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Armee,  die  General  von  Below  befehligte,  erhielt  den  Namen  als  8.
Auf  ihrem  rechten  Flügel  wurde  eine  besondere  Armeeabteilung
Scholtz  gebildet,  die  rechts  von  der  8.  Armee  gegenüber  Dünaburg
eingeschoben  wurde;  weiter  südlich  schloß  sich  die  10.  Armee  an,  die
bis  Smorgon  einschließlich  reichte,  dann  folgte  die  12.  Armee  und
endlich  die  Beeresgruppe  Hrinz  Leopold  von  Bapern,  mit  der
Armeeabteilung  von  Worrsch  auf  dem  rechten  Flügel.

Bei  den  Russen  herrschte  immerwährende  Unruhe,  so  daß  man
wohl  einen  Angriff  für  wahrscheinlich  hielt,  aber  zunächst  nicht
beurteilen  konnte,  wo  er  erfolgen  würde.  Bald  aber  häuften  sich
die  Wahrnehmungen  derart,  daß  man  sich  ein  genaues  Bild  von

Karte  40.  Die  Schlacht  am  Narotschsee  1916.

den  russischen  Absichten  machen  konnte.  Vor  allem  war  das  Eisenbahnnetz
  durch  Kleinbahnen  sehr  wesentlich  erweitert  worden,  und
die  Täuschungsmanöver  wurden  schnell  als  solche  erkannt.  Die

Ansammlung  gewaltiger  Massen  wurde  festgestellt.  Als  daher  im

Här  1016  der  Sturm  losbrach,  war  auf  deutscher  Seite  alles  vorereitet.


Der  Plan  der  Russen  war  großzügig.  Sie  wollten  auf  Wilna  und
Kowno  durchstoßen  und  die  nördlich  dieser  Cinie  befindlichen  Heeresteile
  Deutschlands  abschnüren,  die  gleichzeitig  in  der  Kront  angegriffen
werden  sollten.  Im  weiteren  Derlauf  des  Kampfes  wollten  sie
dann  die  verlorenen  Gebiete  befreien.  Die  Wahl  des  Seitpunktes
für  den  Angriff,  der  der  Jahreszeit  wegen  so  ungünstig  wie  möglich
war,  ist  wohl  mit  Rücksicht  auf  den  Angriff  auf  Verdun  erfolgt.
Eine  gewisse  Berechtigung  zu  so  weit  ausschauenden  Hlänen  lag