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mal  alle  Opfer  vergebens,  und  vom  25.  März  ab  können  wir
siegessicher  auf  unsere  Beldenscharen  am  Narotschsee  blicken.“  So
schildert  Hindenburg  den  Verlauf  des  Kampfes.  Am  21.  katten
die  Deutschen  in  der  Seeenge  Terrain  verloren.  Am  26.  rafften
sich  die  Russen  noch  einmal  zu  einem  großen  Angriff  auf;  doch
war  damals  die  Krisis  bereits  überstanden,  und  die  weiteren  Angriffe
  des  Feindes,  die  übrigens  Ende  des  Wonats  eingestellt  wurden,
  vermochten  die  deutschen  Linien  nicht  mehr  zu  erschüttern.
Sbensowenig  vermochte  der  Feind  bei  der  Armeeabteilung  Scholtz
und  weiter  näördlich  in  die  diesseitigen  Stellungen  einzudringen.
Die  verzweifelten  Anstürme  des  Gegners  brachen  sowohl  zwischen
Widsy  und  dem  Driswiatvsee  als  auch  in  dem  Raume  nordwestlich
dieses  Sees  zu  beiden  Seiten  der  Eisenbahn  Dünaburg—Wilna  und
der  Straße  Dünaburg—Hilkomir,  die  vom  10.  März  an  einsetzten,
überall  hoffnungslos  zusammen.  Bei  Widsy  schlug  sie  die  Ceibhusarenbrigade
  besonders  glänzend  ab,  obgleich  sie  in  ihren  Stellungen
  weit  auseinandergezogen  war.

Ebenso  scheiterten  Dorstöße,  die  die  Russen  am  21.  März  von
Riga  aus  gegen  Mitau  und  von  Jakobstadt  aus  mit  bedeutenden
Kräften  unternahmen  und  am  24.  und  27.  wiederbolten.  Trotz  gewaltiger
  Artillerievorbereitung  konnten  sie  nirgends  durchbrechen.

Am  27.  März  schritten  die  Deutschen  südlich  des  RMarotschsees
zum  Gegenstoß  und  nahmen  den  Russen  einen  großen  Teil  des  am
21.  verlorenen  Geländes  wieder  ab,  und  am  28.  April  endlich  konnte
General  von  Sichhorn  in  einem  vortrefflich  vorbereiteten  Angriff
den  Rest  der  früher  eingebüßten  Stellungen  wieder  erobern.  Damit
waren  die  Kämpfe  bei  Dünaburg  und  südlich  beendet.  Sie  hatten
den  Russen  etwa  140  000  Mann  gekostet,  die  mit  verhältnismäßig
ganz  geringen  Opfern  auf  deutscher  Seite  erkauft  waren.  Der  Geist
hatte  über  die  rohe  Masse  gesiegt.  Trotz  der  ungeheuersten  Übermacht
  des  Feindes  waren  die  Deutschen  in  der  Verteidigung  wie  im
Angriff  Sieger  geblieben.  Derselbe  Geist  aber  sollte  sich  auf  den
Wassern  siegreich  bewähren,  als  endlich  die  Stunde  schlug,  in  der
auch  die  deutsche  Flotte  ihren  Wert  in  die  Wagschale  der  Entscheidung
  werfen  konnte.

Die  Seeschlacht  am  Skagerrak  und  Mämpfe
in  der  Ostsee.

Im  Januar  1916  war  Admiral  Scheer  mit  dem  Kommando  der
Bochseeflotte  betraut  worden.  Damit  kam  neues  Ceben  in  alle
Unternehmungen  zur  See.  Seine  erste  Sorge  war,  die  Sicherung
der  deutschen  Bucht  besser  als  bisher  durch  eine  Teuregelung  des
Dorpostendienstes  zu  gestalten  und  der  Minenverseuchung  durch  die
Engländer  nach  Möglichkeit  zu  steuern.