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Artillerieunterstützung  auf  der  ganzen  Linie  von  Ciévin  bis  Arras
am  16.  Juni  an,  mußte  sich  aber  mit  wenigen  Trümmerresten,  die
er  eroberte,  begnügen.  Auch  südlich  Arras  suchte  er  Dorteile  zu  erringen.
  Bei  Serre  und  Höébuterne  brachte  er  die  Deutschen  zeitweilig
  ins  Gedränge.  Die  Franzosen  nahmen  nach  vorheriger  Artillerievorbereitung
  den  Hof  „Su  den  vier  Winden“  und  gewannen
am  10.  Juni  neuen  Boden.  Am  l5.  Juni  griffen  sie  nach  erneuter
Artillerievorbereitung  Serre  selbst  an,  wurden  aber  zurückgeschlagen
und  auf  den  Hof  „Zu  den  vier  Winden“  zurückgeworfen,  den  sie
behaupteten.

Auch  die  Engländer  griffen  zur  selben  Seit  bei  Hooge  und
Festubert  an  und  gewannen  einige  Gräben.  Am  lé.  Juni  drangen  sie
von  Upern  aus  zwischen  dem  XV.  und  dem  XXVII.  Reservekorps  in
die  deutschen  Stellungen  ein,  wurden  aber  durch  einen  Gegenstoß
wieder  hinausgeworfen.  Daran  schlossen  sich  heftige  Kämpfe  um
Schloß  und  Dorf  Booge,  bei  denen  am  10.  Juli  die  Engländer
mehrere  deutsche  Kompanien  in  die  Luft  sprengten  und  die  am
50.  Juli  damit  zum  Austrag  gebracht  wurden,  daß  die  Schwaben,
die  sich  bei  dieser  Gelegenheit  der  Klammenwerfer  bedienten  und
mit  ihnen  brennende  Flüssigkeit  auf  die  Feinde  warfen,  die  letzten
Trümmer  des  Dorfes  Rooge  erstürmten.  Erst  am  0.  August  führten
die  Engländer  mit  der  6.  Division  einen  Gegenstoß,  vermochten  aber
Schloß  und  Hark  nicht  wieder  zu  erobern.

Dom  6.  bis  17.  Juni  tobten  ferner  Kämpfe  auf  der  Hockfläche
zwischen  Novon  und  Soeissons,  bei  denen  die  Franzosen  die  Ferme
Quennevièeres  stürmten.  Ihr  Erfolg  blieb  ohne  weiterreichende
Folgen,  da  verlustreiche  deutsche  Gegenangriffe  dem  Einbruch  die
Spitze  abbrachen.  Am  9.  Juni  griffen  die  Franzosen  auch  zwischen
Maas  und  Mosel  die  Böhen  westlich  von  Les  Eparges  an  und
suchten  sich  des  Stützpunktes  auf  der  Combreshöbe  zu  bemächtigen.
Es  war  der  Auftakt  zu  wochenlangen  Kämpfen,  bei  denen  vom
26.  Juni  an  große  deutsche  Gegenangriffe  einsetzten,  und  die  damit
endeten,  daß  die  Deutschen  nicht  nur  im  Besitz  der  Combreshöhe  und
der  Bergnase  bei  Les  Sparges  blieben,  sondern  auch  im  Hriesterwalde
  mehrere  Gräben  zurückeroberten,  die  ihnen  General  Dubail
vorher  entrissen  hatte.

Während  so  im  Dorlande  der  Dogesen  gestritten  wurde,  wütete
auch  in  den  Bergen  selbst  ein  immerwährender  Kampf.  De  Maud'huis,
  der  hier  die  Kranzosen  befehligte,  konnte  die  Miederlagen  am
Reichsacker=  und  am  RKartmannsweiler  Kopf  nicht  verwinden  und  griff
Münster  in  beiden  Flanken  Mitte  Juni  an.  Am  rechten  französischen
Flügel  mußten  Metzeral  und  Steinabruck  von  den  Deutschen  preisgegeben
  werden,  doch  blieb  Münster  den  Angreifern  unerreichbar,
und  der  Vorstoß  erstarrte  an  den  Zängen  des  Reichsacker=  und  des
Sattelkopfes;  am  nördlichen  Klügel  drangen  die  Franzosen  über  den
Barrenkopf,  den  Lingekopf  und  am  Schratzmännele  in  die  deutschen