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Hunkten,  um  an  entscheidender  Stelle  genügend  stark  zu  sein.  Er
selbst  eilte  auf  den  bedrohten  Hunkt,  während  auch  der  englische
Führer,  General  Jan  Ramilton,  sich  an  die  Bucht  von  Anaforta
begeben  hatte.  Drei  Tage  lang  dauerte  der  wütende  Kampf,  in
dem  besonders  die  Türken,  denen  nur  schwache  Artillerie  und
schwindende  Munition  zur  Derfügung  standen,  den  größten  Heldenmut
  an  den  Tag  legten:  dann  war  die  Schlacht  zugunsten  der  Derteidiger
  entschieden.  Trotzdem  griff  Ramilton  noch  einmal  an,  aber
auch  dieser  Kampf  änderte  nichts  an  dem  Ergebnis.  Da  bat  der
englische  Seldherr  seine  Regierung  noch  einmal  um  50000  Mann
Derstärkungen.  Sie  wurden  ihm  abgeschlagen,  weil  alle  irgend  verfügbaren
  Truppen  zur  Durchbruchsschlacht  bei  Loos  gebraucht  wurden,
  die  gerade  damals  in  der  Dorbereitung  war.  Er  entschloß  sich
dennoch,  noch  einmal  mit  eigener  Kraft  den  Sturm  zu  wagen.  Am
21.  August  versuchte  er  die  türkische  Kront  mit  Gewalt  zu  durchbrechen
  und  setzte  schließlich  die  abgesessene  Neomanry,  die  Kerntruppe
  der  englischen  Armee,  unter  dem  Earl  of  Longford  im
Kampfe  ein,  nachdem  die  Slotte  die  türkische  Stellung  ausgiebig
beschossen  hatte.  Als  auch  diese  Truppe  nahezu  vernichtet  wurde,
gab  der  englische  Feldherr  endgültig  die  Schlacht  verloren,  die  sich
noch  bis  zum  22.  Oktober  in  Stellungskämpfen  hinzog,  und  begnügte
sich  damit,  eine  zusammenhängende  Stellung  von  al  km  Länge
5—4  km  vom  Strand  entfernt  einzurichten  und  die  Türken  weiter
im  Stellungskriege  zu  bedrängen.  Die  Schlacht  von  Anaforta  aber
blieb  ein  Sieg  der  deutschen  Führung,  verbunden  mit  türkischer
Taxferkeit,  und  sicherte  endgültig  den  Besitz  der  Dardanellen.  In
England  wurde  man  sich  allmählich  der  Notwendigkeit  bewußt,
den  Feldzug  auf  Gallipoli  zu  beenden,  der  unendliche  Mittel  in  Anspruch
  nahm,  während  die  deutschen  D-Boote  im  MWittelmeer  Frachtund
  Truppencschiffe  fortgesetzt  versenkten.  Kitchener  selbst,  der  englische
  Kriegsminister,  begab  sich  an  die  Dardanellen,  um  sich  von
der  Lage  der  Dinge  persönlich  zu  überzeugen.  In  einem  Kriegsrat,
der  am  10.  Movember  in  Saloniki  abgehalten  wurde,  ist  dann  die
Räumung  Gallipolis  endgültig  beschlossen  worden.

Tief  im  Innern  Rußlands,  von  der  Düna  bis  zur  rumänischen
Grenze,  stand  das  deutsche  Heer;  Serbien  war  erobert,  Saloniki
bedroht;  die  große  englisch-französische  Offensive  war  resultatlos
zusammengebrochen;  Feldmarschall  von  der  Goltz  war  in  Bagdad
eingetroffen,  um  das  Kommando  der  türkischen  Armee  zu  übernehmen;
  Agppten  war  von  Aufständen  umbrandet;  die  italienische
Armee  focht  ergebnislos  an  der  Isonzogrenze,  und  der  U-Boot-Krieg
  bedrohte  den  englischen  Randel.  Wahrlich,  es  war  keine  Zeit,
einen  Feldzug  weiterzuführen,  der  um  so  weniger  Erfolg  versprach,
  als  deutsche  Munition  und  österreichische  Motorgeschütze
nach  der  Türkei  unterwegs  waren!  Bestärkt  wurde  Lord  Kitchener
in  dieser  Auffassung,  als  er  auf  der  Rückreise  nach  Haris  die  Tach-