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mündung,  Ramsgate  und  Folkestone.  Am  1.  August  wurde  Condon
angegriffen,  weitere  Angriffe  erfolgten  in  unregelmäßigen  Seitabständen
  bis  zum  1.  April  1016  gegen  Civerpool,  Sheffield,  Manchester,
  Mottinghkam,  Birmingham  und  Condon,  das  in  der  Nacht
zum  I.  April  lolG  heftig  angegriffen  wurde.  Irgendein  durchschlagender
  Erfolg  wurde  jedoch  hiermit  nicht  erzielt.

Die  Marine  selbst  aber  hatte  besonders  unter  den  U-Zoot-Kommandanten
  sehr  schmerzliche  Verluste  zu  erleiden.  Schon  am
18.  März  1015  war  Otto  Weddigen  einem  feindlichen  Schicksal  erlegen,
  und  mancher  andere  tapfere  Seemann  war  ihm  in  das  nasse
Grab  gefolgt,  ohne  daß  die  Erfolge  besonders  des  U-Boot-Krieges
strategisch  und  politisch  ausgewertet  wurden.

Ihre  innere  Roheit  aber  bewiesen  die  Engländer  immer  von
neuem.  Als  der  Fischdampfer  „King  Stephen“  die  Besatzung  des
bei  einem  Angriff  auf  England  verunglückten  Luftschiffes  „I0“  am
l.  Februar  1015  in  der  Nordsee  auf  dem  Wrack  ihres  Schiffes
schwimmend  antraf,  ließ  er  sie  ruhig  ertrinken,  ohne  —  obgleich
angerufen  —  das  geringste  für  ihre  Rettung  zu  tun.  Sie  starb
eines  jammervollen  Todes  für  Kaiser  und  Daterland.

Wie  aber  in  allen  diesen  Kämpfen  die  Deutschen  einen  Heldenmut
  an  den  Tag  legten,  der  den  ihrer  Gegner  weit  übertraf,  so
fochten  sie  auch  heldenhaft  in  den  dem  Reiche  noch  verbliebenen
Kolonien.

In  Kamerun  wehrten  sie  sich  verzweifelt,  und  die  Feinde
mußten  sehr  bedeutende  Truppenmassen  aus  Nigeria  und  Indien,
dem  Sudan  und  Gabun  sowie  aus  dem  Kongostaat  heranziehen,
um  ihrer  Herr  zu  werden.  Ende  1915  gelang  es  endlich  diesen
Truppen,  die  deutschen  Streitkräfte  bei  Jaunde  zwischen  dem  Sanaga
und  dem  RKjJiong  zusammenzudrängen,  aber  die  Deutschen  brachen
nach  Süden  durch  und  traten  noch  einige  hundert  Mann  stark  auf
das  spanische  Munigebiet  über,  wo  sie  interniert  wurden;  nur
Bauptmann  von  Raben  hielt  sich  noch  bis  zum  18.  März  1016;  mußte
sich  dann  aber  im  äußersten  NMorden  des  Schutzgebiets  aus  Munitionsmangel
  ergeben.  Die  Kolonie  Kamerun  war  verloren,  aber
3000  Mann  Besatzung  hatten  sich  gegen  30  000  Feinde  weit  über
ein  Jahr  lang  gewehrt.

Ahnlich  ging  es  in  der  Kolonie  Südwestafrika.  Bier  drangen  die
Engländer,  nachdem  es  ihnen  gelungen  war,  den  Burenaufstand
niederzuwerfen,  im  Krühjahr  1015  nach  heftigen  Kämpfen  bei  Warmbad
  über  den  Oranjefluß  und  vereinigten  sich  bei  Keetmanshop  mit
einer  aus  Tüderitzbucht  kommenden  Abteilung.  Sie  setzten  dann  ihren
Marsch  über  Windhuk  fort,  das  am  12.  Mai  von  den  Deutschen  geräumt
  wurde,  und  wirkten  dann  mit  Botha  zusammen,  der  mit
seiner  Bauptmacht  von  Swakopmund  aus  im  Anmarsch  war.  Die
Engländer  verfügten  im  ganzen  über  40  000  Mann,  denen  alle  Hilfmittel
  des  dortigen  Krieges  zu  Diensten  waren,  und  denen  noch