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festigungswerke  südlich  Haudiomont  und  einige  Stellungen  beim
Gehöft  Thiaumont  genommen  und  damit  den  französischen  Gegenangriff
  vom  22.  Mai  ausgelöst:  jetzt  nahmen  sie  am  1.  Juni  den
Cailettewald  und  am  2.  Juni  die  Hanzerfeste  Daux,  in  deren  Hohlräumen
  sich  einzelne  französische  Abteilungen  noch  bis  zum  7.
hielten.  Auch  noch  weitere  Erfolge  konnten  sie  in  den  folgenden
Wochen  erzielen.  In  der  Richtung  auf  die  „Kalte  Erde“  wurden
die  Steinbrüche  beim  Ablainwalde  genommen.  Der  Chapitre=  und
der  Kuminwald  wurden  erobert,  sowie  die  Waldungen  bei  La  Laufée;
  endlich  Ende  Juni  auch  ein  Teil  des  stark  befestigten  Dorfes
Kleurv,  das  jedoch  nicht  bebhauptet  werden  konnte.  Damit  aber
waren  die  deutschen  Erfolge  zu  Ende.  Der  Kampf  entwickelte  sich
immer  mehr  zu  einer  entscheidungslosen  Artillerieschlacht,  in  der  die
Kräfte  der  Deutschen  allmählich  aufgezehrt  wurde.  Die  Franzosen
hatten  freilich  bis  zum  Juni  510000  Mann  vor  Derdun  verloren,
und  die  erluste  der  Deutschen  waren  sehr  viel  geringer  —  sie
verhielten  sich  etwa  wie  2  zu  5  —  auch  hatten  die  Franzosen  bis
Mitte  Juni  mindestens  70  Divisionen  bei  Derdun  verwendet,  doch
wurden  ihre  Kräfte  durch  die  immer  zunehmende  Sahl  der  Engländer
  und  die  rücksichtslose  Ausnutzung  der  Kolonien  verhältnismäßig
  rasch  ersetzt;  die  deutschen  Verluste  aber,  wenn  sie  auch  im
Verhältnis  zu  den  französischen  gering  waren,  konnten  auf  die
Dauer  nicht  getragen,  auch  die  Wunition,  die  nötig  war,  konnte
nicht  mehr  beschafft  werden.  Man  darf  nicht  vergessen,  daß  die
Deutschen  gegen  die  Weltindustrie  zu  fechten  hatten  und  Amerika
unendliche  Massen  von  Geschossen  lieferte:  vor  allem  aber  war
Rußland  zu  berücksichtigen.  Es  zeigte  sich  bald,  daß  seine  1015
zurückgedrängte  und  geschlagene  Armee  doch  noch  über  eine  bedeutende
  Offensivkraft  verfügte  und  sie  im  richtigen  Augenblick  auch
zur  Geltung  zu  bringen  wußte.

Der  Frühjahrskampf  gegen  die  Heeresgruppe
Hindenburg.

Die  Reeresgruppe  Hindenburg  gab  sich  im  Winter  1015/6  der
Derwaltung  des  ihr  untergebenen  Landes  mit  deutscher  Gründlichkeit
  hin.  Ihre  vielfachen  Maßnahmen  werden  in  Sukunft  vielleicht
noch  einmal  segensreiche  Folgen  zeitigen.  Einen  Angriff  hielt  sie
im  allgemeinen  nur  bei  Smorgon,  Dünaburg  oder  Riga  für  möglich,
  weil  dorthin  die  Eisenbahnverbindungen  deuteten,  und  bereitete
  sich,  so  weit  ihre  schwachen  Kräfte  reichten,  auf  einen  solchen
vor.  Die  HReeresverhältnisse  waren  entsprechend  geordnet  worden.

#  Die  12.  und  8.  Armee  hatten  sich  derart  zusammengeschoben,  daß
eine  Trennung  notwendig  wurde.  Die  12.  Armee  blieb  bestehen
und  wurde  vom  General  von  Fabeck  übernommen.  Die  Mijemen-