  der  Donau  und  an  der  Save,  um  bei
Belgrad  und  Kopinovo  den  Fluß  zu  überschreiten.  Den  vier  österreichischen
  Divisionen  war  das  drei  Divisionen  starke  XXII.  Reservekorps
  beigegeben.  Susammen  bildeten  sie  die  3.  österreichische  Armee.
Rebenabteilungen  standen,  wie  gesagt,  an  der  Drina  bei  Belina  und
Disegrad.  Die  bulgarische  1.  Armee  unter  General  Bojadiew  marschierte
  bei  Kula,  Belgogradcik  und  Caribrod  auf,  mit  einer  Mebenabteilung
  in  Tegotin.  Sie  stand  also  von  Anfang  an  in  der  rechten
Klanke  der  Serben,  hatte  Nisch  und  Hirot  vor  sich  und  mußte  das
Grenzgebirge  überschreiten.  Die  2.  bulgarische  Armee  aber  sammelte
  sich  etwa  bei  Küstendil,  um  sich  gegen  das  Wardartal  zu
wenden  und  hier  je  nach  den  Umständen  entweder  gegen  den  rechten
Flügel  der  Serben  oder  wardarabwärts  gegen  Saloniki  zu  operieren.

Demgegenüber  wollten  die  Serben,  im  Dertrauen  auf  die  versprochene
  englisch-französische  Hilfe,  so  lange  wie  möglich  nach  beiden
  Seiten  hin  Widerstand  leisten,  im  Motfall  aber  sich  in  das  gebirgige
  Innere  des  Landes  zurückziehen  und  der  von  Saloniki  heranrückenden
  Hilfsarmee  im  Wardartale  die  Hand  reichen.  Diese  letz-