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Sahl  und  Kaliber  der  Geschütze  sowie  an  Schnelligkeit,  sondern
auch  um  ein  Schiff  überlegen:  Sehr  bald  aber  zeigte  sich  trotzdem
die  größere  Gefechtskraft  der  deutschen  Schiffe,  wie  sie  schon  im
Gefecht  an  der  Doggerbank  Bervorgetreten  war.  Um  5  Uhr  48  Minuten
  nachmittags  war  das  Gefecht  eröffnet  worden,  und  schon  um
0  Uhr  15  Minuten  ging  der  „Indefatigable“  unter,  und  ihm  folgte
um  6  Uhr  26  Minuten  die  „#Queen  Mary“.  England  hatte  zwei
seiner  besten  Schiffe  verloren.  Bald  darauf  erschienen  fünf  Schiffe
der  „Queen--Elisabeth“-Klasse,  die  stärksten  Schiffe  des  vereinigten
Königsreichs,  die  auch  dem  Admiral  Beattv  unterstanden,  und
nahmen  ebenfalls  schon  von  weitem  den  Kampf  gegen  die  deutschen
Kreuzer  auf.  Diese  wären  in  eine  üble  Lage  gekommen,  wenn  nicht
auch  die  Spitze  des  deutschen  Gros  auf  dem  Kampfplatz  erschienen
wäre.  Admiral  Beattv  machte  nunmehr  kehrt,  die  Schiffe  der
„Queen-Elisabeth“-Klasse  folgten  ihm.  Auch  die  deutschen  Kreuzer
schwenkten  mit  der  Tete  nach  Norden,  nahmen  den  gleichen  Kurs
an  wie  die  Engländer  und  setzten  sich  zugleich  an  die  Spitze  ihres
Gros,  das  die  Derfolgung  des  zurückgehenden  Gegners  aufzunehmen
  gedachte.  Tachträglich  ist  behauptet  worden,  der  englische
Admiral  habe  gar  nicht  daran  gedacht,  zu  fliehen,  sondern  habe  nur
seine  größere  Schnelligkeit  ausnutzen  wollen,  um  sich  vor  die  Spitze
der  deutschen  Linie  zu  setzen  und  diese  somit  umfassend  und  der
Länge  nach  bestreichen  zu  können.  Crossing  the  I,  nennt  der  Brite
dieses  Manöver,  das  den  Deutschen  selbstverständlich  als  Folge
größerer  Schnelligkeit  längst  bekannt  war.  Hatten  sie  doch  beim  Ban
ihrer  Flotte  mit  vollem  Bewußtsein  auf  die  größere  Schnelligkeit
verzichtet,  um  andere  Gefechtsüberlegenheiten  mehr  herausarbeiten
zu  können.  Auch  wußte  Beattv  natürlich,  von  welcher  Seite  er  das
eigene  Gros  zu  erwarten  hatte,  und  hoffte  mit  ihm  vereint  die  Deutschen
  tödlich  zu  umstricken.  Immerhin  scheinen  die  Schlachtkreuzer
am  weiteren  Kampf  nicht  mehr  teilgenommen  zu  haben.  Die  große
Flotte  Jellicoes  nun,  die  von  Beatty  in  der  rechten  Flanke  und
vorwärts  gedeckt  worden  zu  sein  scheint,  hatte  während  des  Kampfes
der  Aufklärungsdivision  nach  Südosten  Raum  gewonnen  und  dann
erst  wieder  kehrtgemacht,  um  das  Schlachtfeld  zu  erreichen.  Jedenfalls
  kam  sie  von  Südosten  mit  westlichem  Kurse  heran,  machte
dann  erst  wieder  kehrt  und  suchte  nun  die  Deutschen  zu  umkreisen
und  von  Hornsriff  und  damit  von  ihrer  Rückzugsstraße  abzuschneiden.


Srugleich  entwickelte  sich  zwischen  den  Hauptkampflinien  eine
wilde  Torpedoschlacht,  da  beide  Teile,  um  url  Gros  zu  decken  und
dem  einde  nach  Möglichkeit  Schaden  zuzufügen,  zum  Torpedoangriff

ritten.

Es  würde  zu  weit  führen  und  zu  viele  taktische  Einzelheiten
zur  Sprache  bringen,  wenn  ich  auf  alle  Bewegungen  der  Klotte  in  der
kommenden  Schlacht  und  die  zahlreichen  Torpedokämpfe  eingehen

—ä.  —  —