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Die  offensivere  Haltung,  die  er  dieserhalb  einnahm,  kam  schon
dadurch  zum  Ausdruck,  daß  Helgoland  nicht  mehr  wie  zu  Beginn
des  Krieges  ein  vorgeschobener  Außenposten  war,  sondern  einen
rückwärtigen  Stützpunkt  zu  bilden  hatte,  vor  dem  sich  eine  Sicherungszone
  mit  120  Seemeilen  Halbmesser  ausbreitete.

Die  zweite  größere  Aufgabe  bestand  darin,  den  Feind  auf  jede
mögliche  Weise  zu  reizen,  um  ihn  dadurch  zu  einem  Kampf  zur
See  —  womöglich  mit  geteilten  Kräften  —  herauszufordern.  Mittel
dazu  waren  der  U-Boot-Handelskrieg,  der  Cuftkrieg  und  die  lebhafte
  Zetätigung  der  Hochseestreitkräfte  in  der  VNordsee.  Dementsprechend
  wurde  auch  verfahren.  Zahlreiche  Cuftangriffe  auf  England
  wurden  durch  die  Marineluftschiffe  ausgeführt,  die  feindlichen
Minen  wurden  nach  Möglichkeit  bekämpft  und  die  eigenen  Minenfelder
  in  offensivem  Sinne  so  viel  als  tunlich  ausgedehnt,  der
Kreuzerkrieg  wurde  gefördert  und  die  Vorstöße  der  Flotte  immer
weiter  ausgedehnt.  Den  11.  Februar  1016  erhielt  die  Flotte  die
Weisung,  bewaffnete  feindliche  Dampfer  als  Kriegsschiffe  zu  betrachten,
  da  sie  den  Befehl  Bhätten,  D-Boote  rückfsichtslos  anzugreifen,
  und  noch  vor  Rückkehr  der  „Möwe“,  die  am  4.  März  erfolgte,
  wurde  unter  dem  Korvettenkapitän  Tietze  der  Hilfskreuzer
„Greif“  ausgesandt,  um  auf  englische  Handelsschiffe  Jagd  zu  machen.
Ceider  traf  er  schon  bald  auf  englische  Streikräfte  und  mußte  —
nachdem  er  den  sehr  viel  stärkeren  Hilfskreuzer  „Alkantara“  durch
Torpedoschuß  versenkt  hatte  —  von  der  Besatzung  verlassen  und
gesprengt  werden.  Hierbei  schoß  der  geschützte  englische  Kreuzer
„Comus“  auf  die  bereits  in  den  Booten  befindliche,  völlig  widerstandslose
  Besatzung  des  „Greif“  und  tötete  unter  anderen  auch  den
Kommandanten:  eine  bezeichnende  Zandlung  für  englische  Feigheit.
Wie  hier  ein  deutsches  Unternehmen  scheiterte,  so  desgleichen  ein
englisches,  das  am  25.  März  von  unseren  Feinden  unternommen
wurde.

Durch  unsere  fortwährenden  Luftangriffe  auf  England  gereizt,
dachten  sie  dafür  Dergeltung  zu  üben  und  ließen  von  Flugzeugmutterschiffen
  aus  fünf  Flugzeuge  aufsteigen,  um  unsere  Luftschiffhallen
  zu  zerstören.  Sie  hatten  aber  kein  Glück  damit.  Alle  fünf
mußten  niedergehen,  ohne  ihren  Sweck  auch  nur  im  geringsten  zu
erreichen.  Swei  wurden  von  englischen  Torpedobooten  aufgefischt,
drei  fielen  in  deutsche  Gefangenschaft.

Auch  die  Vorstöße  der  Gesamtflotte  wurden  mit  allem  Eifer
gefördert.

Schon  am  5.  März  wurde  ein  solcher  gegen  die  Roofden  ausgeführt,
  um  die  dort  oft  gemeldeten  leichten  feindlichen  Streitkräfte
anzugreifen.  Er  verlief  ergebnislos,  während  die  TLuftschiffe  bei
dieser  Gelegenheit  die  wichtigen  Marineanlagen  bei  Hull  am  Bumber
angriffen.  Am  24.  April  lief  dann  die  Flotte  zu  einem  neuen  Unternehmen
  aus,  um  Covestoft  und  Great  Uarmouth  zu  beschießen.