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dieses  Mal  dahin,  zwischen  Arras  und  La  ZBassée  durchzubrechen,  in
das  Scheldebecken  einzudringen  und  so  die  deutsche  Front  nach  Süden
und  Norden  hin  aufzurollen.  Sein  linker  Flügel  stand  etwa  bei
Tuinchv.  Don  da  an  erstreckte  sich  die  französische  Linie  über  Grenay,
Bouvigny,  Mont  St.  SEloi  nach  der  Dorstadt  von  Arras,  St.  Laurent.
Nördlich  davon  sollten  die  Engländer,  durch  französische  Artillerie
verstärkt,  zwischen  Festubert  und  Fromelles  angreifen.

Demgegenüber  hielten  die  Deutschen  die  Böhen  gegenüber
St.  Laurent,  La  Targette,  Carency,  Ablain  St.  Tazaire,  die  Corettokapelle,
  Coos,  La  Bassée,  Lorgies  und  Fromelles  besetzt.  Sie  verfügten
  zur  Derteidigung  dieser  Strecke  nur  über  drei  schwache  Korps
—  das  VII.,  XIV.  und  l.  baverische  Reservekorps  und  einige  Landwehrbrigaden
  —,  während  die  Engländer  allein  drei  Armeekorps
und  die  Franzosen  im  ersten  Treffen  zehn  bis  elf  Divisionen  ins  Feuer
führten  und  im  zweiten  Treffen  bei  Bouvigny  und  St.  Eloi  noch
über  Humberts  FKremdenregimenter  und  Marokkaner  verfügten,  die
etwa  50  000  ZBajonette  stark  waren  1).  Die  Angreifer  hatten  außerdem
  800  Geschütze  ohne  die  zahlreichen  Minenwerfer  versammelt
und  vermochten  die  ganze  Cinie  des  Derteidigers  in  vernichtender
Weise  mit  Artilleriefeuer  zuzudecken.  Den  Oberbefehl  führte  über
die  Kranzosen  General  Foch,  über  die  Engländer  General  HRaig.
Dieser  war  gerne  auf  die  Hläne  Joffres  eingegangen,  denn  er  freute
sich  darauf,  für  die  bisherigen  Tiederlagen  Rache  nehmen  zu  können.
Der  0.  Mai  war  für  den  Angriff  festgesetzt  worden.  Es  scheint  dies
mit  Zücksicht  auf  die  Russen  geschehen  zu  sein,  die  gerade  zu  dieser
Seit  nach  ihrer  Niederlage  bei  Gorlice—Tarnow  auf  Przemysl
zurückwichen.

Ein  unerhäörtes  Artilleriefeuer,  das  schon  am  5.  Mai  einsetzte,
leitcte  den  Angriff  ein,  und  am  9.  Mai  stürzten  zuerst  um  0  Uhr
die  Franzosen  vor,  nachdem  sie  im  Umkreis  von  La  Targette  und
Tarency  Minen  gesprengt  hatten.  Ihnen  folgten  nach  kurzer  Seit
die  Engländer.  Unter  dem  Schutze  dicker  Rauchwolken  gingen  die
Angreifer  vor,  und  es  gelang  den  Franzosen,  dank  ihrer  großen
Übermacht  und  der  Wirkungen  des  Artilleriefeuers,  wenigstens  in
der  Mitte  vorzudringen,  während  sie  auf  den  Flügeln  zum  Stehen
kamen.  Sie  drangen  in  die  deutschen  Stellungen  ein  und  nahmen
Ca  Targette,  die  Lorettokapelle  und  die  Stellungen  am  Nordhang  von
Souchez,  konnten  aber  weder  Carency  noch  Ablain  St.  Tazaire  in
ihren  Zesitz  bringen  und  kämpften  unertschieden  in  Keuville
St.  Daast.  Schließlich  scheiterten  sie  beim  Sturm  auf  die  Ferme
la  Folie,  die  den  Schlüsselpunkt  der  deutschen  Stellung  darstellte,
da  sie  auf  der  beherrschenden  Böhe  140  gelegen  war.

))  Dime  Engländer  verfügten  über  das  I.,  IV.  und  das  indische  Ar  neekorps,
die  Franzosen  im  ersten  Treffen  über  die  58.  und  92.  Division,  das  XKXK.  XX  X  III.
und  Teile  des  X.  Norps,  sowie  über  das  IX.  und  wahrscheinlich  auch  über  Teile
des  XI.  Korps.  «