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schen  Armee  verhindert  hatte,  als  die  Haupturheber  des  Zusammenbruchs
  Deutschlands  betrachtet  werden,  obgleich  sie  sich  dieses  Erfolges
  im  Augenblick  des  Handelns  sicherlich  nicht  bewußt  gewesen
sind.  Sie  wollten  gewiß  das  Beste,  aber  sie  legten  an  die  gewaltigsten
verhältnisse  den  Maßstab  gewöhnlichen  Menschentums  an  und  verstanden
  es  nicht,  das  Außergewöhnliche  auch  außergewöhnlich  zu  behandeln,
  alle  Nebenrücksichten  fallen  zu  lassen  und  nur  das  Entscheidende
  im  Auge  zu  behalten.

Außer  diesen  allgemeinen  Gesichtspunkten  war  aber  noch  ein
anderer  Umstand  von  Bedeutung.  Von  den  Franzosen  war  ein  Artillerieoffizier
  gefangengenommen  worden,  der  die  deutschen  Belagerungspläne
  von  Derdun  bei  sich  führte.  Die  Franzosen  hatten  Zeit
gehabt,  die  Festung  nach  den  hier  gefundenen  Gesichtspunkten  auszubauen
  und  besonders  widerstandsfähig  zu  machen.  Das  kam  bei
dem  Angriffsversuch  natürlich  in  bedeutsamer  Weise  zur  Sprache.
Auch  wurde  die  Wirkung  der  schweren  Artillerie  auf  befestigtes  Gelände
  vielleicht  ebenso  überschätzt,  wie  bei  dem  Angriff  auf  die  Troué
de  Tharmes.

CTäuschungsangriffe  und  die  Schlacht  von  Derdun
bis  Ende  Juni  1616.

Man  hatte  sich  also  für  den  Angriff  auf  Derdun  von  Norden
her  entschieden.  Ein  direkter  Angriff  von  Osten  her,  der  die  Cötes
Lorraines  Bhätte  überwinden  müssen,  erschien  wenig  aussichtsvoll.
Eingehende  Erwägungen  führten  dann  zu  dem  Ergebnis,  daß  man
sich  darauf  beschränken  wollte,  zunächst  östlich  der  Maas  bloß  aus  der
Linie  Consenvove  —  Azannes  anzugreifen.  Ein  Angriff  westlich  der
Maas  erschien  vorteilhafter,  wenn  er  demjenigen  auf  dem  Ostufer
zeitlich  folgte.  Die  5.  Armee,  die  der  Beeresgruppe  des  Kronprinzen
bisher  unterstellt  war,  wurde  seinem  Kommando  entzogen,  damit
seine  Tätigkeit  nicht  außerhalb  ihres  eigentlichen  Arbeitsfeldes  in  Anspruch
  genommen  werden  könnte;  dagegen  blieb  der  ganze  Südflügel
des  Beeres  bis  zur  Schweizer  Grenze  ihm  nach  wie  vor  unterstellt.
Bereitgestellt  wurden  für  den  ersten  Angriff,  außer  den  bereits  zugeteilten,
  9  besonders  vorbereitete  Divisionen  und  außerdem  mehrere
andere,  die  abgekämpfte  Truppen  ersetzen  sollten.  Für  den  späteren
Angriff  auf  dem  Westufer  des  Stromes  waren  drei  weitere  Divisionen
vorgesehen.  Ob  man  hiermit  ausgekommen  ist,  habe  ich  bisher  nicht
ermitteln  können,  glaube  es  aber  kaum.  Auch  die  Artillerie  wurde
sehr  erheblich  verstärkt,  auch  auf  den  neben  der  eigentlichen  Angriffsfront
  gelegenen  FKronten.  Um  den  Feind,  aber  auch  die  eigenen  Truppen
  über  den  eigentlichen  Angriff  bei  Verdun  zu  täuschen,  wurden
an  den  verschiedensten  anderen  Fronten  Angriffsarbeiten  vorgenommen
  und  kleinere  Unternehmungen  angeordnet,  während  man
größere  Angriffe  natürlich  unterließ.  Der  Sweck  scheint  auch  bis  zu