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Ersteres  war  als  Stützpunkt  für  Minenunternehmungen,  letzteres
für  Unterseeboote  bestimmt.  Beide  Orte  waren  also  von  bedeutendem
  militärischen  Wert  und  wurden  ausgiebig  von  der  Kreuzerdivision
  beschossen.  Im  übrigen  war  auch  dieses  Unternehmen
bezüglich  der  englischen  Flotte  erfolglos;  sie  war  aus  ihren  Schlupfwinkeln
  nicht  hervorzulocken.  Swar  kam  es  zwischen  dem  Kreuzergeschwader
  und  leichten  englischen  Streitkräften  noch  zu  einem  kurzen
Gefecht;  doch  wurde  es  deutscherseits  abgebrochen,  weil  die  irrtümliche
  Meldung  einlief,  daß  stärkere  feindliche  Kräfte  von  Süden  her
im  Anmarsch  seien,  und  man  diesen  mit  versammelten  Kräften  entgegengehen
  wollte.  Man  mußte  unverrichtetersache  Reimkehren,  und
nur  der  Hanzerkreuzer  „Seddlitz“  war  schon  bei  der  Ausfahrt
auf  eine  Mine  gestoßen  und  hatte  starke  Havarie  erlitten.  Immerhin
  hatte  er  noch  mit  eigenen  Kräften  Beimkehren  können.

Endlich  aber  sollten  die  Wünsche  der  deutschen  Flottenleitung
doch  noch  in  einer  Richtung  wenigstens  zu  ihrem  RKecht  kommen.
Der  unbeschränkte  U-Boot-Krieg  zwar  war  unverantwortlicherweise
aufgegeben  worden,  um  so  eifriger  aber  strebte  die  Flotte  danack,
sich  anderweitig  entscheidend  zu  betätigen.  Das  konnte  nur  geschellen,
  wenn  man  ihre  Unterlegenheit  allmählich  verminderte,  und
das  wieder  konnte  nur  erfolgen,  wenn  man  Teilsiege  über  englische
Seestkeitkräfte  erfocht.  Die  Gelegenheit  zum  Kampf  sollte  sich  bald
ergeben.

Am  FSl.  Mai  um  3  Uhr  morgens  lichteten  die  Schlachtkreuzer
unter  Admiral  Hipper  die  Anker:  „Lützow“  als  Flaggschiff,  „Derfflinger“,
  „Seddlitz“,  der  wieder  ausgebessert  worden  war,  „Moltke“
und  „von  der  Tann“.  Ihnen  waren  Kleine  Kreuzer  und  Torpedoboote
  zur  Aufklärung  und  Sicherung  beigegeben,  und  es  folgte
ihnen  mit  einem  Abstand  von  30  km  das  Gros,  das  in  drei  Geschwader
  formiert,  22  Schiffe  stark  und  ebenfalls  durch  Kleine
Krenuzer  und  Torpedoboote  gesichert  war.  Unter  seinen  22  Cinienschiffen
  befanden  sich  nur  l6  Großkampfschiffe  1).

In  dieser  Formation  stieß  das  Kreuzergeschwader  zunächst  auf
die  6  Schlachtkreuzer  des  Admirals  Beattv  und  nahm  den  Kurs  wie
dieser  nach  Südosten  auf,  weil  das  Gefecht  sich  damit  dem  eigenen
Gros  näherte.  Der  Engländer  war  den  Deutschen  nicht  nur  an

1)  Die  Flotte,  die  an  der  Skagerrakschlacht  teilnahm,  bestand  aus  folgenden
Einheiten:  Friedrich  der  Große“  als  Flottenslaggschiff.  I.  Geschwader:  „Ostfriesland“,
  Thlfingene,  bHelgoland“,  „Oldenburg“,  „Hosen“,  „Rheinland“,  „Nassan“,
„Weftfalen-.  Die  bisher  genannten  waren  Großkampfschiffe.  II.  Geschwader  (ältere
Hinienschiffe):  „Deutschland“,  „Hommern“"“,  „Schlesien“,  „Schleswig-Holstein“,  „Bhannover“,
  en“.  III.  Geschwader  (Großkampfschiffe):  „MKönig"“,  „Großer  Kurfürst“,
Markgraf",  „Kronprinz“,  „laiser“,  „Hrinzregent  Knitpold“,  „Kaiserin“.  L  Auf-Uärun
  ruppe:  „Sepdlitz“,  „Moltke“,  „Derfflinger',  „Lützow“,  „von  der  Tanun“.
II.  Aufklärungsgruppe:  Die  Kleinen  lrenzer:  „Hillan"“,  „Elbing“,  „Frankfurt",
„Wiesbaden“,  „Rostock“,  „Regensburg“.  III.  Anfklärungsgruppe:  „Stettin“,  „München“
„Franenlob“,  „Stuttgart“,  „Hamburg“.  Außerdem  die  Torpedoboote.