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alle  Heldentaten  unserer  unvergleichlichen  Armee  schließlich  umsonst
sein  ließ  und  für  scheinbare  Vorteile  wirkliche  greifbare  Erfolge  aus
der  Hand  gab.  Bezüglich  der  militärischen  Leitung  aber  kann  man
nur  bedauern,  daß  sie  sich  dem  Derlangen  der  Reichsleitung  gebeugt
hat,  denn  daß  sie  aus  eigenem  Antriebe  gehandelt  hat,  läßt  sich  kaum
annehmen.  Für  sie  gab  es  nur  eine  Überlegung:  War  es  möglich,  die
Armee  Sarrails  zu  schlagen  oder  nicht?  Wenn  ja,  mußte  es  versucht
werden.  Was  dann  erfolgen  würde,  ließ  sich  nicht  mit  Sicherheit
voraussehen;  der  Vorteil  aber,  eine  feindliche  Armee  vernichtet  zu
haben,  wog  alle  zukünftig  etwa  entstehenden  Nachteile  auf.  Es
mußte  unter  allen  Umständen  früher  oder  später  doch  geschehen,  um
die  gefährliche  Klankenbedrohung  zu  beseitigen.

Ceider  verfuhr  man  anders,  und  so  endete  der  Feldzug  zwar  mit
einem  glänzenden  Siege,  aber  doch  mit  einem  schmerzlichen  Derzicht,
  der  in  Sukunft  verderbliche  Folgen  tragen  sollte.

Es  wurde  eine  Dauerstellung  bezogen.  Die  I.  bulgarische  Armee
stand  mit  zwei  Infanteriedivisionen  und  einer  Kavalleriebrigade  vom
Ochridasee  bis  südöstlich  Hrilep  und  hatte  eine  deutsche  Abteilung
in  Monastir  1);  die  UI.  deutsche  Armee  hielt  die  griechische  Grenze
von  Notje  bis  zur  Belasica  Hlanina  nördlich  des  Doiransees  besetzt.
Sie  war  zwei  deutsche  Divisionen  und  anderthalb  bulgarische  stark,
mit  dem  Alpenkorps  außerdem  in  Reserve,  das  bei  Deles  und  JIstip
stand  2).  Daran  reihte  sich  die  2.  bulgarische,  drei  Divisionen  starke
Armee  von  Strumitza  über  Jenikiöt  und  Hetrick  bis  Nevrekop.  Über
den  Rest  der  deutschen  Armee  wurde  anderweitig  verfügt.  Ein  Teil
blieb  in  Ruhequartieren  in  Südungarn,  um  auf  Rumänien  zu  wirken;
ein  anderer  Teil  wurde  an  die  Westfront  abtransportiert.  Eine  Brigade
  der  101.  Division  wurde,  einem  Abkommen  mit  Bulgarien  entsprechend,
  an  das  Schwarze  Meer  verlegt.

Die  Ssterreicher  aber  setzten  sich  im  Verfolg  der  eingeleiteten
Operationen  noch  in  den  Besitz  von  Montenegro  und  eines  großen
Teils  von  Albanien.  Der  Lowcen  wurde  von  Cattaro  aus  gestürmt,
und  am  25.  Jannar  1916  Riksic,  Hodgorica  und  Skutari  besetzt.
Die  österreichische  Südflanke  war  gesichert.  Die  Trümmer  der  serbischen
  Armee  aber  —  etwa  noch  50000  Mann  in  traurigster  Verfassung
  und  ohne  jede  Ausrüstung  —  retteten  sich  nach  Korfu,  das
trotz  des  Widerspruchs  der  griechischen  Regierung  als  Operations-1)

  Das  Detachement  Sommerfeld  —  sräter  Busse  —  bestand  aus  dem  Stabe
der  210.  Infanteriebrigade,  dem  Infanterieregiment  Är.  146,  der  4.  C  ebirgskanonenbatterie,
  den  Gebirgsmaschinengewehrabteilungen  213  und  214  und  einigen  anderen
kleineren  Formationen.

Die  1l.  Armee  bestand  aus  folgenden  deutschen  Tirppen:  Generalkommando
IV.  Reservekorps,  101.  und  los.  Infanteriedivision  und  dem  Alpenkorps,  das  nach
dem  15.  März  916  mit  einem  Teil  der  deutsche  n  schweren  Artillerie  abtransportiert
wurde,  nachdem  an  diesem  Tage  der  endgültige  Entschluß  gefaßt  worden  war,  die
Offensive  gegen  Saloniki  vorläufig  aufzugeben.  «  «