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Stellung,  und  das  XII.  Reservekorps  fegte  alle  Franzosennester  aus
seiner  Stellung.

Der  Kampf  war  zu  Ende  und  ging,  wie  närdlich  Arras,  in
einen  Stellungskampf  über.  25000  Gefangene  wollen  die  Franzosen
  gemacht  und  150  Geschütze  erbeutet  haben:  dafür  hatten  sie
etwa  das  Fünffache  an  Toten  wie  die  Deutschen,  hatten  schließlich
50  Divisionen  ins  Feuer  gebracht  und  waren  im  ganzen  nur  5  km
tief  in  die  deutschen  Stellungen  eingedrungen,  bei  55  km  Breite.  Sie
hatten  im  Norden  und  in  der  Champagne  150  000  Mann  verloren,
die  Engländer  60000  Mann,  während  die  Deutschen  im  ganzen
nur  einen  Derlust  von  40000  Mann  zu  beklagen  hatten.  Die
Schlacht  war  also  für  sie  eine  strategische  Riederlage  erster  Ordnung.
Aber  auch  taktisch  Rätten  allem  Anschein  nach  die  Deutschen  noch  vollkommener
  siegen  können,  wenn  die  Oberste  HBeeresleitung  an  einen
Angriff  der  Franzosen  in  der  Champagne  hätte  glauben  wollen.  Sie
scheint  sich  jedoch  dieser  Einsicht  trotz  aller  Anzeichen  verschlossen  zu
haben.  Dafür  sprechen  jedenfalls  verschiedene  Umstände.  Noch  unmittelbar
  vor  Ausbruch  der  Schlacht  wurden  einzelne  Derbände  für
Serbien  herausgezogen.  Das  X.  Armeekorps  wurde  zunächst  nach
Belgien  und  dann  erst  nach  der  Champagne  gefahren.  Die  notwendigen
  Unterstützungen  trafen  nur  sehr  allmählich  ein.  So  kam  es,  daß
anfangs  —  wie  gesagt  —  nur  sieben  Dirvisionen  der  ungebeuren
feindlichen  Ubermacht  entgegentraten.  Wäre  von  Anfang  an  eine  genügende
  Anzahl  von  Wruppen  zugegen  gewesen,  die  die  schon  am
25.  September  entstehende  Derwirrung  des  Feindes  hätte  ausnützen
können,  so  wäre  das  Ergebnis  des  großen  Kampfes  wahrscheinlich  ein
anderes  gewesen;  statt  7000  Gefangener  hätten  die  Angreifer  wahrscheinlich
  sehr  viel  mehr  verloren.  Sahlreiche  deutsche  Geschütze
wären  nicht  verlorengegangen  oder  wiedererobert,  und  Gelände  wäre
wahrscheinlich  gar  nicht  oder  in  viel  geringerem  Grade  eingebüßt
worden.  So  bleibt  nichts  übrig,  als  den  fast  übermenschlichen
Reldenmut  der  Truppe  zu  bewundern,  die  den,  wie  wir  sahen,  leicht
zu  vermeidenden  taktischen  Verlust  in  einen  strategischen  Sieg  erster
Klasse  verwandelte.

Gallipoli  und  Salonili.

Während  in  Frankreich  selbst  Engländer  und  Franzosen  bestrebt
waren,  entweder  in  entscheidungsuchender  Offensive  den  Feind  niederzuringen
  oder  sich  von  neuem  zu  einer  solchen  Offensive  bereit  zu
machen,  kämpften  sie  zugleich  an  den  Dardanellen  rastlos  an  der
Erreichung  ihrer  Kriegsziele.  Am  18.  März  1015  war  ihr  Dersuch,
den  Wasserweg  durch  die  Dardanellen  zu  erzwingen,  gescheitert.
Dann  waren  sie  unter  dem  Schutz  der  Flotte  auf  der  Südspitze  von
Gallipoli  gelandet  und  hatten  vergeblich  versucht,  hier  nach  Konstantinopel
  durchzubrechen.  Am  14.  Mai  waren  sie  zum  Stellungskrieg
  übergegangen.  Aber  damit  waren  sie  keineswegs  gesonnen,