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Kampinanjucki  an  der  Magadibahn.  Auch  belgische  und  englische
Vorstöße  zwischen  dem  Tanganjika=  und  dem  Dictoriasee  wurden  siegreich
  zurückgewiesen.  Die  Deutschen  waren  fast  überall  die  Angreifer,
und  es  ist  geradezu  wunderbar,  was  die  an  sich  so  geringe  Streiterzahl
  zu  leisten  vermochte.  Es  läßt  sich  das  nicht  anders  als  durch  eine
gewisse  Feigheit  der  Engländer  erklären,  deren  Soldaten  allerdings
wenig  Interesse  daran  hatten,  Deutsch-Ostafrika  zu  erobern,  während
ihre  Gegner  für  Weib  und  Kind,  Zaus  und  Hof  fochten  und  auch  ihre
Askaris  mit  dem  gleichen  Beldenmute  zu  erfüllen  wußten.  Die  Deutschen
  waren  stets  bereit,  sich  für  ihre  schwarzen  Waffenbrüder  aufzuopfern,
  und  diese  hingen  an  ihnen  mit  vorbildlicher  Treue.
Demgegenüber  gelang  es  den  Engländern  nur  unter  Derwendung
  großer  Sicherheitsabteilungen,  eine  Kriegsbahn,  die  sie  von
Doi  nach  dem  deutscherseits  stark  befestigten  Taveta  bauten,  vorzuführen
  und  nicht  unwesentlich  zu  fördern,  während  die  Deutschen  das
Jahr  benutzten,  um  ihre  Widerstandsmittel  weiter  zu  entwickeln.  Sie
brachten  die  Askaris  durch  weitere  erbungen  auf  12000  Mann,
wozu  noch  300  Mann  von  der  Zesatzung  des  Kleinen  Kreuzers
„Köôönigsberg“  mit  dessen  geretteten  (O-cm-Geschützen  traten.  Am
U.  Juli  war  das  Schiff  auf  seinem  Ciegeplatz  im  Rufidji  von  überwältigender
  Übermacht  angegriffen  und  nach  heldenmütiger  Gegenwehr
  versenkt  worden.  21  Schiffseinheiten  hatte  der  Gegner  zu
diesem  Angriff  vereinigt,  nachdem  am  6.  Juli  ein  Angriff  von
5  Schiffen  glücklich  zurückgeschlagen  worden  war.
So  verging  das  Jahr  1015.  In  Cstafrika  waren  die  Deutschen
Herren  geblieben.  Aber  auch  sonst  hatten  sie  überall  taktisch
gegen  gewaltige  Uberlegenheit  gesiegt  und  sich  allen  ihren  vielen
Feinden  weit  überlegen  gezeigt.  Die  russische  Armee  war  weit  zurückgedrängt;
  Serbien  war  erobert  und  der  Weg  nach  der  Türkei  eröffnet,
  die  auf  Gallipoli  glänzend  gesiegt  hatte.  Esterreich  hatte  sich
an  der  italienischen  Grenze  behauptet;  in  Frankreich  hatten  deutsche
Minderheiten  gegen  Engländer  und  Franzosen  das  Feld  behauptet;
der  U-Zoot-Krieg  hatte  den  Derbündeten  gewaltigen  Schaden  zugefügt.
  Diese  Erfolge  waren  geeignet,  das  Auge  zu  blenden  und  die
Möglichkeit  eines  endgültigen  Sieges  voraussehen  zu  lassen.  Aber
weder  die  Russen  noch  die  Jtaliener  waren  endgültig  besiegt.  Rumänien
  war  nach  wie  vor  schwankend.  Die  westlichen  Gegner  standen
noch  ungebrochen  im  Felde,  und  im  Grient  hatte  man  es  versäumt,
den  Feind  völlig  niederzuwerfen.  Trotz  aller  Siege  war  Deutschland
also  doch  noch  von  waffenstarken  KFeinden  umgeben,  und  alles  kam
darauf  an,  was  die  Mittelmächte  im  nächsten  Jahr  unternehmen
würden.

Derdun,  Italien,  Saloniki  und  der  U-Boot-Krieg.

Am  Schlusse  des  vorigen  Abschnittes  habe  ich  ausgesprochen,  daß
für  das  Ende  des  Krieges  alles  auf  die  Unternehmungen  ankäme,  die