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Richtung  auf  Hristina  zu  retten.  Unzählige  Mengen  jedoch  fielen
besonders  im  Norden  den  Angreifern  in  die  Hände;  der  bulgarischen
1.  Armee  aber  war,  weil  sie  gegen  den  erbitterten  Widerstand  der
Serben  nur  schwer  vorwärts  kam,  noch  eine  weitere  Division  zur
Derfügung  gestellt  worden,  die  bisher  Beeresreserve  gewesen  war.

Der  hauptsächlichste  strategische  Sweck  des  Krieges  war  erreicht.
Der  direkte  Weg  nach  der  Türkei  war  eröffnet,  und  es  wurden  dieser
auch  sofort  reichlich  Munition  und  Artillerie  zugeschoben,  was  dem
Widerstand  auf  Gallipoli  neue  Kraft  verlieh:  noch  aber  galt  es  den
Erfolg  sicherzustellen  und  den  Feldzug  zu  einem  befriedigenden  Abschluß
  zu  bringen.

Mackensen  entwirrte  daher  zunächst  die  Truppenanhäufung,
die  durch  das  nahe  Susammenrücken  der  inneren  Flügel  der  Deutschen
und  der  l.  bulgarischen  Armee  entstanden  war,  indem  er  das  IV.  Reservekorps,
  dessen  10.  Division  zum  X.  Reservekorps  übertrat,  und
das  XXII.  Reservekorps  aus  der  Front  ausschied,  und  rückte  dann
gegen  Hristina,  Mitrovica,  Towibasar  und  das  Amselfeld  vor,  wohin
  die  Serben  geflohen  waren.

Die  2.  bulgarische  Armee  hatte  mittlerweile  mit  doppelter  Front
gefochten.  Auf  der  einen  Seite  kämpfte  sie  gegen  Franzosen  und
Engländer,  welch  letztere  bei  Strumitza  erschienen  waren  und  die
2.  Division  beschäftigten,  die  bisher  als  selbständige  Gruppe  unter
Geschow  Sofia  gedeckt  hatte;  auf  der  anderen  machte  sie  gegen  Nordwesten
  Front,  um  die  Südflanke  der  serbischen  Hauptarmee  zu  bedrohen.
  Sie  war  durch  zwei  neugebildete  Diovisionen  verstärkt  worden.
  Dennoch  konnte  sie  nur  mit  Mühe  Widerstand  leisten,  als  die
verzweifelten  Serben  am  9.  November  mit  fünf  Divisionen  ihres
rechten  Flügels  noch  einmal  offensiv  wurden  und  zur  Dereinigung
mit  den  Franzosen  durchzubrechen  versuchten.  Mur  dem  Umstand,
daß  Mackensen  schon  weit  in  ihren  Rücken  vorgedrungen  war,  blieb
es  zu  verdanken,  daß  sie  ihren  Hlan  nicht  ausführen  konnten,  sondern
  —  umzingelt  —  nach  tapferster  Gegenwehr  mit  der  BHauptmacht
die  Waffen  strecken  mußten.  Der  Rest  ihrer  Truppen  entkam  nach
Drizren.  Der  letzte  Versuch  der  Serben,  nach  Süden  durchzubrechen,
war  mißlungen.  Am  29.  Movember  waren  sie  von  den  Bulgaren
ereilt  und  mit  einem  Derlust  von  17  000  Gefangenen  und  50  Geschützen
  geschlagen  worden.  Am  8.  Dezember  wurden  sie  südwestlich
  von  Hrizren  nochmals  geworfen;  dann  zogen  sie,  immer  noch
fechtend,  nach  Westen  ab,  gefolgt  von  den  siegreichen  Armeen  der
Derbündeten.

In  der  Höhe  von  Djakova  machten  die  Deutschen  halt.  Am
27.  November  konnte  ihr  Feldzug  gegen  Serbien  als  beendet  angesehen
  werden,  während  die  weiter  nördlich  fechtenden  Esterreicher
sich  gegen  Montenegro  und  Nordalbanien  wandten,  die  Bulgaren
aber  mit  ihrer  1.  Armee  gegen  Monastir,  mit  der  2.  gegen  die  Franzosen
  und  Engländer  vorrückten,  die  immer  noch  die  Wardarengen